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Deine Größe leben – Vom Mut den eigenen Weg zu gehen (Gastbeitrag)

Mut, den eigenen Lebensweg zu gehen

Unser Leben lang haben wir gelernt, dass wir für Dinge, die wir gut machen, belohnt werden – zum Beispiel in Form von Geld, guten Noten, Liebe und Zuneigung – und für Dinge, die wir schlecht machen, bestraft werden – mit schlechten Noten, Missachtung, Liebesentzug, Jobverlust. Wenn wir nun mutig unseren eigenen Lebensweg zu gehen beginnen, wirft uns das zunächst auf uns selbst zurück. Da ist vielleicht niemand mehr – kein Chef, kein Kollege, keine Familie – die sagt: Das hast du besonders gut gemacht! Aber auch niemand, der sagt: Das hast du schlecht gemacht! Ebenso fallen die Vorgaben von außen dahin gehend weg, was wir zu tun haben. Vielleicht fehlt uns dadurch am Anfang Struktur, vielleicht öffnet sich aber auch ein innerer Raum und wir spüren eine neue Freiheit in uns. Aus dieser Freiheit heraus können wir den Mut aufbringen, den eigenen Weg zu gehen.

Unsere größte Angst ist nicht, unzulänglich zu sein.
Unsere größte Angst ist, grenzenlos mächtig zu sein.
Unser Licht, nicht unsere Dunkelheit ängstigt uns am meisten.

Marianne Williamson

Wer schon einmal meditiert hat oder sich noch an die Zeit erinnert, in der er zu meditieren begonnen hat, kennt es vielleicht: Wir setzen uns auf ein Kissen oder ein Bänkchen, um eine entspannte Zeit der inneren Ruhe zu genießen und da bricht er los, der Sturm in uns. Gedanken jagen kreuz und quer durch unseren Kopf, von Ruhe keine Spur. Der Sturm war schon vorher da, doch erst dadurch, dass wir uns hingesetzt haben und äußerlich zur Ruhe gekommen sind, konnten wir ihn wahrnehmen.

So kann es uns auch ergehen, wenn wir mit dem kreativen Schreiben – oder dem Tanzen, Singen, Zeichnen, … – mit etwas, wofür unser Herz brennt, beginnen wollen. Wir nehmen unser neues Schreibheft und den gespitzten Stift zur Hand mit einem Gefühl von Ja, endlich schreiben – und dann, kaum, dass wir die noch leere Seite sehen, bricht er los, der Sturm in uns. Stimmen rufen gehässig: Haha, du und schreiben, na da hattest du ja mal wieder eine super Idee. Das ich nicht lache! Das kannst du doch nie. Du hast doch keine Ideen, kannst nicht perfekt die Rechtschreibung und dann auch noch an einer Schreibwerkstatt teilnehmen? Und wie hast du dir das eigentlich zeitlich vorgestellt?

Das einzige Ziel dieser Stimmen ist, uns klein zu machen und klein zu halten. Wenn wir ihnen folgen, halten sie uns ziemlich effizient davon ab, das zu tun, was wir wirklich tun wollen, Neues auszuprobieren und unseren Herzensweg zu gehen.

Ich habe ein Seminar gebucht.
Ein Seminar,
das alles thematisiert –
all meine Ängste und Sorgen,
meine Hoffnungen und Freuden,
die Grübeleien im Kopf,
alle Höhen und Tiefen.

Es ist ein Seminar voll praktischer Übungen.
Übungen, die genau zu den Mustern und Dingen passen,
an denen ich arbeiten wollte.
Jeden Tag.

Ein Seminar namens Leben.

Sabrina Gundert

Schon als Kind habe ich das Schreiben geliebt, wollte immer Autorin oder Journalistin werden. Als Jugendliche habe ich begonnen für verschiedene Zeitungen und Magazine zu schreiben – Freude pur. Dann kam die Zeit der Journalistenausbildung und plötzlich wurde es Pflicht, ein bestimmtes Soll an freier Mitarbeit bei Zeitungen und anderen Medien zu absolvieren. Erst rückblickend wurde mir bewusst, wie die meiste Freude am Schreiben in dieser Zeit immer mehr verloren ging – und wie sie augenblicklich wieder da war, kaum, dass der Druck und die Vorgaben von außen weg waren. War es mir zu Ausbildungszeiten schwergefallen überhaupt etwas zu schreiben, so schrieb ich plötzlich wieder in den unterschiedlichsten Bereichen und vor allem auch für mich selbst.

Fassen wir den Mut, den eigenen Herzensweg zu gehen, so lernen wir mit der Zeit, uns immer mehr auf unsere innere Stimme zu verlassen – nicht auf die gehässigen Stimmen, die ein Gefühl der Angst, des Kleinseins und Versagens in uns hervorrufen, sondern auf die Stimme unseres Herzens, die von Freude, Liebe und einem Gefühl des Vertrauens begleitet wird. Gleichzeitig werden dadurch auch die inneren Miesmacher immer stiller. Wir kommen wieder bei uns selbst an und werden immer unabhängiger davon, was andere Menschen zu unserem Weg und zu dem, was wir tun, und wie wir es tun, sagen. Wir gehen einfach voller Mut unseren eigenen Weg. Weil es uns Freude macht und weil wir innerlich spüren: Ja, es ist stimmig. Das ist mein Weg. 

Wir zeigen uns einfach so, wie wir sind: Kraftvoll, authentisch, in unserer wahren Größe und Schönheit.

Sabrina Gundert

Über die Autorin

Foto Sabrina GundertSabrina Gundert, geb. 1988, liebt das Schreiben und die Natur. Als freie Journalistin und Geographin ist sie am liebsten mit Stift und Block im Wald, in der Stadt und auf dem Land unterwegs.

In kreativen Schreibwerkstätten, Achtsamkeitskursen und Lebenskunst-Seminaren gibt sie ihre Leidenschaft und Freude am Schreiben und am Gehen des eigenen Lebensweges weiter – hin zu einem ganz persönlichen, handgeschriebenen Leben.

Nachdem im Frühjahr 2012 ihr Buch „Handgeschrieben – Inspirationen zum Innehalten und Ankommen“ erschienen ist, schreibt sie aktuell an einem Porträtbuch. „Auf dem Herzensweg – Inspirierende Lebensgeschichten spiritueller Frauen“ wird 2013 im Irdana-Verlag erscheinen. Mehr unter  handgeschrieben.de.

Informationen zur journalistischen und geographischen Arbeit sowie einige journalistische Arbeitsproben und das Reisetagebuch zum aktuellen Buchprojekt gibt es unter  raumpionierin.de.

Ein Ort zum Krafttanken und Innehalten ist raumindir.de


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Elias
Hallo! Ich bin Elias. Ich schreibe hier über Dinge, die ich gerne schon mit 18 gewusst hätte. Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich keinerlei Sinn sehen konnte. Heute weiß ich mehr und möchte auch andere Menschen darin unterstützen, ihren persönlichen Lebenssinn zu finden. Mehr über mich
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  1. Diese Woche erscheint übrigens noch ein Artikel mit einer Freikarten-Verlosung für den Online-Kurs für kreatives Schreiben von Sabrina Gundert, mehr dazu gegen Ende der Woche hier im LebeBlog :)

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