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Lebendiger sein: Erkenne deine unbewussten Verhaltensmuster mit diesen 3 Fragen

Verhaltensmuster erkennen und Unterbewusstsein beeinflussen

Ich bin ein Mensch und deshalb bin ich ziemlich komplex. Es gibt viele Mechanismen, Verhaltensmuster und Zwänge in mir, die ich bisher schon erkannt und transformiert habe, und viele weitere warten wahrscheinlich bereits darauf, entlarvt zu werden. Auf dem Enneagramm-Seminar letzte Woche begegneten mir dabei die folgenden 3 Fragen, mit denen du deinen unbewussten Zwänge näher kommen kannst, um sie dir bewusst zu machen.

Verhaltensmuster erkennen, Unterbewusstsein beeinflussen, und möglicherweise ändern

Sobald du dich selbst besser kennenlernst und verstehst, wie du jetzt funktionierst, hast du die Möglichkeit, dich zu verändern und deine innere Wahrheit mehr zu leben. All deine Verhaltensmuster und innere Zwänge werden dir bewusster und du kannst dir in diesen Situationen dann überlegen, ob du deine alte Strategie anwendest oder dir etwas Neues überlegst. Am besten das, was du im Herzen wirklich machen willst.

Hier sind die 3 Fragen für deine Selbstreflexion, mit denen du deine Verhaltensmuster und Zwänge erkennen kannst. Nimm dir Zeit und schreibe einfach alles auf, was dir dazu einfällt. Mache es gerne direkt am Computer, um es unten in einem Kommentar auch mit anderen zu teilen. Dadurch können wir uns gegenseitig auf Dinge aufmerksam machen, die bei uns vielleicht auch aktiv sind und auf die wir noch nicht gekommen sind.

1. Was tust du, um einzuschlafen?

Damit ist nicht der Nachtschlaf gemeint, sondern dein Einschlafen im Bezug auf dein Leben. Einschlafen im Sinne von Trägheit, sich nicht den Herausforderungen des Lebens zu stellen, sondern lieber „auf der Couch abzuhängen“ oder in Routine und Alltag zu verfallen, ohne etwas für dein wahres, inneres Wachstum zu tun. Was tust du also, um einzuschlafen bzw. um eingeschlafen zu bleiben?

2. Was tust du, um geliebt zu werden?

Im Prinzip wollen wir alle geliebt werden, weil wir uns selbst vielleicht noch nicht genug lieben. Also suchen wir im Außen nach Liebe und tun die unterschiedlichsten Dinge dafür: Anderen helfen, produzieren, etwas aufbauen, viel arbeiten, schmeicheln, usw. Welche Dinge machst du also, weil du denkst, dass du dafür Liebe und Anerkennung bekommst?

3.  Was tust du, um dich sicher zu fühlen?

Die mentale Gruppe aus dem Enneagramm sehnt sich nach Sicherheit und möchte Angst so weit es geht aus dem eigenen Leben verbannen. Das ist eine endlose Aufgabe, denn Sicherheit finden wir im Außen nicht, sondern nur in uns selbst, wie die Liebe auch. Ich bin auch so ein Typ, der seine Energie in der Vergangenheit weitestgehend dafür eingesetzt hat, möglichst sicher zu sein. Das ist natürlich vergeudete Lebenszeit und -energie, die ich heute lieber für meine Selbstverwirklichung einsetze. Wie verhältst du dich also gegenüber Freunden, Frauen, Männern, Kollegen, Kameraden, Chefs, Problemen, Herausforderungen, Gefühlen, Sehnsüchten, Wünschen, Bedürfnissen und deiner Existenz? Was tust du in deinem Leben dafür, um dich sicher zu fühlen?


Das, was bei deinen Antworten rauskommt, müssen nicht alles „falsche“ Verhaltensmuster sein. Aber vieles davon kommt dir vielleicht so vor, als ob du es nur für einen bestimmten Zweck tust: Sicherheit, Liebe, Bequemlichkeit. Wenn du das nicht sofort erkennst, kannst du bei jeder deiner Antworten immer tiefer gehen und dich dazu fragen: „Was soll es mir geben?“ und „Welches Gefühl möchte ich vermeiden?“

Ein Beispiel: „In einer Gruppe von Menschen lieber nicht das Wort ergreifen“ > „Was soll es mir geben?“: Sicherheit > „Welches Gefühl möchte ich vermeiden?“: Angst, ausgegrenzt zu werden.

Erkennst du deine (unbewussten) Verhaltensmuster, dann kannst du dich beim nächsten Mal daran erinnern, etwas anders zu machen als bisher. Letztlich geht es um das Fühlen von dem, was in dir ist. Merkst du also wie das Gefühl von z.B. Angst in dir hochkommt, dann fühle sie, lasse sie da sein. Dann müsste sie auch bald schon wieder gehen, wenn du das voll zulässt. Somit wird sie dich nicht mehr steuern.

Dinge, die ich mit 21 gerne gewusst hätte

In meinem zweiten Buch habe ich dieses Thema genauer beschrieben. Es eignet sich hervorragend dafür, wenn du tiefer einsteigen möchtest.
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Manchmal kann es auch helfen, genau das zu tun, wovor man Angst hat. Das bringt aber nur was, wenn wir die Angst dabei nicht unterdrücken, sondern in dem Moment dann auch voll zulassen und fühlen. Manchmal teile ich mein Gefühl dem Gegenüber auch mit, denn oftmals liege ich damit einfach nur falsch, z.B. bei der Angst, den anderen zu verletzen.

Zum Abschluss gibt es noch 3 Fragen zum Umgang mit deinen Gefühlen. Denn wie gesagt, Gefühle sind dazu da, einfach nur gefühlt zu werden, so können sie durch uns durchfließen und dann ist der Platz da für neue Gefühle.

  1. Welche Gefühle existieren in deinem Leben nicht?
  2. Welche Gefühle sind da, werden jedoch von dir unterdrückt?
  3. Was tust du, um deine Gefühle nicht zu fühlen?

So viel von mir zum Erkennen deiner Verhaltensmustern, die dich in deiner Entfaltung und Lebendigkeit vielleicht einschränken. Oftmals sorgen die unbewussten Verhaltensmuster dafür, dass wir uns im Kreise drehen und in einer Routine leben, Langweile und Eintönigkeit kommt auf, nur um das innere Wachstum zu vermeiden. Nun hast du jedoch eine Wahl.

Was willst du vom Leben wirklich?

Was willst du mit deiner begrenzten Lebenszeit wirklich anfangen?

Gerne darfst du deine Antworten auch unten in dem Kommentar mitteilen, wenn du willst.

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Autor:

Hallo! Ich arbeite als Lehrer für Selbstverwirklichung und unterstütze Menschen dabei, sich selbst zu finden und ihr wirklich eigenes Leben zu leben. Mein Anliegen ist es, dass du dich komplett lebst mit allem, was in dir veranlagt ist. Erfahre hier mehr über die spannende Reise der Selbsterkenntnis und werde Selbstverwirklicher. // Über mich.

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Ich habe rausgefunden, dass in dieser unbewussten Verhaltensstruktur Glaubenssätze stecken, die uns (unbewusst) steuern. Wenn ich aber die Glaubenssätze als solche erkenne, und mir die Verhaltensstruktur bewusst mache, hört der Horror von allein auf. Ich muss bewusst (mit dem Verstand) nichts verändern. Die Änderung passiert auf eine ganz sanfte Art von alleine. Vielleicht möchtest du hören, welche Glaubenssätze ich hier rauslese:

    „Ich brauche es geliebt zu werden“ bzw. “ Ich brauche Liebe und Zuneigung von anderen Menschen“
    „Ich bin nicht geliebt“
    „Ich brauche Anerkennung von außen“
    „Meine Lebenszeit ist begrenzt“

    Ist das wirklich wahr? Wie du dich verhältst, hast du ja schon aufgezählt, doch wer wärst du ohne diesen gedanken?

    Ich finde Gefühle zulassen ist der erste Schritt zur Selbsterkenntnis, doch zu erkennen welcher Glaubenssatz dahinter steckt und diesen zu Überprüfen, ob das überhaupt wahr ist, was ich glaube, ist der wahre Pfad in die Freiheit.

    Du kennst es ja schon, und hast sogar die Vier Fragen von Byron Katie zur Überprüfung der Glaubenssätze sogar schon in deinem Blog vorgestellt. Ich finde es aber an dieser Stelle als Ergänzung für deine Leser sehr wertvoll.

    Alles Liebe!

    Aljonushka

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