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Das Ego und das illusionäre Selbstbild

Bist du im Leben unzufrieden und auf der Suche nach einer Veränderung, wirst du dich früher oder später deinem Ego stellen müssen! Die Art und Weise, wie es dein Denken beeinflusst, können dich vom wahren Glück fernhalten. Doch wie entsteht das Ego eigentlich und wie kannst du sein Spiel durchschauen?

Video: Wie entsteht das Ego?

Erfahre mehr dazu in diesem Video:

Jeder Mensch entwickelt automatisch ein Ego

Das Ego entsteht mit der Fähigkeit zu denken. Ab einem Alter von etwa drei Jahren lernen Kinder zunehmend, sich in der Welt auszudrücken und als eigenständige Persönlichkeit zu erfahren.
Sie lernen Regeln und Wörter wie „mein“ und „dein“. Es ist nicht mehr alles erlaubt und Kinder erleben, dass es in dieser Welt Trennung und Grenzen gibt.

Mit den Anforderungen an selbstständiges Handeln entwickelt sich auch das Denken. Kinder gleichen ab, bewerten, speichern Erfahrungen und verknüpfen diese zu Regeln.

Natürlich erfährt ein junger Mensch durch Beschränkungen auch Frust, den er vorher nicht kannte. Die komplexe und teils widersprüchliche Welt der Erwachsenen ist für einen jungen Geist nicht immer fassbar. Je mehr Widerstände oder gar Schmerz ein Kind erfährt, umso intensiver können sich schadhafte Ego-Strukturen ausbilden.

Ein gesundes Ego dagegen lernt, wie es sich in förderlicher Weise gegen andere abgrenzen und in dieser manchmal chaotisch erscheinenden Welt behaupten kann.

Das Ego und der Schatten

Passieren im Leben eines Kindes Dinge, die der Verstand nicht in seine Wissens- und Erfahrungsdatenbank einordnen kann, muss er improvisieren. Täte er das nicht, würden der emotionale Leidensdruck zu großen Schäden in der Psyche führen.

Der Verstand kann Pseudo-Zusammenhänge (Erklärungen) basteln, um Erfahrungen abzuschwächen und irgendwie begreifbar zu machen oder er verbannt Erlebnisse gänzlich aus dem Bewusstsein (Abspaltung). Aus diesen verdrängten Erlebnissen bildet sich im Laufe eines Lebens der Schatten aus.

In den Schatten gelangen nicht nur negative Eindrücke. Auch positive Ereignisse, die nicht ins System passen, können verdrängt werden. Hat ein Kind beispielsweise besondere Talente und Fähigkeiten, denen keine Beachtung geschenkt oder die herabgewürdigt werden, landen diese ebenfalls im Schatten.

Obwohl verbannt, geben diese Dinge nie wahrhaftig Ruhe. Ein Leben lang versuchen sich diese Erfahrungen bemerkbar zu machen. Sie möchten später im Leben neu erkannt und wieder integriert werden. Dieser Vorgang gehört zur Selbstfindung und zur persönlichen Entwicklung immer dazu.

Vielleicht kennst du gewisse Ereignisse, die sich immerzu wiederholen oder du begegnest ähnlichen Menschen-Typen. Das sind Hinweise, wo sich etwas in deinem Leben mehr Beachtung wünscht.

Gleichzeitig fürchtet sich das verletzte Ego davor, eben diese Erfahrungen erneut machen zu müssen. Es versucht alles, um den alten Schmerz und Frust auszuweichen. In diesem Zwiespalt drehen sich deine Gedanken im Kreis. Dein Leben kann dann von Vermeidungsstrategien beherrscht sein. Im Alltag bemerkst du das durch emotionalen Druck, Frust, Unerfülltheit und ein Gefühl der Hilflosigkeit.

Der Kampf des Egos und des Verstandes binden Lebensenergie und verhindern deinen freien Fluss. Das Gedanken-Karussell um Bewertung, Rechthaben und Einordnen hält dich davon ab, das Hier und Jetzt zu erfahren und dein Selbst zu entfalten und die Liebe zu finden.

So herrschen Ego und Verstand über deine Wahrnehmung

Die Bewertungs- und Verarbeitungs-Strukturen aus deiner Kindheit sind wie Gedankenfilter.

Eigentlich sollen diese Filter dein Leben vereinfachen. Dein Geist und dein Verstand nehmen in den ersten sechs bis sieben Lebensjahren eine Unmenge Daten auf. Irgendwann im Leben werden diese Grunddaten zu einer Art Autopilot.

Das kann praktisch sein, denn dann musst du nicht mehr alle Erlebnisse einzeln sortieren und bewerten. Sind aufgrund schlechter Erfahrungen und unverarbeiteter Traumata viele schadhafte Filter dabei, können diese dein Leben aber auch nachhaltig manipulieren.

Die Filter deines Egos formen dein Weltbild und deine Wahrheit. Sie sind sich selbst erfüllende Systeme. Das bedeutet, sie wollen immerzu recht haben. Dazu lenken sie deine Wahrnehmung auf einen Ausschnitt der Welt, der dir deine alten Erlebnisse und Eindrücke immer wieder bestätigt. Neue Erlebnisse, neue Menschen und Erfahrungen außerhalb der bekannten Parameter lassen sie schwerlich zu.

Die Sensoren deines Verstandes sind immerzu auf Signale ausgerichtet, die den vergangenen Schmerzerlebnissen ähneln. Sie wollen Gefahren rechtzeitig erkennen, um dich zu schützen, ziehen diese gleichzeitig aber magisch an.

Das Ego und die Negativität

Immer dann, wenn du als Kind besonders negativ empfundene Situationen erlebt hast, wurde dein trennendes und wertendes Ego regelrecht aufgeblasen. Kinder können Ungerechtigkeiten manchmal nicht verarbeiten. Steht ihnen dann niemand bei, tröstet oder liefert eine plausible Erklärung ab, baut sich das kämpferische Ego regelrecht auf.

Der Verstand und die emotionalen Verarbeitungswege sind überfordert. Die innere Spannung führt zu Schmerz, Wut, Traurigkeit und Frust. Darf ein Kind diese Emotionen nicht zeigen oder wird sogar bestraft, wird der innere Konflikt immer größer.

Dabei sind negative Gefühle und Emotionen in einer Welt wie der unseren zunächst normal. Wir können nun mal nicht einfach immer das tun, was wir wollen. Wir begegnen Grenzen und müssen Rücksicht auf Mitmenschen nehmen.

Positiv, negativ – das Geschenk der Dualität

Je nach Umfeld lernen wir früh die Identifikation mit Besitz, zwischenmenschlicher Konkurrenz, Verlust oder Mangel. Gleichzeitig sollte ein Kind aber auch Teilen, förderliche Kooperation, Zugewinn und ein Gefühl der Versorgung erfahren.

Den Spagat zwischen förderlich und hinderlich zu schaffen, ist eine Kunst, die Kindern und später dem Erwachsenen nicht immer gelingt.

Einerseits musstest du als Kind dein Spielzeug verteidigen. Vielleicht hätten dir die anderen Kinder deine Sachen sonst abgenommen und nicht mehr zurückgegeben. Andererseits können viele Erfahrungen in der Richtung, dass andere dir etwas wegnehmen wollen, zu einer Übersensibilität führen. Greifen Eltern dann entweder gar nicht (du fühlst dich mit der stressigen Situation alleine gelassen) oder auf eine abwertende Weise ein (böse Kinder!) ein, werden solche trennenden Erlebnisse verstärkt.

Als Folge entstehen teils heftige Angriffs- und Verteidigungsmechanismen. Jedes Mal, wenn ein Kind sich dir nähert, verteidigst du sofort vehement und verbissen dein Eigentum. Die verkürzten Verarbeitungswege der Filter sorgen dafür, dass du vorschnell urteilst, reagierst und gar nicht mehr abwartest, ob das Kind vielleicht gar nicht hinter deinen Sachen her ist.

Wahrscheinlich kennst du solche Situationen aus deinem Erwachsenenleben, der Arbeitswelt und vielleicht sogar deiner Partnerschaft.

Wie gut du insgesamt durchs Leben kommst, hängt davon ab, wie balanciert dein Erfahrungsschatz als Kind war.

Erlebst du viel Unzufriedenheit, hast das Gefühl nicht in deiner Wahrheit zu leben und siehst den Sinn deines Lebens nicht, hat die negative Wertung Überhand genommen. Doch die gute Nachricht ist, dass selbst darin immer ein Schatz verborgen liegt. Der wahre Wert einer Erfahrung liegt nur einen Gedanken entfernt. Stellst du dich als Erwachsener deinem Schmerz und Leid bewusst, kannst du zu einer ganz neuen Bewertung deiner Vergangenheit gelangen.

Extreme Ausprägungen des Egos

Nicht alle Menschen können sich sofort zu einem Umdenken und intensiver Selbsterforschung durchringen.

Typische Irrwege des Egos werden dich zunächst in Schuldzuweisungen und die immer gleichen Denk-Fallen führen.

Stark ego-basierte Menschen grenzen sich ab. Statt das Abenteuer der Selbstentwicklung zu wagen, werden sie sich Umfelder schaffen, in denen sie weiter recht haben können. Die Suche nach Gemeinschaft mit ähnlich geprägten Ego-Menschen ist normal. Manchmal entstehen regelrechte Leid-Gemeinschaften. Man lästert und schimpft gemeinsam über die böse Welt und schlimme Mitmenschen. Doch solche Bündnisse bringen dich nicht weiter und schaffen nur noch mehr Leid und Getrenntheit.

Andere fliehen sich in den Materialismus und versuchen dem Schmerz durch Konsum zu entkommen. Wer es sich leisten kann, kauft sich ein tolles neues Auto oder versucht im teuren Wellnessurlaub der inneren Stimme und dem emotionalen Druck zu entkommen.

Solche Ausweichmechanismen, die das Ego eine Zeitlang streicheln können, bringen nie lange Erleichterung. Nach ein paar Wochen ist die Freude verflogen und das Auto macht mehr Ärger denn Freude. Kaum sitzt du wieder an deinem Schreibtisch und ärgerst dich über deine unmöglichen Kollegen, ist auch der Wohlfühleffekt des Urlaubs dahin.

Das Ego wird dann in seinen alten Denkbahnen nach immer neuen Lösungswegen suchen, von denen du dir Wohlbefinden und Glück versprichst.

Das illusionäre Selbstbild

Wenn du einmal gelernt hast, in die Stille und Ruhe zu gehen und deinen inneren Stimmen zu lauschen, wirst du zunächst erschrecken.

Tausend Stimmen können wahrnehmbar sein und jede versucht dir etwas anderes weis zu machen. „Du musst kämpfen!“, „Du musst anders sein als die anderen!“, „Ja, es ist dein Recht, besser zu sein und dir dies und jenes zu nehmen!“ und so weiter.

Leider werden nur wenige Menschen in unserer Gesellschaft, der Schule und den derzeit geltenden sozialen Normen zu selbstloser Liebe und wahrer Aufrichtigkeit erzogen. Kampf, Konkurrenz und Neid sind viel wahrscheinlicher in einer Welt, in der man sich behaupten muss!

Nimmst du solche Stimmen bei dir wahr, solltest du sie zunächst da sein lassen. Dich für sie zu schämen, hilft dir nicht weiter. Da sind auch noch andere Stimmen.

Unter dem Wust aus Versuchen, jemand Besonderes zu sein, überzeugend zu wirken oder gut in der Welt dazustehen, steckt dein wahres Selbst. Doch dieses ist so leise, dass du es bisher vielleicht nur manchmal in besonders ruhigen Situationen vernommen hast.

Diese innere warnende Stimme wird vom Ego zunächst als bedrohlich angesehen. Es will sich weiter behaupten und kämpfen. Viele Menschen weichen der Stille deswegen vehement aus und beschäftigen sich lieber weiter exzessiv mit Ablenkungen wie Konsum, Fernsehen, Sex oder ständigen Gerede.

Der Ausweg aus dem Ego

Jetzt hast du einen kleinen Einblick bekommen, wie das Ego entsteht und welche Ausmaße es in deinem Leben haben kann.

Sicher möchtest du jetzt auch wissen, wo weitere Auswege zur Lösung der Ego-Falle liegen können!

Dies können wir gerne in einem kostenlosen Beratungsgespräch klären: Für Beratungsgespräch bewerben.

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Hallo! Ich arbeite als Begleiter für Selbstverwirklichung und unterstütze Menschen dabei, sich selbst zu finden und ihr wirklich eigenes Leben zu leben. Mein Anliegen ist es, dass du dich komplett lebst mit allem, was in dir veranlagt ist. Erfahre hier mehr über die spannende Reise der Selbsterkenntnis und werde Selbstverwirklicher. // Über mich. Dein Elias Fischer

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