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Spirituell leben: Über den bewussten Umgang mit Geld, Sex, Luxus und anderen Begierden

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Geld, Sex und die Vorzüge des materiellen Lebens sind Themen, die uns alle betreffen. Wir alle haben eine Beziehung dazu, die sollten wir uns bewusst machen und spirituell leben. Denn oftmals verstecken wir unser Verlangen und unsere Sehnsucht nach diesen Dingen. Das hat verheerende Folgen, wie ich es in diesem Artikel noch zeigen werde. Erfahre hier, wie du mit diesen brisanten Themen des Lebens spirituell und bewusst umgehen kannst, damit Frieden, Balance und Klarheit eintritt.

Unter meinem Monitor stapeln sich die Geldscheine. Es ist ein Teil der Einkünfte aus meinem letzten Workshop. Es ging darum, sich selbst zu leben, mit allem, was da in einem ist. In mir ist gerade eine Lust daran, die Fülle des Lebens immer mehr zu genießen. Das war nicht immer so.

Als ich begann, im spirituellen Bereich tätig zu sein, war da ein riesengroßer Zweifel und extreme Unsicherheit in Bezug auf das Thema Geld: „Darf ich mit einer spirituellen Tätigkeit überhaupt Geld verdienen?“. So möchte ich hier näher auf die Verlangen des Menschen nach Geld, Sex und Materielles eingehen, und auch von meinen Erfahrungen damit erzählen.

Inhalt

  1. Meine mangelhafte Ausgangssituation
  2. Die verborgene Lust nach Geld, Sex und Autos
  3. Die unterdrückte Sehnsucht und ihr Eigenleben
  4. Was bedeutet in diesem Zusammenhang Spiritualität für mich?
  5. Diese einfache Frage bringt Licht ins Dunkel
  6. Geld, Materielles und Sex sind per se nicht unspirituell
  7. Mein Fazit

Meine mangelhafte Ausgangssituation

Meine Ausgangssituation war die, dass ich ein Weltmeister darin war, mit möglichst wenig Geld gut leben zu können. Meine Gedanken über Geld und das ganze System drumherum waren auch nicht die besten. Ich habe mir zu wenig gegönnt und achtete auf die Preise wie ein Jäger auf das Wild. Gut fühlt sich das nicht an, wenn man sich ständig vor Augen führt, was man sich nicht leisten kann oder sich nicht gönnen will. Das hing unter anderem auch damit zusammen, dass ich mir das selbst nicht wert war.

Die verborgene Lust nach Geld, Sex und Autos

Auch heute muss ich das immer mehr lernen, dass ich es mir doch wert bin. Ich hab keinen Bock auf Sparen, auf das Bewerten von Preisen und auf Mangelgefühle. Ich habe gerade so richtig Lust, das Leben in seiner Fülle zu genießen, mit allem was uns diese Welt bietet. Und dazu gehört auch Geld, Materielles und Sex.

Ziemlich stumpf, möchte nun einer meinen. Das ist OK. Ziemlich unspirituell könnte man jetzt auch meinen. Auch das ist OK. Aber lass uns die Sache mal tiefer ansehen.

Die Themen Geld, Materialismus und Sex sind in allen Menschen verankert.

Das stell ich jetzt als These einfach mal so auf. Spür‘ mal rein. Wir können diese Anteile leugnen oder mit Bewusstheit anerkennen, dass sie in uns sind.

Deine Abneigung gegen Geld ist nicht anderes als die Sehnsucht nach Geld. Deine Abneigung gegen die Materie ist nichts anderes als die Sehnsucht, Materie zu besitzen und zu nutzen. Deine Abneigung gegen Sex ist nichts anderes als die Sehnsucht nach Sex.

Wärst du im Frieden mit Sex, Geld und Materie, gäbe es weder eine Abneigung noch eine Sehsucht. Es wäre einfach ein bewusster Bestandteil deines Lebens. Deine Beziehung zu diesen Thema wäre einfach klar und es gäbe keine Reibungspunkte.

So, und was passiert, wenn wir eine wie auch immer geartete Sehnsucht unterdrücken, z.B. weil wir denken „das darf nicht sein“, „sowas macht man nicht“, „das ist unkoscher“, „das ist verboten“, usw…?

Unspirituell leben: Die unterdrückte Sehnsucht und ihr Eigenleben

Ja genau, die Sehnsucht arbeitet weiter. Verborgen im Unterbewusstsein. Es ist eine Energie, die beginnt, ihr Eigenleben zu entwickeln. Und irgendwann, wenn du ihr in der ganzen Zeit immer noch keine Beachtung geschenkt hast, dann bricht sie aus. Und zwar unkontrolliert. Das endet darin, dass wir Dinge tun, die wir kurze Zeit später, wenn wir wieder bei Bewusstsein sind, bereuen.

Wie der Alkoholiker, der seine Kinder schlägt und sich am nächsten Tag entschuldigt. Mal als Extrembeispiel. Im kleineren Stile sind es die Bewertungen von Menschen, das Lästern über die Reichen, das Schimpfen über die Bösen usw.

Ein tolles Beispiel sind dabei die Lästereien über Attila Hildmann. Er schreibt die erfolgreichsten Vegan-Kochbücher und fährt Porsche. Zwei Dinge, die laut einigen Veganern nicht vereinbar sind.

Das findet tagtäglich in der sogenannten „spirituellen Szene“ statt. Es wird einfach nur einer Vorstellung von Spiritualität gefolgt, was darin endet, das keiner dieser „Spirituellen“ auch nur ansatzweise wahrhaftig spirituell ist. Aber keine Sorge. Das ging mir genauso. Meinen Erfahrungsbericht kannst du hier nachlesen: Als ich dachte, ich sei Eckhart Tolle.

Was bedeutet in diesem Zusammenhang „spirituell leben“ für mich?

Es ist der bewusste Umgang mit all dem, was in mir ist. Nochmals, weil es so essentiell und so wichtig ist:

Spirituell leben bedeutet, bewusst mit all dem umzugehen, was in mir ist.

Alle Wünsche, alle Sehnsüchte und alle Begierden wollen wahrgenommen werden. Erst mal einfach nur wahrgenommen werden. Nur so kann man auf spirituelle Weise damit umgehen kann.

Es bedeutet nicht, dass ich jeder Sehnsucht folgen muss und mir jeden Wunsch erfülle. Nein. Im Lichte meines Bewusstseins kann ich sehr wohl feststellen, was mir die Sehnsucht in Wahrheit geben soll. Und wenn es nichts ist, von dem ich abhängig bin, dann ist es OK, ihr zu folgen. Ich kann die Dinge aus Freiheit tun. Einfach nur, weil ich Bock darauf habe. Das ist spirituell für mich.

Unspirituell ist es, das, was in einem ist, abzutun als etwas, das nicht sein darf; es einfach wegzuwischen oder wegzuschauen. Unspirituell ist es auch, seinen Sehnsüchten blind zu folgen und ein Sklave seiner Begierden zu sein.

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Spirituell leben: Diese einfache Frage bringt Licht ins Dunkel

Beantworte dir in all deinen Handlungsimpulsen immer die folgende Frage:

Was soll es mir geben?“

Und stelle dir diese Frage bei jeder deiner Antworten erneut, bis du an den tiefsten Punkt angelangt bist, bei der Essenz deines Antriebes, um was es dir in Wahrheit geht. Das ist dann wirklich spirituell: Die Bewusstheit über sich selbst und die Ehrlichkeit zu sich selbst.

Der bewusste Umgang mit den eigenen Sehnsüchten ist also spiritueller als wir vielleicht denken. Der Weg ist nicht, sie auszublenden, sondern mit ihnen in Kontakt zu gehen.

Alles, was existiert, hat erst mal seine Daseinsberechtigung. Wenn wir damit in Kontakt und in den Dialog gehen, können wir mehr erfahren.

Geld, Materielles und Sex sind per se nicht unspirituell

Geld, Materielles und Sex sind per se nicht schlecht. Sie sind auch nicht unspirituell und können sehr wohl Teil eines spirituellen Lebens sein. Unsere Beziehung zu diesen Formen von Energie entscheidet, ob wir damit spirituell umgehen oder nicht.

Ich kann mich von meinem Geld oder Besitz abhängig machen, mein Selbstwertgefühl daran ketten und denken, dass ich selbst das sei. Ich kann aber auch einfach nur Freude daran haben, ein schnelles Auto zu fahren oder gutes Essen im Restaurant zu genießen. Das sind die einfachen Unterschiede, wie wir zu den Dingen stehen können.

Über das Lösen von Abhängigkeiten erfährst du hier mehr:

spiritualitaet-vs-materie

Spirituell leben mit Sehnsüchten: Mein Fazit

Ich habe also für mich erkannt, dass Geld, lustvolle Sexualität und materielle Genüsse ebenso zu einem spirituellen Leben gehören. Entscheidend ist einfach nur, wie wir dazu entstehen. Wichtig ist es dabei, dass wir uns nichts zwanghaft entsagen und uns von nichts vereinnahmen lassen. Das ist Lebendigkeit.

Zudem glaube ich auch daran, dass jeder Mensch gewisse Erfahrungen im Leben machen will, mit denen er erst zu spirituellen Erkenntnissen kommen kann. Die Integration unserer Schattenseite gehört also zu einem spirituellen Leben dazu.

Auf der mentalen Ebene verstehen, dass z.B. Geld alleine nicht glücklich macht, hilft nicht jedem weiter. Manche brauchen einfach die weltliche Erfahrung dazu. Und dafür ist unser menschliches zum Teil eben auch da: Das Sammeln von Erfahrungen.

So entsteht Weisheit und wir reifen spirituell.

Ich wünsche dir das Beste damit!

Fragen und Anregungen darfst du gerne unten als Kommentar weitergeben.

Fotos: thestocks  ColiN00B / geralt

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4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Elias.. .
    Mal wieder supergenial auf den punkt gebracht !!!
    Du sprichst mir aus dem Herzen.
    Es ist schön deine Beiträge zu lesen … DANKE
    Herzliche Grüsse
    Helen

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  2. Spiritualität – die Erfahrung das Alles ES ist

    Will ich es festhalten – spiele ich das Spiel der Illusion … kann Spaß machen – schafft langfristig Leid und ist keine Spiritualität

    Alles darf sein

    Genuss

    Das so zu lassen – einfachste und zugleich schwierigste Übung ever

    Peace

    Antworten

  3. Danke für den Artikel, Elias! Wirklich viele gute Punkte, aber vor allem die Frage „Was soll es mir geben?“ finde ich toll, um sie regelmäßig in den Alltag einzubauen, werde ich gleich einmal testen. Liebe Grüße, Joh

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