Suche
Suche Menü

Ich denke, also bin ich süchtig: Wenn Gedanken zur Sucht werden und was mir dabei hilft

Denken als Sucht

Schon mal daran gedacht, dass Denken auch eine Sucht sein kann? Geiler Gedanke, was? Wie ich finde, liegt das gar nicht so fern, zumindest wenn ich von meiner Perspektive spreche. Ich kann bestätigen, dass es mir Freude bereitet, neue, interessante Infos aufzusaugen oder stundenlang über dieses und jenes zu sinnieren, oder mir den Kopf über eine Problemlösung zu zerbrechen. Denken macht Spaß und wer wäre ich, wenn ich nicht mehr denken würde?!

Spannende Frage! Das Denken gibt mir Sicherheit. Wenn ich denke, „weiß“ ich wer ich bin und was ich bin: Ein denkendes Wesen. Aber was würde passieren, wenn mein Denken aufhören würde?

Das ist eine ziemlich unheimliche Vorstellung. Wer bin ich ohne meine Gedanken…

Aktuell schaffe ich kurze Pausen, in denen mein Verstand schweigt. Ich beobachte die Blätter des Baumes, der sich im Winde wiegt, den Hund, wie er mit seinem Hundekollegen spielt, oder ich lenke meine Aufmerksamkeit auf meinen Körper, wo ich mal mehr, mal weniger spüre und Körperempfindungen und Gefühle wahrnehmen kann.

Jedoch so richtig in meinem Körper zu versinken, das habe ich noch nicht geschafft. Ich spüre, dass meine Aufmerksamkeit vom Kopf ausgeht. Wie als ob dort die zentrale Steuereinheit sitzt, die den Körper steuert und beobachtet. Mein Wunsch ist es jedoch, völlig in den Körper zu sinken, um mich noch mehr und intensiver zu spüren.

Deshalb bin ich auch bei Christian Meyer gelandet, der das Aufwachen über Gefühle lehrt. Das ist auch der Punkt, den ich mir aktuell auch im Alltag angewöhnen möchte: Die Aufmerksamkeit immer wieder in den Körper lenken.

Ich habe das heute im Park mal gemacht, indem ich mich soweit entspannt habe, wie es mir möglich ist. Dann habe ich einfach in mich hineingehört, welche Töne und Bewegungen von meinem Körper kommen möchten.

Ganz langsam bin ich mit meinem Fahrrad heimgefahren und in diesem Moment des Schreibens spüre ich ein leises, wohliges Gefühl in meinem Bauch. Das ist bei mir schon was Besonderes, vor allem weil bei der Tätigkeit des Schreibens natürlich auch mein Kopf gefordert ist.

Wobei ich gerade über meine Worte ziemlich wenig nachdenke, sondern mehr meine Finger schreiben lasse. Irgendwie kommen die Wörter auch schneller, als ich schreiben kann. Das ist für mich ein wunderbarer Zustand. Es fließt einfach und hat Flow.

Denken als Mittel zur Ablenkung

Zurück zur der Sucht mit dem Denken. Denken ist auch ein wunderbares Mittel, um sich von den eigenen Gefühlen abzulenken. Das kann ich aus eigener Erfahrung ziemlich bestätigen. Oder anders gesagt: Es ist die Nummer Eins Droge für mich, seitdem ich denken kann!

Mein Weg zu meinen Gefühlen ist dabei gar nicht so leicht, denn der Ausgangspunkt meines Bewusstseins ist ziemlich gut im Kopf verankert. Die Kontrolle abgeben und Loslassen ist eine Herausforderung für mich. Und ich wünsche mir Glück dabei.

Ich lenke dafür meine Aufmerksamkeit so oft es geht auf den Körper, die Empfindungen und Gefühle, ohne darüber nachzudenken. Eine gute Führung in den Körper gibt Christian am Anfang dieses Videos.

Um überhaupt die Option zu haben, in diesem Moment anzuhalten und mich selbst zu spüren, ist Bewusstsein nötig, jedenfalls aus meinem jetzigen Kenntnisstand heraus. Ich sehe meine Gedanken, nehme sie wahr und auch die ganze Kette der vergangenen Gedanken. Dann halte ich inne und erinnere mich an das Hier und Jetzt, in dem ich auch meine Körperempfindungen fühle, wenn ich das Denken verringere und meine Aufmerksamkeit nach innen richte. Wie ich zu dem Bewusstsein über meine Gedanken gekommen bin, habe ich im Buch „Dinge, die ich mit 18 gerne gewusst hätte“ beschrieben.

Buch Dinge die ich mit 18 gerne gewusst hätte

In meinem ersten Buch habe ich dieses Thema genauer beschrieben. Es eignet sich hervorragend dafür, wenn du tiefer in dieses Thema einsteigen möchtest.
Alle Infos und Leseprobe anschauen

Inspiriert zu diesem Artikel hat mich ein tolles Interview mit Mariananda, das ich gestern gelesen habe. Und wer weiß, vielleicht denkst du jetzt auch ein bisschen anders über deine Gedanken (tolle Paradoxie :-)). Und vielleicht gehst du nun in Zukunft anders mit ihnen um, um noch mehr bei dir selbst anzukommen und deinen Körper mit Bewusstheit zu beleben und zu erleben.

Teile mir in einem Kommentar unten gerne deine Meinung darüber mit.
Ich bin gespannt!

Foto: time. / photocase.de

Gehe den Weg des Selbstverwirklichers

Nehme mit vielen anderen am Emailkurs teil und bleibe verbunden. Erkenne wer du wirklich bist, komme in deine Kraft und erschaffe ein Leben, das du wirklich liebst.

(Deine Daten werden vertraulich behandelt. Du kannst dich in jeder E-Mail wieder austragen.)

Autor:

Hallo! Ich arbeite als Lehrer für Selbstverwirklichung und unterstütze Menschen dabei, sich selbst zu finden und ihr wirklich eigenes Leben zu leben. Mein Anliegen ist es, dass du dich komplett lebst mit allem, was in dir veranlagt ist. Erfahre hier mehr über die spannende Reise der Selbsterkenntnis und werde Selbstverwirklicher. // Über mich.

Wie gefällt dir der Artikel?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (5,00 von 5)
Loading...

6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Das ist ein super Artikel Elias, die Burnout-Kliniken sind voll, weil die Menschen fast nur noch versuchen alles über den Verstand und das Denken zu lösen und sich dabei vom Gefühl und ihrem Körper abtrennen. Das macht auf Dauer krank. Ich teile den mal auf facebook :)

    Antworten

  2. Das ist wirklich ein großartiger Text, welcher nun ja, zum Denken anregt.

    Ich bin eigentlich ständig in Gedanken versunken und ehrlich gesagt will und brauche ich das auch.
    Allerdings bin ich auch oft erschöpft von diesen und so habe ich nun vor einiger Zeit eingeführt, jeden Abend 30 Minuten nicht zu denken. In dieser Zeit mache ich nichts. Ich sitze einfach nur da und genieße absolute Stille.

    Antworten

      • Natürlich hat es nicht von Anfang an geklappt, aber es ist eine reine Übingssache. Anfangs ist man sehr darauf konzentriert nicht zu denken oder sich ablenken zu lassen, aber irgendwann erreicht man einen Punkt, den ich garnicht genauer definieren kann, an dem man es einfach schafft. Führt man diese Übung dann jeden Tag durch, wird es zur Routine und es klappt wunderbar.

        Antworten

  3. Hi Elias,
    mir gehts ähnlich und ich weiß ich denke einfach zu viel und stimmt, Denken ist eine wirklich gute Ablenkung. Ich übe mich seit Wochen mehr im Hier & Jetzt zu sein und zu spüren statt zu denken, Problem nur dass dann Emotionen bei mir hochkommen mit denen ich nocht nichts anfangen kann, ich hab sie noch nicht ganz „begriffen“ und ich hab das Gefühl ich kann das noch nicht lösen, kann ich es lösen? Bin grad mal wieder in einer kleinen Selbstzweifelphase. Den Tip mit Christian Meyer und „Aufwachen über Gefühle“ klingt sehr interessant, werd ich mir anschauen, vielleicht sind es die nächsten Schritte und weitere Puzzleteile um es zu verstehen.
    Hab übrigens ein selbst entworfenes Lieblingszitat welches gut zu diesem Artikel passt:
    Ich denke nicht, also bin ich. :D
    Vielen lieben Dank für Gedanken und Infos teilen, ein sehr inspirierender Artikel <3
    Grüßis Denise

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.