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Wie weiß ich, was ich wirklich will?

Wie weiß ich, was ich wirklich will?

Wenn Du nicht wissen solltest, was Du wirklich willst oder Du gerade auf der Stelle trittst, dann ist dieser Artikel genau das Richtige für Dich. Hier erfährst Du, wie ich Schritt für Schritt meinen wahren Wünschen und Bedürfnissen näher gekommen bin und wie Du dies auch machen kannst. Dieser Artikel ist zeigt dir Möglichkeiten, wie du herausfinden kannst, was du wirklich willst.  (Gastbeitrag von Stephan Wießler.)

Mir ist langweilig. Ich sitze in der Bibliothek der Universität und habe vor mir mehrere Bücher und noch deutlich mehr lose Blätter liegen. Auf den Blättern sind aneinandergereiht Fachbegriffe, Definitionen, Rechnungen und Theorien aufgelistet. Über mehrere 100 Seiten hinweg.

In der nächsten Woche soll ich in einer Prüfung beweisen, dass ich diesen Inhalt möglichst gut verstanden oder auswendig gelernt habe. Zu manchen Themen schlage ich in einem der Bücher tiefergehendes theoretisches Wissen nach. Auch das langweilt mich.

Ich frage mich, wozu ich das überhaupt mache. Es interessiert mich einfach nicht. Meine Motivation, mich doch wieder den schwarzen Zeichen auf weißem Papier zuzuwenden ziehe ich aus dem Gedanken an einen Universitätsabschluss. Den brauche ich ja schließlich, denn sonst kann ich später kein Geld verdienen.

Und ist es nicht das, was wir alle brauchen? Geld?

Durch ein Bedürfnis nach Sicherheit angetrieben, verwende ich meine volle Konzentration, um mir mehr des für mich unnütz wirkenden Wissens einzubläuen. Genauso wie ich es mein ganzes Leben gelernt habe. Was sollte ich auch sonst tun?

Seit ein paar Jahren beschäftige ich mich mit meinen Zielen im Leben und das Universitätsdiplom steht weit oben auf der Liste, die ich dafür angefertigt habe. Tief in mir drinnen spüre ich, dass ich etwas verfolge, was ich eigentlich gar nicht haben möchte. Doch zu diesem Zeitpunkt ist mir noch nicht die Fähigkeit zu eigen, das auch für mich zu reflektieren.

Noch habe ich zu wenig gesehen, erfahren, erlebt, ausprobiert, Grenzen überwunden und mich für das Leben geöffnet um einen Bewusstseinszustand erreicht zu haben, der später für mich normal sein sollte. Einen Bewusstseinszustand, der mir ermöglicht meine wahren Wünsche und Bedürfnisse zu erkennen und zu leben.

Ich wühle mich weiter durch die zähe Materie und bestehe meine Prüfungen. Mit viel Aufwand und unterschiedlichsten Motivationstechniken kämpfe ich mich durchs Studium, um später in einem Beruf zu landen, der mich alles andere als erfüllt. Das Geld und somit die Sicherheit ist da. Ansonsten stimmt nichts.

Ich merke, dass ich mich auf dem falschen Weg befinde. Genauso wird mir auch klar, dass ich erst diesen falschen Weg gehen musste, um den für mich richtigen zu finden.

Mit jedem Schritt raus aus meinen gewohnten Mustern wird mir immer klarer was ich nicht haben möchte. Genauso gibt mir meine Entwicklung aber auch immer deutlichere Hinweise darauf, was ich wirklich will. Meine Ziele und mein Weg ändern sich über die Jahre. Über allem, was ich Neues ausprobiere, erfahre ich mehr über mich selbst und lerne meine Talente, Stärken und Schwächen besser kennen.

Ich öffne mich dem Leben und schaue mir unterschiedlichste Dinge an, die ich noch Jahre zuvor zutiefst ablehnte. Ich besuche unterschiedliche Kurse und Seminare, reise in unterschiedliche Länder und erweitere dadurch Schritt für Schritt meinen Horizont.

Die Ängste die sich hinter der Ablehnung von Neuem verborgen hatten verschwinden mit jedem Schritt ein wenig mehr. Heute bin ich offen und nehme Herausforderungen gerne an. Und durch die Loslösung von Ängsten und dem Bedürfnis nach Sicherheit weiß ich, was ich will.

Ein tiefes inneres Gefühl, was manche als Intuition bezeichnen würden, gibt mir genug Zeichen, was richtig und was falsch für mich ist.

Mit jedem Schritt durch meine Ängste und die Auflösung dieser kann ich diese Intuition klarer wahrnehmen. Ich fühle mich auf dem richtigen Weg.

„Ich weiß nicht, was ich will“ war gestern
So findest Du heraus, was Du wirklich willst

1. Setze Dir Ziele

Vor sechs Jahren habe ich mit Zielsetzung angefangen. Und es waren viele falsche Ziele dabei. Ziele, die eigentlich nicht das waren, was ich wirklich haben wollte. Viele der Dinge und Zustände, die ich angestrebt und auch erreicht habe, haben sich nicht als das herausgestellt, was ich wirklich haben wollte.

Aber das war nicht weiter schlimm, denn nur dadurch konnte ich entdecken, was ich wirklich will.

Und eines ist mir im Laufe der Jahre klar geworden: Setze lieber falsche Ziele, als gar keine. Denn ich für meinen Teil habe festgestellt, dass mich auch meine falschen Ziele weitergebracht haben. Ich habe mich dadurch weiter entwickelt und dadurch konnte ich viele Blockaden lösen, mehr Selbstbewusstsein aufbauen und im Endeffekt meine wahren Bedürfnisse immer besser kennenlernen.

Ziele setzen wir uns sowieso. Mit jeder Handlung, die wir Sekunde für Sekunde ausführen, streben wir etwas an. Deswegen macht es umso mehr Sinn, sich bewusst Ziele zu setzen. Und sind diese zu Beginn noch nicht optimal, wirst Du auf Deinem Weg immer Neues entdecken und dadurch deine wirklichen Ziele kennenlernen.

2. Manage Deine Zeit

Gerade, wenn Du unorganisiert bist oder Du unliebsame Aufgaben gerne aufschiebst, könnte Dir ein Zeitmanagement-System sehr nützlich sein. Auch dadurch läufst Du wieder vorwärts.

Ich für meinen Teil hatte eine Phase, in der ich ohne Druck nicht gehandelt habe. Ich habe meine Zeit vertrödelt, da ich einfach nicht wusste, wo es lang gehen sollte. Mir fehlte die Motivation.

Um das zu ändern habe ich dann ein System angewendet, mit dem ich mir Aufgaben genau terminiert habe. Dadurch bin ich riesige Schritte vorwärts gekommen. Ich habe dann die nötigen Handlungen unternommen. Auch wenn diese nicht immer direkt in die richtige Richtung geführt haben, haben sie mich weiter gebracht.

Mittlerweile benötige ich das nicht mehr, da meine Motivation sehr groß ist, da ich weiß, was ich will. Ich kenne mittlerweile meine Wünsche und Bedürfnisse.

Ich verwende dieses System nur noch, wenn wirklich viel Arbeit ansteht, um mich zu strukturieren. Nutze auch Du ein System! Terminiere Deine Aufgaben. Lege Dich fest. Und dann handle.

Buch Dinge die ich mit 18 gerne gewusst hätte

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3. Erweitere ständig Deine Komfortzone

Wenn Du in dem Bereich bleibst, den Du schon Dein ganzes Leben kennst, kann es passieren, dass Du Deine wahren Wünsche und Bedürfnisse niemals kennenlernst. Denn vielleicht liegen diese in einem Bereich, der im Moment noch irgendwo außerhalb Deiner „Wohlfühl-Zone“ liegt.

Ich habe früher Volkwirtschaftslehre studiert und in der Immobilienbranche gearbeitet. Im Fokus stand damals ein solider, sicherer an unsere Gesellschaftsstrukturen angepasster, konservativer Werdegang. So wurde mir es immer vorgelebt.

Dadurch, dass ich angefangen habe mich mit Dingen zu beschäftigen, die meinem damaligen Umfeld fremd vorkamen, habe ich erst meinen Weg finden können. Ich habe zunächst Bücher gelesen, über Themen die mich innerlich irgendwie gereizt haben.

Ich bin alleine ins Ausland gegangen, habe mich dann mit Themen wie Psychologie, Hypnose und Kommunikation beschäftigt, nur um herauszufinden, was davon mir Spaß bereitet. Es waren auch viele Dinge dabei, die mich nicht weiter interessiert haben, aber das konnte ich erst beurteilen, nachdem ich sie ausprobiert hatte.

Probiere auch Du Neues aus. Fühl in Dich rein und schaue, was Dich interessieren könnte. Mach es einfach, dann wirst Du schon das finden, was Dich interessiert. Erweitere stetig Deine Komfortzone und werde so flexibel.

Fang damit an, dass Du Dir einmal pro Monat etwas vollkommen Neues vornimmst. Etwas, dass Du noch nie getan hast. Finde damit heraus, ob es Dir Spaß macht und lerne Dich selbst besser kennen.

4. Umgib Dich mit Menschen, die Dich inspirieren

Menschen in Deinem Umfeld zu haben, die Dich Dein ganzes Leben durch begleiten, ist eine tolle Sache. Ich habe einen Freund, den ich kenne seit ich drei Jahre alt bin und ich unternehme immer noch sehr gerne etwas mit ihm.

Manchmal macht es aber auch Sinn, alte Bekannte loszulassen. Meiner Erfahrung nach genau dann, wenn ihr keine Gemeinsamkeiten mehr habt. Wenn Du etwas willst, bei dem Dich Deine Freunde nicht unterstützen. Es kann sogar so weit kommen, dass sie Dich versuchen zurückzuhalten.

Lerne neue Menschen kennen. Finde Menschen, die Dich inspirieren, die gut finden, was Du tust und Dich dabei unterstützen.

Ich habe neben meinen alten Freunden viele neue gefunden. Viele neue, die andere Ansichten und Erfahrungen haben. Die nachvollziehen wollen, was ich mache. Die mich unterstützen. Mit denen ich sogar zusammen Neues entwickle.

Wir haben gemeinsame Projekte und Ziele und inspirieren uns gegenseitig.

Ich empfehle Dir dasselbe zu tun. Suche Dir am besten Menschen, die schon dort sind, wo Du hin möchtest. Diese können Dich auf Deinem Weg am meisten unterstützen.

Fang am besten sofort damit an. Überlege Dir, welcher Mensch schon dort ist, wo Du hin möchtest. Und dann kontaktiere diesen Menschen. Frag ihn einfach, ob er Lust hat mit Dir einen Kaffee trinken zu gehen. Du kannst nur gewinnen.

Diese 4 Tipps haben mir geholfen herauszufinden, was ich vom Leben wirklich will. Ich denke, das sind tolle Inspirationen für dein Leben, die du zumindest mal ausprobieren kannst. Damit auch du mehr Klarheit bekommst und ganz genau weißt, was du wirklich willst.

Über den Autor

Stephan-Wiessler berlinStephan Wießler ist Trainer und Coach für Ausstrahlung. Er hat sich in den letzten Jahren intensiv auf die Suche nach den eigenen Wünschen und Bedürfnissen begeben. Und das mit Erfolg. Darüber und über viele andere Themen rund um Persönlichkeitsentwicklung schreibt er regelmäßig auf seinem Blog. Er gibt seine Erfahrungen auch in Seminaren und persönlichen Coachings weiter. Seine Angebote findest Du auf www.stephanwiessler.de.

Informationen zu seinem nächsten Seminar:
Charisma – Ausstrahlung, Selbstbewusstsein, Freiheit

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Foto: ohneski / photocase.com

PS: Trage dich gerne kostenlos in meinen Email-Verteiler ein, um mit mir in Kontakt zu bleiben. Weitere Inspirationen findest du auch in meinen Büchern. Wenn du an tieferen Erfahrungen interessiert bist, bist du zu meinen Events eingeladen.

Autor:

Hallo! Ich heiße Elias und bin Selbstverwirklicher. Ich schreibe hier über Dinge, die ich gerne schon mit 18 gewusst hätte und zu einem erfüllten Leben beitragen. Meine Aufgabe ist es, dich auf deinen Weg der Selbsterkenntnis und Verwirklichung zu unterstützen. Mehr erfahren: Deine Selbstverwirklichung - Mehr über mich: Elias Fischer

5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich finde den Artikel mal wieder super!
    Das Einzige, dem ich nicht völlig zustimmen kann ist folgende Passage

    „Manchmal macht es aber auch Sinn, alte Bekannte loszulassen. Meiner Erfahrung nach genau dann, wenn ihr keine Gemeinsamkeiten mehr habt.“

    Ich finde gerade mit Leuten umgeben zu sein, mit denen ich nicht allzu viel gemeinsam habe sehr interessant. Wie lanweilig wäre es denn, mich nur mit Menschen zu umgeben, die das gleiche mögen wie ich?
    Nein, dem kann ich nicht zustimmen!

    Antworten

    • Hallo Julia,
      ein Freund von mir führt momentan eine Beziehung mit einer Frau die im Bereich Kunst- und Jugendlichen-Psychologie arbeitet. Er arbeitet selbständig im Bereich Verlagswesen und baut sich einen eigenen Verlag auf.
      Bei den beiden ist es so, dass er oft genervt ist, wenn sie von ihrer Arbeit erzählt, da für ihn die Arbeit so wichtig ist, dass er am liebsten den ganzen Tag nur Informationen über seinen Bereich aufnehmen möchte.
      Ich habe ihm geraten, sich eine Frau zu suchen, die besser zu ihm passt. Eine Frau die beruflich ähnlich tickt, damit man eine breitere Basis hat auf der man sich austauschen und gegenseitig helfenkann sich zu entwickeln.

      Gruß
      Markus

      Antworten

  2. „Durch ein Bedürfnis nach Sicherheit angetrieben, verwende ich meine volle Konzentration, um mir mehr des für mich unnütz wirkenden Wissens einzubläuen.“ Ohhhh ja dafür ging viel Energie drauf!!

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  3. Toller Artikel, vielen Dank dafür!
    Da ich gerade erst beginne, mich mit diesen Dingen zu beschäftigen, fällt es mir noch schwer, Handlungen abzuleiten aus dem, was ich theoretisch verstanden habe.
    Geld mag sicher nicht das allerwichtigste sein. Dennoch wird es benötigt, um z.B. reisen zu können.
    Gerade hierin liegt meines Erachtens die größte Schwierigkeit. Wenn man zwar eine Arbeit ausübt, die einen nicht erfüllt, so gibt einem das Einkommen doch die Sicherheit und eben auch Möglichkeiten. Auf der anderen Seite fehlt wiederum die Zeit, die man vielleicht lieber in andere Dinge investieren würde als die Arbeit. Ist doch irgendwie paradox: Das Selbe, was einem Möglichkeiten öffnet, verhindert gleichzeitig, diese in vollem Umfang auszuleben. 6 Wochen Urlaub sind eben zu wenig. Und die zwei Tage Wochenende sowieso, ganz zu schweigen, von den wenigen Stunden, die einem unter der Woche am Tag noch bleiben. Sicherlich gibt es Wege aus diesem Dilemma, aber es fällt eben, wie in dem Beitrag erwähnt, schwer, diese „Sicherheit“ aufzugeben.
    Wenn man nun, darüber hinaus, als Familienvater auch noch die Verantwortung für das Auskommen bzw. „die (finanzielle) Sicherheit“ für die Familie trägt, erschwert einem das noch mehr, diese Barieren zu überwinden.
    Mich interessiert, ob es Famlienväter gibt, die es geschafft haben, herauszufinden, was sie wollen ohne dadurch das „Familienwohl“ zu gefährden? Das wären z.B. Menschen, von denen ich mich, wie unter 4. beschrieben, inspirieren lassen möchjte 😉

    Grüße
    Timur

    Antworten

    • Der Weg in ein komplett selbstbestimmtes Leben kann ich in den folgenden Schritten grob beschreiben:

      1. freie Zeit schaffen (unwichtige Tätigkeiten kündigen, Halbtagsstelle, verfügbare Zeit effektiv und sinnvoll nutzen)

      2. in der „freien Zeit“ alles erleben und erkunden, was das eigene Herz zum Lachen bringt

      3. sind Themen gefunden, mit denen man sich vorstellen kann, sich langfristig selbstständig zu machen, diesen Plan forcieren

      Glaube, Disziplin und Freude am Erschaffen sind dabei wichtige Zutaten, die das Vorhaben erst ermöglichen.

      Ein Buchtipp, um sein Leben dahingehen zu strukturieren und zu planen:
      Die 4 Stunden Woche

      lg
      Elias

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