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Wann warst du das letzte Mal mit dir verabredet?

Verabredung mit dir selbst

Meine Liebste hat mich gerade mal wieder enttäuscht. Wir haben uns verabredet, um zusammen auf ein Konzert zu gehen. Nun teilte sie mir eben mit, dass sie noch ihren besten Freund eingeladen hat und nicht wisse, wie die genaue Abendplanung aussieht, da er eventuell länger arbeiten müsse. Was auch immer. Das ist nicht das erste Mal, dass sie eine gemeinsame Planung ohne mein Beisein verändert. Ihr Freund kann gerne mitkommen. Was mich daran jedoch wirklich stört, ist, dass sie das nicht früh genug mit mir abspricht, sondern es irgendwann beiläufig erwähnt, als sei es das Normalste der Welt.

Ich habe in unserer Diskussion darüber auch herausgefunden, dass die Wörter, die wir verwenden, für uns eine unterschiedliche Bedeutung haben. Wenn ich also vereinbare, „dass wir zusammen auf das Konzert gehen“, bedeutet das für mich wortwörtlich, dass wir uns vorher treffen und dann zusammen auf das Konzert gehen. Für sie kann es aber auch bedeuten, dass wir alleine auf das Konzert gehen und uns dann irgendwo auf dem Konzert, wo auch Freunde von uns sind, zusammenfinden.

Für mich ist so eine gemeinsame Vereinbarung wichtig. Moment mal, da steckt ein Glaubenssatz dahinter: „Meine Freundin muss gemeinsame Vereinbarungen einhalten.“ Ich werde das mal eben überprüfen.

Mit einer „gemeinsamen Vereinbarung“ entsteht bislang ein Bild von der Zukunft, von dem ich ausgehe, dass es stattfinden wird. Ich hafte mich also in gewisser Weise an dieses Geschehen an und bin unglücklich – so wie jetzt – wenn es doch nicht stattfindet.

Generell habe ich ja keinen Grund, Glaubenssätze zu behalten, die dafür sorgen könnten, dass ich unglücklich werde. Wenn ich mich davon löse, dass „gemeinsame Vereinbarungen eingehalten werden müssen“, werde ich auf mich selbst zurückgeführt. Das bedeutet, wenn die Vereinbarung nicht stattfindet, habe ich immer noch mich selbst und mein Leben, das ich genießen kann – oder eben nicht, wenn ich die Verbindung zu mir (noch) nicht schätze oder mein Leben vernachlässigt habe.

Und das ist genau der Punkt, von dem ich meine, der mir dadurch gespiegelt werden soll. Was ich nämlich von ihr will, ist „dass sie die gemeinsame Planung nicht mehr ohne mich zu befragen verändert.“

Da alles, was ich über das Außen zu sagen haben, eine Projektion meines Selbst ist, muss ich das Ganze nur noch auf mich umkehren: „Ich will, dass ICH die gemeinsame Planung (mit mir) nicht mehr ohne mich zu befragen verändere.“ Genau so wie: „Sie will, dass ich die gemeinsame Planung (mit mir) nicht mehr ohne mich zu befragen veränderet.“

Das ist meines Erachtens der zentrale Punkt, denn er wurde mir in letzter Zeit schon öfters gespiegelt. Es geht dabei nicht um die gemeinsame Planung, die ich mit anderen Menschen habe, denn die halte ich ein. Ich steh einfach zu meinem Wort, wenn ich es gegeben habe. Es geht hier aber in Wahrheit um die gemeinsame Planung, die ICH mit MIR habe.

Mir ist aufgefallen, dass ich mich zu wenig um mich selbst kümmere und mich zu wenig auf mein Leben ausrichte. Ich hab mir zu wenig Zeit für mich selbst genommen, in der ich einfach nur mit mir bin und in der ich mir und meinem Körper Aufmerksamkeit schenke.

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Ich habe auch festgestellt, dass ich meine Lebensplanung vernachlässige und sie zu stark von einem anderen Menschen abhängig gemacht habe – in diesem Fall von meiner Freundin. Es ist ein altes Muster, in dem ich versuche die Hürde, „mein Leben zu meistern“ zu umgehen, indem ich mich einfach an eine Frau „dranhänge“ und etwas mit ihr zusammen aufbauen will. Das spiegelt sie mir sehr gut, denn jedes Mal, wenn ich meinen Weg auch nur um 30 Zentimeter verlasse, aus Faulheit mich meinen Herausforderungen zu stellen, dann drückt sie bei mir einfach den „emotionalen Alarmknopf“. So wie jetzt.

Eigentlich kann ich ihr dankbar dafür sein, denn sie rüttelt mich damit wieder wach. Es ist ein Hinweis dafür, die Illusion und die Flucht vor mir selbst wieder zu verlassen, um mich in Aufrichtigkeit mich, meinem Leben und meiner Mission zu widmen.

Ich wollte dich an dieser Erkenntnis teilhaben lassen und dich fragen, wann du dich das letzte Mal mit dir selbst verabredet hast? Wann warst mal so richtig mit dir selbst, hast dich in den Arm genommen oder dir Gedanken über die Dinge gemacht, die du im Herzen wirklich gerne tun möchtest? Ja, wann hast du dich zuletzt in Stille mit deinem Herzen verbunden und es einfach nur mal gehört?

PS: Es ist jetzt eine Stunde vergangen. Was passiert ist, als ich diesen Text schrieb, ist, dass ich eine Verabredung mit einem anderen Menschen vergessen habe. Ich tat also, wozu ich in diesem Moment Lust hatte, nämlich meine Emotionen und Erkenntnisse aufs Papier zu bringen, und im gleichen Moment habe ich meine Verabredungen mit der Außenwelt vergessen und einen Menschen versetzt.

Das ist das erste Mal, dass mir so was passiert. Vor allem bei einem Coaching-Termin mit einem Klienten. Ich kann dadurch natürlich auch meine Freundin besser verstehen, die auf jeden Fall mehr im Moment lebt, „ihr Ding“ macht und dadurch auch Freunden oft absagt, zu spät kommt oder die Pläne ändert.

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Autor:

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. wunderbarer Text und extrem hilfreich! Ich danke dir von ganzem Herzen, Elias :)

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