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Warum negative Kritik in manchen Fällen überflüssig ist

Wie gehe ich am besten mit Kritik um?

Im vergangenen Artikel habe ich darüber gesprochen, dass „destruktive Kritik“, die bewertend und vernichtend ist, richtig überflüssig ist und keinem weiterhilft. In diesem Artikel möchte ich dir noch einige Fälle aufzeigen, in denen für mich selbst „negative Kritik“ Zeitverschwendung ist.

Um Missverständnisse zu vermeiden, möchte ich zu Anfang klarstellen, von welchen Fällen ich hier (nicht) spreche. Ich beziehe mich in diesem Artikel nicht auf die Kritik innerhalb intimer menschlicher Beziehungen. Sobald Menschen direkt miteinander zu tun haben – wie z.B. Kollegen, Freunde, Paare – sollten sie sich für ein harmonisches und glückliches Zusammensein über ihr Befinden sachlich und respektvoll austauschen. Dazu gehört auch das Mitteilen von Dingen, die einem nicht passen (negative Kritik). Ist die Kritik jedoch von Trotz, Beschimpfung, Recht-haben-wollen oder Rechtfertigung geprägt, führt sie selten zu einem brauchbaren Ergebnis und ist deshalb überflüssig.

Ich möchte in diesem Artikel eher auf die negative Kritik eingehen, die manche Menschen über die Dinge und Menschen äußern, die ihnen beiläufig begegnen. Wie z.B. ein Buch, mit dem sie „nichts anfangen“ können und im Boden zerstampfen. Oder wenn sie sich durch die Worte einer Person (des öffentlichen Lebens) angegriffen fühlen und ihren Ärger darüber kundgeben. Es geht also um die Fälle, in denen ein Mensch nicht zwangsweise mit einem anderen Menschen ein Problem hat, sondern mit der Information, die von dieser Person stammt.

Warum ist in solchen Fällen negative Kritik überflüssig?

Nehmen wir ein einfaches Beispiel: die Buchbewertungen von Lesern auf den Webportalen. Jemand liest also ein beliebiges Buch seiner Wahl, findet es auf gut Deutsch „beschissen“ und macht den Inhalt samt Autor nieder. Wem ist damit geholfen? Niemandem! Solch ein Vorfall zeigt einfach nur, dass das Buch nicht oder „wie die Faust aufs Auge“ zum Leser passt.

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Nehmen wir den ersten Fall, in dem ein Buch nicht zum Leser passt. Da kann ja das Buch nichts dafür. Sicherlich gibt es andere Menschen, die damit viel mehr anfangen können. Jeder kann sich also mal im Regal vergreifen, aber das ist noch lange kein Grund, es dann für schlecht zu bewerten. Es ist einfach in einer anderen Sprache geschrieben, als es der Leser versteht. Oder die Inhalte sind weit von seiner Weltsicht entfernt, sodass er es auch nicht verstehen kann. Wer dann mit negativer Kritik antwortet, hat kein Interesse daran, sein Bewusstsein zu erweitern; neue Erkenntnisse und Inspirationen für sein Leben zu gewinnen.

Im zweiten Fall, in dem die Inhalte eines Buches voll zum Leser passen, er es aber mit negativer Kritik von sich weist, geht Folgendes vor: Die Inhalte wecken einen Schmerz in ihm, den er seit langer Zeit mit sich herumträgt und noch nicht geheilt hat. In den eigenen Keller der Vergangenheit zu gehen und an sich zu arbeiten, um sich weiterzuentwickeln, ist nicht jedermanns Ding. Einige Menschen scheuen sich sehr davor und verdrängen lieber die Wahrheit. Das belegen sie damit, in dem sie das, was sie nicht sehen wollen, kritisieren, für falsch erklären und ins Lächerliche ziehen.

Menschen, die aus diesen beiden Gründen kritisieren, verschwenden damit ihre Lebenszeit. Manche Menschen verbringen nämlich ziemlich viel Zeit damit und machen es teilweise sogar zu ihrem Lebensinhalt.

Wie kann ich stattdessen reagieren?

Anstatt die ganze Zeit meine Hände auf die Augen zu legen und vor der Wahrheit wegzurennen, könnte ich mich auch der Sache stellen. Wenn ich das Problem löse, hat sogar das Wegrennen ein Ende. Ich könnte mich in solch einer Situation also fragen:

  • Was hat das mit mir zu tun?
  • Warum berührt mich das und macht mich wütend?

Ich wünsche all jenen Menschen den Mut und die Aufrichtigkeit, sich diese Fragen zu beantworten.

Das Bewerten und Vergleichen, das Teil dieser negativen Kritik ist, kommt aus dem konditionierten Verstand und nicht aus dem Herzen. Wozu also für schlechte Stimmung sorgen, wenn ich mich doch auch für eine Erweiterung meiner Weltsicht inspirieren lassen kann oder sogar mehr über mich selbst lernen kann?

Jede Information hat ihre Da-Seins-Berechtigung. Alles, was ist, hat seinen Sinn, auch wenn du ihn (noch) nicht sehen kannst. Wenn du das nächste mal in die Versuchung kommst, negativ zu kritisieren, probiere doch mal folgende Formulierungen aus:

  • „Ich sehe das so…“
  • „Ich empfinde dabei…“
  • „In meiner Welt ist das so, dass…“
  • „Ich habe dabei folgende Gedanken: …“

Achte darauf, dass du die Aussage des anderen nicht bewertest, sondern nur von dir sprichst und erklärst, was das mit dir macht.

Von sich selbst und seinen Gefühlen zu sprechen ist immer der bessere Weg, der ein konstruktives Lösen eines Problems ermöglicht. Über die eigenen Gefühle zu sprechen ist mutig. Und diesen Mut haben viele nicht. Sie verschließen sich lieber und werfen mit Steinen. Würden die Menschen endlich beginnen, über ihre Gefühle und Bedürfnisse zu sprechen, könnten wir die Probleme der Welt vielleicht schneller lösen, als wir es uns vorstellen können. Sich zu bekriegen und zu kritisieren ist dann nicht mehr notwendig, denn es geht auch friedvoll mit dem Mitteilen der eigenen Gefühle und Bedürfnisse.

Auch in meinem Buch „Dinge, die ich mit 18 gerne gewusst hätte“ spreche ich über mein Bild der Zukunft, das von einem harmonischeren Zusammensein der Menschen geprägt ist. Dazu Bedarf es bei jedem Menschen einer Balance zwischen Herz und Verstand. Denn nur, wenn wir auch im Herzen sind, können wir liebevoll mit Vergebung, Respekt und Verständnis für den anderen antworten.

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Foto: sandrobrezger / photocase.com

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