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Spiritualität und Geld verdienen: So habe ich beides unter einen Hut bekommen

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(Ein Gastartikel von Lea Hamann) Viele Menschen glauben, dass man sich entscheiden muss, zwischen dem Wunsch etwas Gutes zu tun und dem Wunsch Geld zu verdienen. Es gibt eine tiefe Überzeugung, dass diejenigen, die anderen Menschen wirklich helfen wollen, dafür kein Geld verlangen dürfen. Stimmt es wirklich, dass wir entweder ein spiritueller Mensch sind, der in Armut lebt oder ein reicher Mensch, der nur seine Gier auslebt? Gibt es einen Weg, wie wir diese beiden Extreme vereinen können, so dass ein liebevoller, balancierter Weg entsteht, der allen dient?

Von der Sinnkrise zum Neubeginn

Als ich in der Schule war und mir bewusst wurde, dass die meisten heutigen Berufe von uns verlangen, dass man den größten Teil seines Lebens in einem Büro – oder einer anderen Arbeitsstelle verbringt – wurde mir ziemlich schnell bewusst, dass ich das nicht möchte.

Ich möchte leben! Das wurde mir bewusst.

Ich möchte tun, was mich wirklich erfüllt.

Ich möchte Zeit haben für meine innere Entwicklung.

Auf meiner Suche nach einem Beruf, der mir mehr Freiheit ermöglicht, habe ich begonnen, Kunst zu studieren. Doch als ich meinen heiß ersehnten Studienplatz endlich hatte, sind meine Vorstellungen ziemlich schnell enttäuscht worden.

Schon im Studium zeichnete sich klar ab, wer erfolgreich ist und wer nicht. Ich lernte schnell, wie freundlich man zu den Galeristen sein muss, von denen man entdeckt werden möchte.

Beim Gedanken, dieses Spiel mitzuspielen, wurde mir übel. Ein Leben lang mich bemühen, anderen zu gefallen und mich gegen meine Konkurrenten durchzusetzen? Nein danke!

Ich fiel in eine ziemliche Sinnkrise. Ich fragte mich, warum ich eigentlich hier auf der Erde bin. Ich fragte mich, was der eigentliche Sinn des Lebens ist.

Zum ersten Mal spürte ich, dass ich die Antworten nicht außen finden kann. Es ist nicht der nächste Job, der mir die Antwort geben kann. Es ist nicht ein neues Studium, was mir den Weg zeigen wird.

Also entschied ich mich dafür, nach innen zu hören und nach neuen Antworten zu suchen. Zwar sagte mein Verstand, dass ich jetzt endgültig verrückt geworden bin, doch irgendwo fühlte es sich stimmig an.

Selbst wenn ich nichts finden sollte, so wollte ich mir zumindest einmal die Chance geben, meine innere Wahrheit wahrzunehmen.

Jeder Mensch trägt etwas Besonderes in sich

Einige Monate lang verbrachte ich den größten Teil meiner Zeit damit, nach innen zu lauschen. Ich lernte, meinen Atem wahrzunehmen und mir selbst näher zu sein. Ich begann, mich mit meiner eigenen Seele zu verbinden.

Irgendwie spürte ich, dass da etwas sein muss, was ich entdecken kann. Ich suchte nach dem tieferen Sinn für mein Leben.

  • Warum bin ich hier?
  • Was habe ich mitgebracht?
  • Was kann ich einbringen?

Diese Fragen bewegten mich viele Monate. Natürlich habe ich erwartet, eine schöne logische Antwort auf diese Fragen zu erhalten. Doch so einfach war es nicht. Denn die Antwort hat sich in den letzten zehn Jahren meines Lebens Schritt für Schritt entfaltet.

Doch damals, ganz zu Beginn meines Abenteuers, habe ich den Wunsch gespürt, andere Menschen auf ihrem Entwicklungsweg zu begleiten. Ich habe erkannt, dass ich nicht die Einzige bin, die durch eine tiefe innere Veränderung geht.

Natürlich kam es mir ein wenig seltsam vor, mit Anfang zwanzig – und ohne abgeschlossene Ausbildung – mich einfach hinzustellen und zu sagen: Ich begleite Menschen auf ihrem Weg. Ich kann das!

Viele meiner anfänglichen Klienten waren absolut erstaunt über mein Alter und ganz oft hörte ich den Satz: „Du bist so alt wie meine Tochter“. Doch in der Verbindung mit der Seele spielt unser menschliches Alter zum Glück keine allzu große Rolle.

Ich merkte schnell, dass ich niemand bin, der eine riesige Kiste mit theoretischem Wissen angehäuft hat, sondern mein Weg ist es, mich mit der immer fließenden Quelle der Weisheit in meinem Inneren zu verbinden.

Oftmals lernte ich selbst ganz viel, wenn ich die Antworten meiner Klienten beantwortet habe. Die Antworten kamen tief aus meinem Inneren und waren immer wieder neu und berührend.

Tun was dich erfüllt und Geld damit verdienen

Als mein Vater mir dann mitteilte, dass er nicht bereit ist, mich finanziell zu unterstützen, wenn ich nicht weiter studiere, stand ich vor einer Entscheidung.

Soll ich mir einen Job suchen und meine Begleitungen als Hobby nebenbei machen? Oder gebe ich meiner Begleitung einen Preis, von dem ich leben kann?

Ich wusste, dass nur wenig Zeit für meine Begleitung übrig bleiben würde, wenn ich sie kostenlos anbiete. Einfach nur irgendeinen Job zu machen, der mich nicht erfüllt, kam mir auch nicht wirklich stimmig vor.

So gab ich mir einen kleinen inneren Schubs und begann meine Begleitungen gegen Geld anzubieten.

Womit ich nicht gerechnet habe, waren die Gefühle, die aufkamen, als ich meinen Preis auf meine Webseite eingefügt habe. Ich kam mir vor wie ein Schwerverbrecher. Es gab tausend Stimmen in mir, die mir sagten, meine Arbeit sei nichts wert.

„Du hast doch schon Freude an deiner Arbeit – und jetzt willst du auch noch Geld dafür!“, donnerten meine inneren Kritiker.

Ich schämte mich jedes Mal wenn es nach einer Sitzung Zeit war, mein Geld in Empfang zu nehmen. Oftmals erwischte ich auch Klienten, die nicht gerne bezahlt haben oder meine Preise runterhandeln wollten.

Ich merkte schnell, dass ich mich mit dem Thema Geld auseinandersetzen muss, wenn ich die Freude an meiner Arbeit bewahren möchte.

Die Beziehung zum Geld heilen

Meine Beziehung zum Geld begann in meiner Kindheit. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich meine Eltern abends laut streiten hörte – und es ging meistens um Geld.

Ich lernte schon früh, dass Geld etwas ist, vor dem man sich fürchten muss. Ich lernte, dass es einige wenige gibt, die viel Geld haben und viele, die wenig haben. In meinem Inneren entstand ein sehr negatives Bild von denen, die Geld haben.

Als ich mir meine inneren Überzeugungen bewusst gemacht habe, war mir schnell klar, warum ich ein solches Problem damit habe, Geld anzunehmen. Schließlich wollte ich mich nicht in einen „reichen Schnösel“ verwandeln.

Es tat gut, diese alten Bilder zu verabschieden und mich für eine neue Beziehung zum Geld zu öffnen. Meine Seele zeigte mir immer wieder, dass Geld letztendlich nur eine Energie ist. In seiner Essenz ist Geld eine reine Energie – weder gut noch schlecht.

Wie Geld wirkt, kommt ganz darauf an, was wir Menschen mit dem Geld machen – wie wir es annehmen und in welche Richtung wir es lenken. Je mehr Menschen ihre Beziehung zum Geld heilen, desto schneller wird sich auch das äußere Geld-System wandeln.

Ich habe mir angewöhnt, mich für den Fluss meines Geldes zu öffnen. Meine Seele übte viele Jahre lang mit mir, mein Geld auf liebevolle Weise fließen zu lassen.

Geld wurde ein treuer Begleiter auf meinem Weg.

Zwar kann Geld nie der einzige Grund dafür sein, etwas zu tun – aber Geld ist ein wunderbarer Nebeneffekt.

Das Annehmen von Geld erlaubte mir unter anderem, immer mehr kostenlose Angebote in die Welt zu bringen. Auf einmal war es mir möglich, kostenlose Videos zu veröffentlichen, hilfreiche Texte zu schreiben und tägliche Inspirationen auf Facebook zu verbreiten.

Geld und Spiritualität

Je mehr Freude ich an meinem eigenen Leben hatte, umso mehr reifte der Wunsch in mir, andere Menschen dabei zu unterstützen, zu tun, was sie erfüllt und damit Geld zu verdienen.

Es war mir nicht genug, Menschen zu helfen innerlich frei zu werden – und sie äußerlich in Berufen stecken zu lassen, die ihre Gesundheit zerstören und ihnen ihre Zeit wegnehmen. Ich merkte, dass zu einem ganzheitlichen Weg in die Freiheit gehört, dass wir lernen, in Freude Geld anzunehmen.

Für mich ist Spiritualität etwas, das sich auf alle Bereiche unseres Lebens erstreckt. In jeden Bereich können wir Liebe und Bewusstheit einbringen. Jeder Winkel unseres Lebens darf in Balance kommen.

Ich bin davon überzeugt, dass es der Welt gut tut, wenn mehr spirituelle, bewusste und liebevolle Menschen Geld annehmen.

Je mehr Menschen ihr wahres Potenzial einbringen und sich eine liebevolle Einnahmequelle erschaffen, desto bunter wird unsere Welt.

Wir können Geld in liebevolle Bahnen lenken. Wir können neue Schulen eröffnen, neue Wege ebnen und Projekte fördern, die gut für Umwelt und Menschen sind.

Geld, das wir in Liebe annehmen und weiter fließen lassen, trägt diese Schwingung in die Welt hinein.

Die Einladung an dich

Welche Gefühle kommen auf, wenn du dich mit dem Thema Geld beschäftigst?

Welche Überzeugungen und Prägungen haben dich geprägt?

Wenn du Lust hast, dann teile deine Erfahrung in den Kommentaren.

Liebe Grüße, Lea

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Foto: Istockphoto © Petar Paunchev

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Autor:

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11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hi lea, interessant was du schreibst und vor allem das du dich selbst gefunden hast indem du in dich hineinhörst. Ich bewundere es weil ich nicht besonders weiter komme damit. Kling jetzt total nach hollywood. Aber ich nehme immer und überall elektrische und/oder ?? Magnetische energie wahr. An menschen, gegeständen, orten e.t.c besonders nachts was wirklich unheimlich ist. Meistens mit den augen oder meiner haut. Nur weiß ich nicht was ich damit anfangen soll, bin ja eher bodenständig aber es lässt mir keine ruhe. Mit aura hat das glaub ich nicht viel zutun weil ich da auch nicht weiter gekommen bin. Vielleicht hast du ja einen tip wohin ich mich wenden könnte. Es ist ernst gemeint ich habe das seit frühster kindheit. Danke im vorraus.

    Antworten

  2. also ganz ehrlich, warum soll man nicht für das entlohnt werden, was man am besten kann? gerade in der Spiritualität heisst es, man darf dafür kein Geld nehmen. Blödsinn. Wenn man zum Bäcker geht, bekommt man das Brot auch nicht umsonst! Ich denke fairen Preise für eine faire Beratung ist durchaus angebracht.

    Antworten

  3. Liebe Lea
    Das ist ja der Hammer. Da ich mittlerweile gelernt habe, die Synchronizitäten in meinem Leben wahrzunehmen, habe ich mir vor dem Besuch meines Friseures ein Buch aus meinem Bücherregal ausgesucht, um die Wartezeit zu überbrücken. Mein Fokus richtete sich automatisch auf ein
    kleines Büchlein, das ich schon gelesen hatte. Ho’oponopono von Ulrich Emil Dupree. Diese
    hawaiianische Weisheitslehre ist mir eigentlich schon sehr vertraut. Aber beim erneuten lesen ist es mir aufgegangen. Das ist es. Das birgt alles in sich, was zur Heilung von mir und meinen lieben führt. Ich habe dann gestern auch eine Übung gemacht, bei der es um Heilung von Problemen geht, die ich schon lange mit mir rumschleppe. Und das ist unter anderem das Thema Geld. Und da ich Unternehmer und gleichzeitig Heiler bin, kannst du dir den Konflikt in mir ja gut vorstellen. Und heute morgen konnte ich nicht auf unsere Baustelle fahren, da es regnet. Und habe ganz entspannt den Lebeblog gelesen. Und ping. Da nehme ich deinen Gastartikel war. Und das, was sich gestern schon in meinem Gefühlen und Wahrnehmungen zu diesen Thema angebahnt hat, steht nun da. Schwarz auf weiß. Einfach so. Alles ist plötzlich so klar. Ich bin immer wieder begeistert, was unsere Vorstellungskraft bewirken kann.
    Liebe Grüße Uwe

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    • Hallo Uwe –
      ich hänge mich hier noch dran – das ist schön was du berichtest.
      Ich bin fest davon überzeugt, dass wir immer Unterstützung erhalten, wenn wir dafür offen sind. Ich freue mich, wenn immer mehr Menschen diesen scheinbaren Gegensatz „Heiler und Unternehmer“ zusammen bringen. Denn wenn wir anerkennen, dass die innere Welt genauso wertvoll ist wie die äußere Welt, dann hat beides seine Berechtigung.
      Liebe Grüße, Lea

      Antworten

  4. Hallo liebe Lea,
    also du schreibst mir aus dem Herzen genau solche Gefühle wie da oben kenne ich. Ich erinnere mich noch zu gut an die Zeit als ich nebenbei Permanent Make up machte und ich mich jedesmal am Schluß fast schämte dafür 200-300 Euro zu nehmen. Ich hielt es für einen Wucher und bekam jedesmal ein schlechtes Gefühl in der Magengegend. Ja aber es wurde jedesmal besser. Mir fielen auch immer wieder Kindheitserinnerungen ein in denen meine Mutter oder Oma sagten: Für Geld muß man immer hart arbeiten mein Kind.“
    Und ich sollte das so leicht verdienen??? Ja heute bin ich arbeitslos und bin wieder mit dem Thema konfrontiert mir fällt es selbst in kleinen Dingen (wenn mich Freunde mal auf einen Kaffee einladen) schwer anzunehmen.
    Ich muß doch dafür was tun sozusagen eine Gegenleistung bringen??
    Ich darf jetzt endgültig meinen Bezug zum Thema Geld lernen und vor allem meinen Platz finden hier auf Erden und ich freue mich auf jeden Tag mehr über mich zu erfahren.
    Vielen Dank für Deine Tips und liebe Grüße aus Nürnberg
    Uschi

    Antworten

    • Liebe Uschi,
      danke für deine Rückmeldung!
      Mir hat es geholfen, in die Natur zu schauen und überall wo ich auch hinschaute zu entdecken, dass es ein liebevolles, nährendes Prinzip gibt, das für alles was lebt, sorgt. Warum sollte es bei uns Menschen anders sein? Wir haben nur verlernt anzunehmen ;-) Die Fülle wartet auf uns…
      Liebe Grüße, Lea

      Antworten

  5. Liebe Lea,

    ich bin tief berührt von diesem so persönlichen Einblick in deinen eigenen Weg. Und fühle mich inspiriert, da ich gerade beginne, einen ganz ähnliche Weg zu gehen. Auch ich bin noch so jung, dass es mir offiziell an ‚Lebenserfahrung‘ mangelt und es ist total beängstigend, immer wieder zu hören, dass man in meinem Alter doch nicht anderen Menschen helfen kann. Erst einmal schuften, erst einmal richtig das Elend kennenlernen – aber das möchte ich nicht. Ich möchte meine Vision leben. Und zwar nicht in 20 Jahren, sondern jetzt.

    Das mit dem Geld ist immer noch ein großes Problem für mich. Ich merke es immer dann, wenn ich über Preise nachdenke oder mir vorzustellen versuche, mal genug Geld zum leben zu haben – dann kommt richtige Panik in mir hoch.
    Ich finde es schwer, an die unbewussten Überzeugungen heranzukommen, die mich blockieren. Die sitzen so tief, dass ich sie kaum wahrnehmen kann.

    Aber immerhin bin ich jetzt inspiriert, es noch einmal zu versuchen :-)

    Danke!
    Liebe Grüße,
    Marie

    Antworten

    • Hallo liebe Marie,

      als ich mit Anfang zwanzig in meine Selbständigkeit „reingerutscht“ bin, haben sich auch viele meiner Klienten darüber gewundert, dass ich noch so jung bin. Doch wenn man sich mit der eigenen Weisheit verbindet, die ja aus der Seele kommt, spielt das Alter keine allzu große Rolle. Ich kann dich also ermutigen, deinen Weg zu beschreiten!

      Liebe Grüße, Lea

      P.S. Und es scheint einige sehr junge Menschen zu geben, die beruflich ihren eigenen Weg beschreiten wollen, du bist da nicht alleine!

      Antworten

  6. Hallo Yvonne,

    wie schön dass du dich in meinem Beitrag wieder gefunden hast. Ich glaube endgültig „erledigt“ ist für mich das Thema auch nicht. Es gibt immer wieder etwas zu entdecken und zu heilen. Unser Leben ist ein tolles Übungsfeld und zeigt uns sofort, wenn es noch etwas gibt, das sich Wandeln darf –

    Liebe Grüße, Lea

    Antworten

  7. Hallo..
    und danke für den Text. Könnte genau meine Geschichte sein, bis auf den Punkt, dass ich das Geld Thema noch nicht richtig erledigt habe. Aber ich steh kurz davor. Ich weiss nur noch nicht wie. Ich gab auch viel aufgelöst Mut der Reise zum inneren Kind. Sehe Geld auch als Energie. Aber irgendwas sperrt sich noch.

    Ich lese mal deine anderen Texte. Vielleicht ist da noch etwas Hilfreiches dabei.

    LG Yvonne

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