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Das Leben als Selbstversorger in Deutschland

Die zdf Reportage „Mensch Gottfried“ aus der Sendung 37 Grad zeigt des interessante Leben eines Selbstversorgers in Deutschland. Gottfried hat vor langer entschieden, sich komplett selbst zu versorgen. Alles, was er isst, baut er selbst an. Er nutzt keinen oder kaum Strom. Wäscht seine Wäsche selbst. Braucht kein Deo und kein Spülmittel, weil er seine Teller abschleckt und sein Geschirr mit Ziegenmolke säubert. In dem Bericht sind noch viele weitere Eigenheiten des täglichen Lebens, die so manchen Stadtmenschen wohl die Sprache verschlagen lässt. Aber ich finde, so unrecht hat der Selbstversorger Gottfried nicht. 

Mensch Gottfried – Selbstversorger in Deutschland

In meinen Augen können wir uns so manches von ihm abschauen und vielleicht für unser Stadtleben anpassen. Vorne weg das Bewusstsein für unsere Ressourcen – vor allem für Wasser. Selbstversorger Gottfried meint, Trinkwasser ist das wichtigste, was er zum Leben braucht. Und da hat er recht. Wasser ist Lebenselixier. Leider ist der Brunnen von Gottfried seit einiger Zeit leer und das Wasser aus dem Bach kann er nicht trinken – verantwortlich macht er dafür die Stadtmenschen, die unverantwortlich mit dem wichtigsten Gut umgehen, was uns am Leben erhält: sauberes Trinkwasser. Ich denke auch, dass wir noch in einer ziemlich verschwenderischen Welt leben, solange wir unser Geschäft auf dem Klo mit sauberstem Trinkwasser runterspülen, während im Nachbarkontinent die Menschen verdursten.

Der sparsame und respektvolle Umgang mit unseren Ressourcen ist einer der Wege, wie wir halbwegs im Einklang mit dem Ganzen leben können. Vielleicht nutzt du auch schon Ökostrom, solange freie Energie noch nicht genutzt werden kann. Vielleicht achtest du auch auf ökologisches Spül- und Waschmittel. Vielleicht kommst du wie ich auch darauf, dich hauptsächlich nur noch mit Wasser zu waschen und auf künstliche Duschgels und Duftstoffe zu verzichten. Denn Gottfried hat auch hier recht: Der körpereigene Duft ist unheimlich wichtig, um zu wissen, ob man sich gegenseitig „riechen kann“. Ich kann auch bestätigen, dass sich der Körper nach 2-3 Wochen ohne Shampoo order Seife wieder in der Lage ist, sich selbst auf natürliche Weise zu reinigen. Außerdem wird dadurch auch nicht mehr die Körperschutzschicht zerstört.

Es ist schon soweit, dass ich die Nähe zu manchen Menschen meiden und sogar teilweise die Straßenseite wechseln muss, wenn es jemand mit Deo und Parfüm zu gut gemeint hat. Denn diese „Düfte“ sind eine Beleidigung für mein Riechorgan :) Wer auf natürliche Weise seine Duftnote verändern will, kann auch gerne mal einen Blick auf ätherische Öle (therapeutischer Qualität) werfen. Ich verwende diese auch seit einiger Zeit und bin jedes Mal erstaunt, welche Düfte auf natürliche Weise entstehen, wenn die Öl-Essenz einer Pflanze mit dem Körperduft gepaart wird.

Auch wenn Gottfried ein bisschen extrem ist und seltsam erscheinen mag, in der Kernaussage hat wohl recht. Wir sollten ein tieferes Verständnis für unsere Gebrauchsgegenstände entwickeln und unsere Verantwortung anerkennen, die wir als Lebewesen auf diesem Planet haben, wenn wir die natürlichen Ressourcen nutzen.

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Autor:

Hallo! Ich arbeite als Lehrer für Selbstverwirklichung und unterstütze Menschen dabei, sich selbst zu finden und ihr wirklich eigenes Leben zu leben. Mein Anliegen ist es, dass du dich komplett lebst mit allem, was in dir veranlagt ist. Erfahre hier mehr über die spannende Reise der Selbsterkenntnis und werde Selbstverwirklicher. // Über mich.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Das ist das schönste maskuline Kontrastprogramm zu Heidemarie Schwermer. Erst jetzt ist mir aufgewgangen, daß Heidemarie Schwermer nicht den geringsten bezug zur Natur, zur Landwirtschaft, zum Garten hat. Sie ist leider sehr eingeengt. Aber so etwas ist leider, leider sehr beliebt.
    Lieber Gottfried, nimm ‚Deinen Namen ernst: Gott. Fried. Bauern sind in der Regel mehr in sich ruhend. Vielleicht hilft eine Katze auf dem Lager. Hilft Salza? Schön aber – dieses Summen, Brummen, Klingen bei der Arbeit.
    Warum niemand einleuchtet, daß Tellerablecken eine guter Abschluss des Essens ist. Verwstehe ich nicht.
    Lieber Gottfried, die südlichen Länder haben Weißbrot, um den Teller zu reinigen. dWäre das für Sie nicht ein Kompromiss, ein Entgegenkommen für die Gäste? Das Brot sollte bei Ihnen an Bedeutung ewinnen.

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  2. Den Beitrag muss ich mir auch noch ansehen… Allerdings vorweg eines zum Wasser, weil das Thema ja immer wieder gern diskutiert wird: Bei dem, was ich bisher so gehört und gelesen habe, bin ich auch zu der Meinung gelangt, dass der „bewusste“ Umgang mit der Ressource Wasser stark davon abhängt, in welchen Umständen bzw. welcher Umgebung man sich befindet. In Deutschland haben wir nunmal (Stand heute) keine Wasserknappheit, wodurch es aktuell zumindest für uns, solange wir in dieser Region leben, keinen Sinn macht, allzu sparsam damit zu sein. Wenn man dann hört, dass zu geringer Wasserverbrauch unsere Abwasserrohre und Kanalisation schneller verdrecken lässt, was wiederum einen erhöhten Reinigungsaufwand und infolge dessen höhere Wasserpreise (sicher gibt’s noch mehr Gründe für steigende (Ab-)Wasserkosten) bedeutet, dann lasse ich doch lieber mal ein paar Liter mehr durchs Rohr fließen, damit’s auch schön sauber bleibt! Hier zu sparen bringt das Wasser auch nicht dorthin, wo Menschen es dringed benötigen…
    Das Problem mit der Belastung durch Waschmittel usw. ist sicherlich eines, wo es sich lohnt, bewusster mit umzugehen. Vor einer Weile habe ich auch einen interessanten Artikel über den Zusammenhang von Wasserverbrauch und Fleischkonsum (speziell Massentierhaltung) gelesen. Noch ein Grund mehr, auf Fleisch besser doch zu verzichten. Massentierhaltung scheint ja der Umweltkiller Nr. 1 zu sein – auch wenn das hier jetzt etwas aus dem Zusammenhang herausgerissen ist. „Tiere essen“ ist übrigens ein geniales Buch zum Thema!

    Abgesehen von der Wasserproblematik ist Selbstversorgen sicher ein reizvolles „Abenteuer“ in der heutigen Zeit. Die ganz harte Linie könnte ich mir allerdings auch nicht vorstellen, dafür bin ich zu sehr an den Komfort gewöhnt. Immerhin wachsen in unserem Schrebergärtchen Äpfel, Birnen, Pflaumen, Erdbeeren, Tomaten und dieses Jahr haben wir sogar 2(!) Paprikaschoten ernten können ;-)
    Auch wenn bei uns nicht die Mengen rauskommen, die man zum Leben bräuchte, macht’s doch Spaß, die Äpfel frisch vom Baum zu genießen. Und die sind garantiert Bio! :-)

    Grüße
    Timur

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  3. Du sprichst mir aus dem Herzen mit deinem Beitrag. Dieses Thema ist auch bei mir gerade hochaktuell. Nicht, dass ich dabei wäre auszusteigen, aber es gibt ja unzählige Abstufungen zwischen dem voll versorgten Stadtmenschen und dem Beispiel des Aussteigers Gottfrieds, so viele tagtägliche kleine Entscheidungen, die ich treffen kann – sei es im Bereich der Ernährung, der Pflege, meines Wasser- und Stromverbrauchs, meiner Kleidung und, und, und.
    Viele schrecken vielleicht zurück, weil sie befürchten, es sei extrem und kompliziert. Und ja: Es erfordert erst einmal ein Innehalten, ein Um- und Nachdenken, nicht selten auch Recherchen, die Zeit beanspruchen. Ich bemerke jedoch bei mir, dass die Schritte, die wirklich gut und richtig für mich sind, sich problemlos ins Leben integrieren lassen. Vielleicht braucht es dazu ein paar „Try and errors“, aber letztlich sind es die Dinge eigentlich einfach – nur dass das liebe Ego zuweilen dazwischen kommt, das manches verkompliziert.;-)
    Ich glaube, dass es zählt, einen Anfang zu machen. Vielleicht will jemand komplett aussteigen, vielleicht will er aber auch erst mal nur einfach weniger Wasser verbrauchen, seine Ernährung auf eine vollwertige vegane umstellen, sein Brot selbst zu backen, eine bestimmte Marke nicht mehr zu kaufen, weil sie Kinderarbeit unterstützt, oder, oder, oder… Jeder Schritt, jede Entscheidung ist wichtig und trägt zu einem harmonischen, nachhaltigen, bewussten Leben bei! Und wir können in jeder Sekunde unseres Lebens neu wählen. Ist das nicht großartig?

    Danke für den Filmbeitrag – den kannte ich noch nicht und werde ihn mir heute abend ansehen!

    Liebe Grüße nach Berlin,
    Yvonne

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