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Die Kunst, die richtige Frage stellen zu können und warum ich viele E-Mails gar nicht lese

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Einer der wichtigsten Teile meiner Arbeit ist es, Fragen zu beantworten. Wenn ich zurückblicke, so begann auch mein Wachstum, indem ich große Fragen zu mir und dem Leben hatte. Wer bin ich? Und warum bin ich hier? Damit begann für mich eine Reise des Bewusstwerdens und der Transformation. Mit der Zeit formten sich die Antworten. Antworten, die vielleicht nur entstanden sind, weil ich ich eine Frage formuliert habe. Eine Frage formulieren und stellen zu können, sehe ich deshalb als einen großen, großen Schritt. In diesem Artikel möchte ich näher darauf eingehen, warum eine Frage zu stellen so wichtig ist, wie du die beste Frage formulierst und warum manche Menschen dies nicht wollen oder können.

E-Mails, die ich nicht beantworten kann

Immer wieder erreichen mich E-Mails, in denen Menschen lange, lange Texte schreiben, wo es um ihre Lebenssituation und ihre Vergangenheit geht. Am Ende schreiben sie etwas wie „Oh, das ist ziemlich viel Text geworden. Ich hoffe, das ist OK für dich. Es tut auf jeden Fall gut, dies alles nochmals so nachzuvollziehen und zusammenzufassen.“

Was sie nicht wissen, ist, dass ich das meist gar nicht lese. Wenn ich viel Text sehe, starte ich die Suchen-Funktion und schaue, ob darin ein Fragezeichen enthalten ist. Diese Stellen lese ich dann aufmerksam und finde heraus, ob derjenige wirklich etwas will.

Oftmals sind es aber bei Schilderungen zur Lebenssituation nur rhetorische Fragen wie: „Wie soll man das denn alles nur alleine schaffen?!?!“ Dass die Fragen rhetorisch sind, erkenne ich daran, dass der Schreiber sich diese Frage danach selbst mit ihren Glaubenssätzen über diese Welt beantwortet.

Wer keine Frage hat, will nicht wissen

Ich stelle also fest, dass diese Menschen gerade nicht wirklich etwas wissen wollen. Auch wenn ich ihnen etwas erzählen würde, würde nur wenig davon wirklich ankommen, denn sie sind zu sehr mit ihrer eigenen Wahrheit identifiziert.

Eine Veränderung kann nur eingeleitet werden, wenn der Mensch offen dafür ist, wenn er die Veränderung wirklich will. Und dazu muss er eine Frage stellen (können).

Seine Lebensgeschichte brauche ich dafür nicht zu kennen. Sie interessiert mich auch gar nicht. Wenn ich Weiteres zu einem Fall wissen muss, stelle ich selbst meine Fragen, um gezielt ein paar Hintergründe zu erfahren.

Die Identifikation mit der eigenen Geschichte

Ein Problem sehe ich dann, wenn ich nicht der Einzige bin, der solche Ausschweifungen über das eigene Leben erhält; wenn die eigene Geschichte immer wieder weiteren Menschen, in welcher Form auch immer, erzählt wird. Dann ist der Mensch in der Geschichte gefangen und stärkt seine Identifizierung damit immer wieder aufs Neue. Eine Geschichte zu haben, gibt natürlich Sicherheit, aber es ist nicht die Wahrheit.Vielleicht sollte ich einen Standardtext erstellen und diesen als Antwort verwenden, wenn mich solche E-Mails erreichen. Oder ich verweise einfach auf diesen Artikel hier.

Die falsche Fährte

Gleiches erlebe ich manchmal auf meinen Workshops, sodass ich den Menschen auch mal in seinem Sprechen unterbrechen muss. Denn das ist in solchen Fällen oft der Fall: Es geht ihm nur um das Sprechen. Sprechen ist auch ein Weg, sich selbst nicht mehr zu fühlen, sich abzulenken und andere auf „die falsche Fährte“ zu führen. Also dahin, wo sich die substanziellen Gefühle, um die es eigentlich geht, nicht befinden. In solchen Fällen Frage ich oft: „Was fühlst du jetzt?“

Transformatives Erzählen

Man kann es selbst sehr gut erkennen, ob ein Mensch nur von seiner Geschichte spricht oder wirklich von einer gefühlvollen Situation erzählt. Wenn er in diesem Gefühl ist, nehmen wir das wahr und können es ebenfalls fühlen. In diesen Fällen kann das Erzählen transformativ sein. Es geschieht mit dem Gefühl, um das es geht. Das bewusste Durchfühlen eines „alten“ Gefühls ist der Weg, um es zu lösen und loszulassen. Dann hat man Frieden mit der Vergangenheit geschlossen.

Voraussetzungen, um eine Frage stellen zu können

Zurück zum Stellen der richtigen Frage. Überhaupt: Eine Frage stellen zu können, bringt Klarheit. In manchen Lebenssituationen ist es echt eine Herausforderung, den Punkt zu erkennen, worum es gerade wirklich geht. Deshalb ist es erst mal ein wichtiger Prozess, eine Frage zu formulieren. Denn sie bringt einen weiter. Sie sorgt dafür, dass wir auch eine Antwort bekommen.

Die Entwicklungsschritte, die einer Frage vorausgehen, sind jedoch die folgenden:

  1. Ich löse mich zu einem Teil aus meiner Geschichte
  2. Ich öffne mich für eine Veränderung
  3. Ich möchte eine Lösung haben und daran wachsen

Ohne diese Schritte ist es nicht möglich, eine richtige Frage zu stellen. Wer nicht an diesem Punkt ist, für den bin ich auch keine große Hilfe. Oder anders gesagt, niemand ist ihm eine große Hilfe, denn er selbst ist nicht bereit, zu empfangen. Wir können in ein Glas ja nur etwas einschenken, wenn es geöffnet nach oben steht und nicht umgekehrt.

Der Weg zur richtigen Frage

Die richtige Frage trifft den Punkt, wo ich am besten wachsen kann. Um diese Frage zur aktuellen Situation zu erkennen, können wir ein paar Einstiegsfragen nutzen. Also Fragen, um zur eigentlichen Frage zu kommen.

  1. Wo stehe ich gerade im Leben?
  2. Wie geht es mir jetzt?
  3. Was fehlt mir bzw. was wünsche ich mir?

Das kann der Beginn sein, die ersten Fragen zu finden. Das Tolle an Fragen ist, dass wir uns manche davon oft schon selbst beantworten können. Wir verschaffen uns also mehr Klarheit.

Ist eine Frage zu allgemein, z.B. „was ist mein Sinn im Lebens?“, können wir dies selbst erkennen dabei immer weiter ins Detail gehen, bis wir nicht mehr weiter wissen:

  1. Was ist mein Sinn im Leben?
  2. Was ist meine Leidenschaft?
  3. Wie finde ich das, was mir Freude macht?
  4. Was macht mir alles Freude?

Wow, in diesem beispielhaften Verlauf sind wir ziemlich schnell vorangekommen. Für diese Erkenntnis musste ich damals ziemlich lange suchen: Der Sinn ist für mich das, was mir Freude bereitet. Wer in seiner Reflexion so weit gekommen ist, muss sich nur aufmachen und erforschen, was ihm oder ihr selbst Freude bereitet.

An solchen Beispielen siehst du, wie sinnvoll es ist, eine regelmäßige Selbstreflexion zu machen, wo du einfach nur deine Gedanken aufschreibst. Am besten täglich. Ein Tagebuch zu führen ist stets mein Rat für alle Menschen, die beginnen wollen, bewusster zu leben. Super wichtig!

Die richtige Frage erkennst du übrigens daran, dass sie einfach und prägnant formuliert ist. Jeder kann sie sofort verstehen. Vor allem du selbst und ich.

Stelle gerne deine Frage

Versteh mich bitte richtig. Ich beantworte dir deine Frage wirklich gerne. Es ist mein Job und es macht mir Freude. Wichtig ist nur, dass sie klar und prägnant formuliert ist. Falls du mir sie mir stellen willst, kannst du das hier tun:

Deine Frage zur Selbstverwirklichung stellen

Jedenfalls ist es nur gut, andere Menschen nach Rat zu fragen. Vieles kann man sich sicherlich auch aus Büchern beantworten. Aber der direkte Kontakt zu einem Lehrer ist mehr als das. Denn der Lehrer kann dich besser sehen und dir somit ein Spiegel für etwas sein, was du selbst übersiehst. Je persönlicher der Kontakt, desto genauer und intensiver der Spiegel. Deshalb ist auch stets wichtig, sich Fremdwahrnehmungen von anderen Menschen, z.B. guten Freunden einzuholen: „Hey, wie siehst du mich eigentlich?“

Warum du dir einen Lehrer suchen solltest

Sie können ganz gut und oft ganz schnell erkennen, ob wir uns selbst etwas vormachen, oder nicht. Falls du dich für einen Lehrer entscheidest, wer auch immer das sein mag, ich oder ein anderer, nutze ihn exklusiv. Denn mehrere Köche versalzen die Suppe. Wenn du in Resonanz mit einem Lehrer bist, dich also zu ihm hingezogen fühlst, bedeutet das, dass er genau das hat, was du für dein Wachstum brauchst. Lerne für diesen Lebensabschnitt nur von ihm. Nur so können wir am besten lernen, weil wir uns auf eine Sache konzentrieren und nicht von verschiedenen Themen durcheinander gebracht werden.

Gehe Schritt für Schritt. Eins nach dem anderen. Beantworte dir erst eine Frage und dann die nächste. Mach dir das Leben also einfach, denn das ist es in Wahrheit auch.

Ich wünsche dir nun viel Freude beim Erkennen deiner Frage, die deinen nächsten Wachstumsschritt einleitet. Und wenn wir ehrlich sind, gibt es diesen Schritt immer, egal wie gut es uns auch geht.

Gehe den Weg des Selbstverwirklichers

Nehme mit vielen anderen am Emailkurs teil und bleibe verbunden. Erkenne wer du wirklich bist, komme in deine Kraft und erschaffe ein Leben, das du wirklich liebst.

(Deine Daten werden vertraulich behandelt. Du kannst dich in jeder E-Mail wieder austragen.)

Autor:

Hallo! Ich arbeite als Lehrer für Selbstverwirklichung und unterstütze Menschen dabei, sich selbst zu finden und ihr wirklich eigenes Leben zu leben. Mein Anliegen ist es, dass du dich komplett lebst mit allem, was in dir veranlagt ist. Erfahre hier mehr über die spannende Reise der Selbsterkenntnis und werde Selbstverwirklicher. // Über mich.

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5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. GROSSES DANKE für Deine wunderbare Arbeit!!
    Ich bin erst am Anfang und habe unendlich viele Fragen. Ich spüre mich wieder , dass ist schon ein besonders gutes Gefühl, nach so langer Zeit. Ich arbeite hart an mir , da alte Glaubenssätze und meine bösen Kopfbewohner, vor allem der Kritiker, es mir nicht gerade leicht machen. Ich wünsche Dir von Herzen weiterhin Erfolg , Frieden und Liebe und ich bleibe am Ball:-) Herzliche Grüße aus NRW Rose

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  2. Danke Elias für deine tolle Arbeit! ;) gerne besuche ich einmal einen Workshop bei dir, wenn die Zeit reif ist. Und ich freue mich darauf. Herzliche Grüße aus Italien . Petra ;)

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  3. Fragen stellen ist sicher ein guter Weg , ebenso bei einem Lehrer zu bleiben. Danke sehr.

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