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Eine Anleitung für das perfekte Leben: Leben ohne faule Kompromisse

Gestern schrieb mir eine Bewerberin nach einer Absage von mir zurück, dass es die „perfekte Assistentin“ nicht gäbe. Als ich das las, konnte ich diesen Satz nicht so ganz glauben. Vor wenigen Minuten, es ist jetzt 7:12 und ich bin gerade aufgewacht, kam die Erinnerung daran wieder und ich habe darüber nachgedacht, was an der Sache mit der „perfekten Lösung“ dran ist und was nicht. Viele Ideen und Erkenntnisse kamen ans Tageslicht, die ich dir hier einfach mitteilen möchte. Das kann dir dabei helfen, dir deine Meinung über ein perfektes Leben zu bilden.

Die Tatsache ist, dass ich wirklich auf die perfekte Assistentin warte. Ich habe keine Lust mehr, mich mit schlechter Arbeit und Unzuverlässigkeit herumzuschlagen oder ständig Menschen neu einzulernen. Ich will den besten Personal Assistent – und das kann auch gerne ein Mann sein –, den ich mir vorstellen kann.

Die beste Lösung für das perfekte Leben ist möglich

Ich hab keine Lust mehr auf faule Kompromisse, denn ich mache immer mehr die Erfahrung, dass die beste Lösung eben doch möglich ist. Ganz extrem mache ich diese Erfahrung mit meiner aktuellen Partnerin. So perfekt wie unser Zusammensein ist, habe ich das noch nie erlebt. Ich kann mit ihr alles unternehmen, was ich mir wünsche, wir lachen und unsere Gespräche sind lang, tief und super interessant. Sie ist treu, zuverlässig, liebevoll, selbstbewusst und super schön.

Aus einer höheren Perspektive betrachtet ist jede Beziehung perfekt, denn auch, wenn du nicht 100% mit ihr einverstanden bist, so gibt es eine Erkenntnis daraus zu gewinnen. So musste ich auch viele Beziehungen durchlaufen und meine Erfahrungen sammeln, bis ich wusste, was ich wirklich will und die Sehnsucht nach einem „perfekten Leben“ aufkam.

Daraus können wir zwei Erkenntnisse gewinnen:

  1. Jede Situation ist dazu da, etwas zu erkennen und daraus zu lernen. So steht die perfekte Lösung erst an, wenn wir all unsere notwendigen Erkenntnisse über uns und das Leben gemacht haben.
  2. Wenn das der Fall ist und wir spüren, dass jetzt das Perfekte kommen darf, ist zudem die Ausrichtung entscheidend. Damit du das perfekte Leben empfangen kannst, musst du ganz genau wissen, wie sie aussehen soll. Das Leben kann dir nur geben, wonach du explizit fragst.

Als ich diese Sehnsucht bemerkte, kamen viele Widerstände und Schattenseiten auf, die ich anschauen musste. Der größte Punkt war, dass ich es mir nicht wert war, ein perfektes Leben zu empfangen. Ich war es gewohnt, mit Kompromissen zu leben und nur 50% des Genusses zu erleben. Anfangs war es auch überhaupt nicht in meinem Bewusstsein, dass 100% möglich sind. Das geht einerseits mit der Konditionierung einher und genau solchen Sätzen wie „Ja, ja, den perfekten Partner gibt es nicht“ und natürlich auch mit einem geringen Selbstwertgefühl.

Das Leben spiegelt dir das, was du für möglich hältst. Wenn das perfekte Leben schon in deinen Gedanken nicht möglich ist, kann sie auch kaum Realität werden.

Ich will hier aber nicht nur von der perfekten Beziehung sprechen, sondern alle Bereiche im Leben können perfekt sein, wenn wir uns selbst bewusst machen, was uns daran hindert, diese anzustreben und zu empfangen.

Perfektes Leben: Die Widerstände aus dem Weg räumen

Ich musste also wirklich an mir arbeiten und meinen Schattenseite anschauen, um mir ein perfektes Leben überhaupt zutrauen zu können – beruflich wie privat. Wenn du das auch machen willst, habe ich folge Vorgehensweise für dich:

  1. Stelle dir vor, wie dein perfektes Leben (egal in welchem Lebensbereich) aussieht und wie sie sich anfühlen soll. Schreibe sie gerne auf Papier.
  2. Achte dabei auf die Gedanken und Gefühle, die aufkommen. Es können Gefühle des Widerstandes sein und Gedanken, die Dinge wie „Ach was, du doch nicht“, „Das hast du nicht verdient“, „Das ist nicht möglich“ und so weiter.
  3. Nachdem du deine perfekte Lösung definiert hast, notiere all diese Widerstände, die dagegen sprechen. Schreibe die Gedanken und Gefühle auf.
  4. Gehe die Gedanken und Gefühle einzeln durch und erinnere dich: Wann habe ich das zuletzt gefühlt/gedacht? – Wann habe ich das zum ersten Mal gefühlt/gedacht?
  5. Mache dir durch das Erkennen deiner Vergangenheit einerseits die Umstände bewusst, wie diese Gedanken entstanden sind und durchfühle das Gefühl, ohne es weiter mit den Gedanken zu bestätigen.

Auf diese Weise wirst du dir selbst bewusst und die Illusion von „ich bin es nicht wert“ kann verfliegen. Nun öffnet sich ein neues Tor und die Vorstellung von einem perfekten Leben kann tiefer in dein Bewusstsein treten. Statt Widerstände kannst du nun die Vorstellung auch wirklich fühlen.

Wenn du eine perfekte Lösung in dein Leben ziehen willst, musst du sie fühlen können.

Das ist der wichtigste Punkt, um überhaupt an etwas zu kommen, was man sich wünschst. Wie das Wünschen genau funktioniert und was man dafür braucht beschreibe ich in den Büchern 18 und 21. Für den Einstieg empfehle ich das erste Buch.

Kompromisse beenden, damit das perfekte Leben eintreten kann

Damit das perfekte Leben eintreten kann, musst du den Platz dafür freiräumen. Stell dir vor, du fährst ein Auto, das zwar wenig Benzin verbraucht, aber irgendwie jeden Monat in die Werkstatt muss. Solange dieses Auto auf deinem Parkplatz steht, kann das perfekte Auto, das nicht nur spritsparend ist, sondern auch zuverlässig fährt, nicht in dein Leben kommen.

Du musst einen Raum dafür schaffen, wo Neues in dein Leben kommen kann. Auch wenn es nur ein Teil des Raumes ist. Hauptsache da ist Freiraum.

Wenn ich einen neuen Job haben will, der mich wirklich vollkommen erfüllt, muss ich den alten an den Nagel hängen oder zumindest die Anzahl der Stunden drastisch minimieren. Eine Übergangslösung könnte beispielsweise eine Halbtagsstelle sein, sodass ich die andere Hälfte des Tages Zeit und Raum für meine Passion habe.

Genau so war es bei mir auch. Als ich merkte, dass mich mein alter Job nicht mehr erfüllt und dass hier eine Veränderung ansteht, habe ich dem Neuen einfach mehr Energie und Aufmerksamkeit geschenkt. Meine alte Tätigkeit habe ich dabei verringert, bis ich von meinem neuen Job leben konnte, dann habe ich den alten an den Nagel gehängt. Nun habe ich meinen perfekten Job und ich liebe ihn.

In Liebesbeziehungen geht das mit der Übergangslösung weniger gut. Das Wichtigste ist dabei, dass man lernt, auch alleine sein zu können und dabei alles fühlt, was aufkommt. Vor allem Einsamkeit. Das ist eine Notwendigkeit, damit wir überhaupt einen Entschluss zur Veränderung fassen können. Lange Zeit war es so, dass ich mich mit den Kompromissen herumgeschlagen habe, weil ich Angst vor dem Alleinsein hatte.

Irgendwann hatte ich so die Schnauze voll, dass das eine passt und das andere nicht, dass ich dies mit dem Menschen teilen kann und für das andere zu einem anderen gehen muss. Ich wollte einfach keine faulen Kompromisse mehr.

Damit will ich nicht sagen, dass ein perfektes Leben ohne Kompromisse nicht möglich ist. Wir machen irgendwie immer Kompromisse. Aber es gibt ein Gefühl der Richtigkeit, das uns sagt, ob wir gerade am richtigen Ort sind, das Richtige tun und mit den richtigen Menschen zusammen sind. Da sollten wir keine Kompromisse mehr machen. Es muss sich richtig anfühlen!

Und das ist das Wichtigste, was ich seit Jahre lebe und weitergebe:

Höre auf, Kompromisse zu machen, die sich in deinem Herzen nicht richtig anfühlen. Gehe für das, wofür dein Herz wirklich brennt.

Mit den folgenden Sätzen will ich dir nichts vormachen oder übertreiben. Diese Konsequenz lebe ich wirklich und sie erstreckt sich auf alles, was Teil meines Lebens ist.

Jeder Schritt, den ich auf der Straße gehe, muss sich richtig anfühlen, sonst gehe ich ihn nicht. Jede Entscheidung muss ich in mir als richtig fühlen können, sonst treffe ich sie nicht. In jeder Sekunde meines Lebens muss ich fühlen, dass ich hier gerade am richtigen Ort bin und das Richtige tue. Anders gesagt, folge ich nur noch meiner inneren Stimme der Stimmigkeit, meiner Intuition. Kein „ich müsste“, kein „ich sollte“, nur noch das Fühlen von Richtigkeit.

Ich kann es dir also empfehlen, deine Intuition zu nutzen und nur noch für das zu gehen, wo du mit deinen wichtigsten Werten zu 100% dahinter stehst. Das ist deine Wegführung durchs Leben und nur auf diese Weise verwirklichst du dich selbst. So begibst du dich in den Einklang mit dem Leben und lebst genau das, wofür du hier bist.

Damit du das perfekte Leben lebst, sind also viele Faktoren entscheidend. Ich fasse nochmals zusammen:

  1. Du musst eine Sehnsucht nach der perfekten Lösung haben.
  2. Du musst spüren, dass du so weit bist und alle bisherigen Erfahrungen gemacht hast, die anstanden.
  3. Du musst es dir wert sein und die Vorstellung wirklich fühlen können. Das bedeutet, du arbeitest an dir und löst deine Widerstände auf.
  4. Du musst nach und nach alle Kompromisse beenden, die gegen dein inneres Gefühl der Stimmigkeit gehen.
  5. Du musst einen Freiraum erschaffen, in dem das Gewünschte seinen Platz einnehmen kann. Das bedeutet, du gibst dem Neuen deine Energie und Aufmerksamkeit.

Fazit

Aus einer höheren Perspektive ist jede Lebenssituation perfekt für uns, wie auch immer sie aussehen mag. Denn sie ist Teil unseres Lebens und irgendwie haben wir sie auch miterschaffen, auch wenn es unbewusst geschehen ist oder von einer höheren Instanz kam.

Worum es hier im Leben geht, ist das Sammeln von Erfahrungen. Dafür ist vor allem die augenblickliche Situation da. Solange wir daraus keine Erkenntnis über uns oder das Leben gewonnen haben, wird sich die Situation auch nicht verändern.

Welche Erfahrung hast du mit der perfekten Lösung gemacht? Hältst du sie für möglich? Schreibe dazu gern einen Kommentar oder stelle eine Frage. 

Fotos: Frau mit Konfetti: Hello_beautiful / photocase.com – Lachendes Paar: I’m Priscilla / unsplash.com – Mann vor dem Meer: jim jackson / pexels.com – Frau auf der Wiese: Yingchou Han / unsplash.com

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Hallo! Ich arbeite als Begleiter für Selbstverwirklichung und unterstütze Menschen dabei, sich selbst zu finden und ihr wirklich eigenes Leben zu leben. Mein Anliegen ist es, dass du dich komplett lebst mit allem, was in dir veranlagt ist. Erfahre hier mehr über die spannende Reise der Selbsterkenntnis und werde Selbstverwirklicher. // Über mich. Dein Elias Fischer

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5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Nicole,
    ich möchte dir einfach nur ganz kurz sagen: „Trau‘ Dich!“ Und vor allem: „Hab‘ Vertrauen!“
    Ich selbst bin dieses Jahr diesen Schritt gegangenen und ich habe mich noch nie in meinem Leben so sicher gefühlt! Trotz Aufgabe aller Sicherheiten wie Job und Wohnung!
    Ich wünsche Dir Mut und Vertrauen! Du hast beides in Dir und kannst jederzeit darauf zugreifen!

    Herzliche Grüße
    Petra

    Antworten

  2. Man darf von einer perfekten Welt träumen und auch so leben, als ob es sie gäbe – wissen muss man aber, dass das Leben an sich immer unperfekt und voller Enttäuschungen ist. Auf der ersten Stufe müssen wir das Leid dieser Welt akzeptieren. Erst dann können wir nach einem perfekten Leben suchen. Dieser Aspekt fehlt mir in diesem Artikel. Fehlt diese Grundlage, kann Perfektionismus sehr schnell in Depressionen und Zweifel führen.

    Antworten

    • Da hast du recht. Der Zustand kann jedoch auch als 100% stimmig empfunden werden, wenn nicht alle theoretischen Fakten dafür sprechen. Man folgt einfach dem Sinn. Nimmt an, was geschieht. Es geht um die Stimmigkeit. Dann gibts auch kein Leiden.

      Antworten

  3. Hallo Elias,
    vielen Dank für deinen Artikel. Ich kann dir nur voll und ganz zustimmen. Ich möchte für mich ebenfalls ein für mich perfektes Leben und habe meinen ungeliebten Job auf Teilzeit reduziert, damit ich mich in der anderen Zeit auf meinen Traum konzentrieren kann: Ein Onlinebusiness betreiben. Ich stelle fest: Je mehr Zeit ich meinem Traum widme, desto zufriedener bin ich. Und wenn ich stetig daran arbeite, werde ich irgendwann aufwachen und diesen Job den ganzen lieben langen Tag machen und gut davon leben können – da bin ich absolut sicher! :)
    Viel Erfolg weiterhin für dich!
    LG Nicole

    Antworten

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