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Geschichten in uns entdecken – Online-Kurs zum kreativen Schreiben (Gastbeitrag)

Wir alle sind kreativ und können schreiben. Manchmal haben wir das nur vergessen. Vielleicht haben wir in letzter Zeit lediglich Rechnungen, kurze E-Mails oder Einkaufszettel geschrieben und halten uns für ziemlich einfallslos und unkreativ. Kreatives Schreiben hat jedoch weniger mit einer bestimmten Technik zu tun, die es zu beherrschen gilt, als mehr mit dem Lauschen nach innen, dem Stillwerden und achtsamen Schauen.

Meditationserfahrung

Leere aushalten in der Stille
Angst, sich zu verlieren im Nichts
Keine Erwartung, nichts leisten müssen
einfach sein – bei sich ankommen.
Bei sich ankommen, was ist denn das?
Weiteratmen, zählen – Fragen ziehen lassen.
Monotones Rauschen des nahen Baches
Bergdohlen kreischen
Stimmengemurmel aus der Küche
wohlvertrauter Klangteppich
weiteratmen, Geräusche wahrnehmen und ziehen lassen.
Gedämpfte Sockenschritte auf der Holztreppe
beißender Feuergeruch steigt mir in die Nase
holt mich zurück in die Fülle des Alltags.

Marlis Camponovo
(Teilnehmerin der Schreibwerkstatt im Sommer 2011)

Alle Geschichten schlummern bereits in uns und warten nur darauf, von uns aufgeschrieben zu werden. Wenn wir einen Text schreiben, an ihm arbeiten, ähnelt unsere Vorgehensweise dabei oft der eines Bildhauers: Wir schlagen immer mehr von dem weg, was noch überflüssig ist – Füllworte, Nebensächliches, Schachtelsätze – und nähern uns immer mehr dem Kern, der Essenz an, die noch in dem rohen Stein versteckt ist. Nach und nach kommt somit die Skulptur zum Vorschein, die zuvor im Stein verborgen war.

Um Themen zu finden, über die wir kreativ schreiben können, müssen wir weder weit reisen noch lange suchen – sie sind schon längst da, mitten in unserem Alltag. Wir können über alles schreiben, was uns begegnet: Über eine Rosine, eine Mülltonne, einen Fleck an der Fensterscheibe. Über Putzen, Spülen, an der Ampel stehen oder im Stau feststecken. Nähern wir uns mit Achtsamkeit, Offenheit und der Bereitschaft, immer wieder die Perspektive zu wechseln, diesen Themen, verändert sich unsere Sicht auf sie. So entdecken wir bislang unerkannte Facetten in unserem Alltag und an uns selbst.

Ein Teilnehmer einer kreativen Schreibwerkstatt in der Schweiz hat einmal vier Tage lang Geschichten nur aus der Sicht eines Grashalms geschrieben – und wie unglaublich witzig, philosophisch und spannend waren diese!

Der Grashalm steht in der Wiese und tanzt im Takt mit den anderen Pflanzen zur Musik des Windes. Daran freut er sich. Andere haben andere Freuden. Neidlos kann er dem Vogel weit über ihm zuschauen und sein Gesang beglückt alle die, die Ohren und das Herz offen haben.

Möchtest du nicht auch fliegen, Grashalm?
Nein, was er hier hat, gefällt ihm. Er braucht nicht mehr.
Übrigens, als junger Spund, als Grassamen, ist er auch hoch in die Luft hinausgeflogen und hat die Welt von oben gesehen. Nun genügt ihm die stille Wiese, in guter Gesellschaft anderer Gräser und lieblicher Blumen.
Er wünscht sich, dass alle um ihn herum die gleiche Ruhe, den gleichen Frieden finden können – Menschen, Tiere, Bäume, Bäche, Seen und Berge.
Dann ist es wirklich gut, so wie es ist, dann läuft es rund für alle, ob rund, eckig, spitzig, quadratisch, förmig oder unförmig.

So kann der Grashalm weiter zugespitzt aber rundherum glücklich vor sich hin grünen.

Werner Meier
(Teilnehmer einer Schreibwerkstatt im Sommer 2012)

Kreatives Schreiben ist weit mehr als ein paar Worte auf einem Blatt Papier. Wir können über das Schreiben in einen neuen Kontakt zu uns selbst, unseren Mitmenschen und der Welt um uns herum treten. Wir können mit dem Herzen und aus der Stille heraus schreiben und unseren Texten dadurch Authentizität und eine zusätzliche Dimension hinzufügen. Eine Dimension, die zwischen den Worten, in den Leer-Zeilen, spürbar wird.

In der kreativen Online-Schreibwerkstatt treffen wir uns zwölf Wochen lang zum Schreiben. Die Werkstatt ist ein passwortgeschützter Raum im Internet, in dem die Teilnehmenden jederzeit vorbeischauen können – egal, ob morgens um 7 Uhr oder abends um 23 Uhr.

Die kreative Schreibwerkstatt als Online-Kurs ist wie ein großes Haus:
Wer Lust hat, etwas zu schreiben und gemeinsam mit anderen an einem Text zu arbeiten, der schaut in der Werkstatt vorbei: Hier haben Texte, Textfragmente, Ideen und Fragen ihren Raum. Egal, ob jemand nicht weiterweiß bei einem Text, eine Inspiration braucht, sich ein Feedback wünscht oder eine konkrete Frage hat – hier ist sie oder er damit richtig. Sowohl die anderen Teilnehmenden als auch ich stehen einem mit Ideen und Unterstützung zur Seite.

Wer lieber in Ruhe etwas von den Texten der anderen lesen und ein bisschen schmökern möchte, der ist im Leseraum richtig. Hier können fertige – und unfertige – Texte zum Lesen eingestellt werden und man kann sich von den Texten der anderen inspirieren lassen.

Im Café hingegen geht es lebendiger zu: Hier tauschen wir uns über das Schreiben aus, über unsere Erfahrungen – zum Beispiel mit den wöchentlichen Übungen – und über alle Themen abseits vom Schreiben.

Außerdem gibt es in der kreativen Schreibwerkstatt eine Bibliothek mit ergänzenden Texten und Übungen zum Schmökern und Ausprobieren. Die wöchentlichen Materialien bestehen aus Impulstexten zum Wochenthema, Inspirationen, Schreibübungen und Werkzeugen als Text- und Audiodateien.

Jeder wählt selbst, wie oft sie oder er in der Werkstatt vorbeischauen und welche der Übungen sie oder er wahrnehmen möchte. Nach Abschluss des Kurses gibt es alle Unterlagen nochmals gesammelt als Download, so dass zum Beispiel manche der Übungen auch noch zu einem späteren Zeitpunkt ausprobiert werden können.

Durch die gemeinsame Zeit in der Schreibwerkstatt können wir uns gegenseitig inspirieren, austauschen und uns zusammen auf den Weg des kreativen Schreibens machen – bequem von Zuhause aus.

Sabrina Gundert

Verlosung

Zu gewinnen: 2 x Teilnahme an der nächsten zwölfwöchigen kreativen Online-Schreibwerkstatt: „Schreiben – einfach so.“ ab Freitag, 14. September 2012, auf www.handgeschrieben.de –  Kursflyer

Diese kreative Schreibwerkstatt führt uns zurück zur Essenz des kreativen Schreibens: Schreiben – einfach so. Ohne auf den richtigen Moment oder die perfekten Umstände zu warten. Ohne uns vom inneren Kritiker vom Schreiben abhalten zu lassen oder immer wieder zu sagen, wir hätten ja doch keine Zeit, um zu schreiben.

Wir schreiben aus dem Moment heraus, dicht dran am Geschehen, verankert im Jetzt, egal, an welchem Ort. Wir berühren, denken quer und bringen die Dinge auf den Punkt. Wir sind unterwegs und lassen unsere Texte aus dem entstehen, was uns begegnet. Am Ende stellen wir fest: Die Essenz bleibt. In Gedichten, Prosa, Kurzgeschichten, japanischen Haikus, Textcollagen, Gedankenfetzen, in einem einzigen Satz.

An der Verlosung teilnehmen

Lass dir jetzt schon mal ein paar kreative Zeilen einfallen und schreibe einen kleinen Text über Dinge wie den Sinn des Lebens, eine einfache Rosine oder was dich sonst bewegt. Diesen Text kannst du hier als Kommentar veröffentlichen und nimmst damit an der Verlosung teil. Zeit hast du bis zum 9. September 2012. Die Gewinner werden am Tag drauf ermittelt und per Email angeschrieben.

Über die Autorin

Foto Sabrina GundertSabrina Gundert, geb. 1988, liebt das Schreiben und die Natur. Als freie Journalistin und Geographin ist sie am liebsten mit Stift und Block im Wald, in der Stadt und auf dem Land unterwegs. Mehr über Sie erfahrt ihr in ihrem Artikel „Vom Mut den eigenen Weg zu gehen“ und unter raumpionierin.de.

Foto Schreiben in der Sonne: Mr. Nico / photocase.com

Gehe den Weg des Selbstverwirklichers

Nehme mit vielen anderen am Emailkurs teil und bleibe verbunden. Erkenne wer du wirklich bist, komme in deine Kraft und erschaffe ein Leben, das du wirklich liebst.

(Deine Daten werden vertraulich behandelt. Du kannst dich in jeder E-Mail wieder austragen.)

Autor:

Hallo! Ich arbeite als Lehrer für Selbstverwirklichung und unterstütze Menschen dabei, sich selbst zu finden und ihr wirklich eigenes Leben zu leben. Mein Anliegen ist es, dass du dich komplett lebst mit allem, was in dir veranlagt ist. Erfahre hier mehr über die spannende Reise der Selbsterkenntnis und werde Selbstverwirklicher. // Über mich.

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16 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Beatrix,

    klasse, das freut mich! Dann bis Freitag in der Schreibwerkstatt – ich freue mich auf dich!

    Liebe Grüße,
    Sabrina

    Antworten

  2. Hallo ihr Lieben,

    bei unserer Verlosung haben Beatrix Deppe und Florian je einen Platz in der nächsten kreativen Online-Schreibwerkstatt gewonnen.
    Alle anderen, die einen ihrer Texte hier im Blog veröffentlicht haben, haben die Möglichkeit, mit einem Rabatt von 10 % an der nächsten Online-Schreibwerkstatt von handgeschrieben.de teilzunehmen – ihr werdet hierüber auch nochmals per E-Mail informiert.
    Danke an alle für eure Teilnahme!

    Euch allen noch wunderbare Spätsommertage mit vielen spannenden Schreibthemen mitten im Alltag,
    viele liebe Grüße,
    Sabrina

    Antworten

    • Dankeschön!!
      Eine tolle Überraschung nach einem tollen sonnigen Spiekeroog – Wochenende :-)
      Freue mich riesig!

      Antworten

  3. An mein Kind!
    Ich hab dich unter dem Herzen getragen, hab mich von dir treten und boxen lassen und gelächelt, wenn ich wegen dir unerotische Miederunterwäsche tragen musste oder wie ein Fisch am Trockenen japsend auf der Couch lag und nicht hochkam.

    Dann wolltest du die Welt kennenlernen und ich hab dich zum ersten Mal losgelassen.
    Ich wusste, welcher Schmerz dabei auf dich und mich zukommt, und hab es zugelassen.
    Du warst da, und meine Welt war perfekt. Ich war rund um die Uhr für dich da und deine Welt war perfekt.

    Dann wolltest du die Welt entdecken und mit jedem Meter, den du erst gekrabbelt und dann gelaufen bist, musste ich dich ein Stück loslassen.
    Ich wusste, dass du dabei auf die Nase fallen würdest und hab es zugelassen.

    Dann wurde dir dein Reich zu klein, du wolltest anderswo übernachten, Freunde besuchen, in den Kindergarten gehen, jedesmal ein kleiner Abschied, oftmals mit Tränen.
    Ich wusste, dass du dich an deinen Teddy kuscheln würdest, um stark zu bleiben und dass du nach mir rufen würdest – und hab es zugelassen.

    Dann wolltest du die Welt begreifen und gingst in die Schule. Plötzlich konntest du alleine Bus fahren, zu Fuß ins Einkaufszentrum gehen, dich mit Freunden treffen, Radfahren.
    Und immer wusste ich, welchen Gefahren du dabei ausgesetzt bist – und hab es zugelassen.

    Zwischen all diesen Stationen gab es Tränen, Schmerzen, Enttäuschungen, Trauer – ich hab dich in den Arm genommen, dich getröstet, ein Pflaster auf die Wunde geklebt und dir gesagt, alles wird wieder gut.

    Dann wolltest du deine eigene Welt erschaffen und kamst in die Pubertät. Mit allen, was dazugehört. Aufsässig, rebellisch, zurückgezogen, abweisend – und zwischendurch immer wieder anschmiegsam, Geborgenheit suchend, hilfsbedürftig.
    Ich wusste, wie schwierig dieser Weg für dich ist, wie weh du mir und dir dabei tust – und hab es zugelassen.

    Dann warst du plötzlich groß, du wusstest, was du werden willst, du hattest einen Freundeskreis, den ich nicht mehr kannte. Du warst verliebt, du hast Dinge ausprobiert, von denen ich nichts mehr wusste, du hast dir deine Welt gebaut.
    Ich wusste, welche Stolpersteine vor dir liegen und welche Erfahrungen du machen würdest, bis du wirklich fest im Leben stehst – und hab es zugelassen.

    Dieses “Zulassen” hat mir oftmals mehr weh getan als jeder gebrochene Arm oder gebrochenes Herz dir wehgetan hat – ich wusste die Lösung und hab dir trotzdem den Platz gegeben, deine eigene zu finden.
    Mit diesem “Zulassen” hab ich dir das wichtigste gegeben, dass du brauchst: das Vertrauen in dich selbst, es zu schaffen. Was immer dieses “es” sein wird.

    Mein Kind, ich liebe dich über alles! Ich werde dich immer wieder loslassen, aber ich werde dich nie alleine lassen.

    (Bettina Kalandra)

    Antworten

  4. Entstanden aus dem Spiel mit Seifenblasen (übrigens sehr zu empfehlen!):

    FESTHALTEN oder L O S la s s e n ?

    Lebendigkeit und Konservieren, die zwei vertragen sich nicht.
    Aber sich freuen am schillernden Perlmuttglanz der Seifenblasen,
    an der Leichtigkeit, mit der sie tanzen in der Luft – das ist Lebendigkeit.

    Die Seifenblasen festhalten, man kanns versuchen –
    wenn man denn schmierig-nasse Hände möchte.

    Daniela

    Antworten

  5. Danke für all eure wundervollen Texte! Jeden Tag gibt es so viel Schönes, Neues zu lesen, das ist klasse!
    Bis zum Sonntag, 9. September, läuft ja noch unsere Verlosung hier. Solltest du keinen der beiden Plätze gewinnen, winkt dennoch ein kleines Dankeschön für dich: Wenn du magst, kannst du die nächste Online-Schreibwerkstatt, die am 14. September beginnt, mit 10 % Rabatt belegen und sparst somit zwölf Euro. Dazu einfach in der Anmeldung auf http://www.handgeschrieben.de auf deinen Text hier im Blog verweisen.

    Sonnige Grüße und euch noch eine schöne Woche,
    ich freue mich auf weitere spannende Texte,
    Sabrina

    Antworten

  6. Was will ich lange Texte schreiben? Die Erleuchtung kann in einer Rosine gefunden werden.

    Kann noch so viele Bücher lesen und doch nichts lernen.
    Kann glauben, mein Wissen noch so weit zu vertiefen ohne zu merken, dass es absolut nichtig ist. Es gehört immer noch meinem Verstand.
    Habe interessante Erfahrungen gemacht.
    Versuchte spirituell noch so sehr voran zu kommen und Mitgefühl zu kultivieren. Wurde abgehoben, habe mich von Freunden innerlich disatnziert, ohne zu merken, dass ich nur das Gegenteil davon erreiche, worum es geht.
    Will nichts mehr erreichen. Es gibt kein erreichen. Es gibt nur ablegen und fallen lassen.
    Einfach immer mal wieder Glaubenssätze komplett über den Haufen werfen und genau das tun, wo vor ich gerade Angst habe oder wirklich nicht will.
    Und genauso kommt es: Werde nicht verbitterter oder unglücklicher, sondern gelassener und heiterer. Belächele alte Anhaftungen, die mich so sehr beherrscht haben.
    Entdecke neue Denk-und Verhaltensweisen.
    In dieser Form lebe ich nur einmal. Wie will ich mich selbst kennen lernen, wenn ich nicht meine Grenzen kennen lerne?
    Das Leben fängt an Spaß zu machen und witzig zu werden, wenn ich aufhöre mich selbst und meine Befürchtungen zu ernst zu nehmen.

    Antworten

    • schön das immer mehr zu dieser Erkenntnis gelangen

      lesenswert,wenn auch unnötig dazu:

      Der Erleuchtung ist es egal, wie du sie erlangst
      von Thaddeus Golas

      Antworten

  7. Rollstuhltanz 16.06.2012

    Im Rollstuhl ist das Leben vorbei!
    Da gibt’s ja nichts mehr zu tun. Freude ist so wie so ein Fremdwort. Rollstühle sind eh’ alle gleich. Der Mensch im Rolli ist nichts mehr wert und so wird er leider oft auch behandelt. Alles ist nur anstrengend und voller Mühsal für alle Beteiligten.
    Wirklich?
    Wir, mein Mann und ich, haben den Rollitanz vor 3 Jahren entdeckt.
    Rollitanz, ja wie? Rolli rollt vor und zurück, ein wenig drehen und das nennt sich dann Tanz? Wie aufregend! Haben wir anfangs auch gedacht, bis wir unsere Leiterin der Rollitanz Abteilung das erste Mal gesehen haben. Da steckt Musik im Rolli und dazu gehörendem Fußgänger, wenn man sie mit einem Rollstuhlfahrer tanzen sieht.
    Jeder Tanz, aus dem normalen Tanzprogramm, kann auch mit dem Rollstuhl getanzt werden. Rollstuhlfahrer und Fußgänger bilden eine Einheit als Kombitanzpaar. Taktgefühl, Abstimmung des Paares, Freude am Tanzen und Rhythmusgefühl, gute Rollstuhl Beherrschung und Körperspannung sind wichtige Voraussetzungen, um gemeinsam die Charakteristika der verschiedenen Tänze darzustellen.
    Seit unserem ersten Wettbewerb haben sich für meinen Mann und mich Tore geöffnet. Wir rollen zu verschiedenen Wettbewerben, lernen neue Menschen kennen und haben einen riesigen Spaß. Mit Beginn der Musik blenden wir Zuschauer und Wertungsrichter aus und tanzen nur noch für uns und unsere Freude. Jeder kann unsere Begeisterung sehen.
    Gemeinsame Freude als Paar beim Tanzen, trotz vorhandener Schwierigkeiten. Zusammensein mit Gleichgesinnten. Hier steht nicht mehr die Erkrankung im Vordergrund, sondern das gemeinsame Tanzen, der Spaß und das Lachen. Rollstuhltanz – gelebte Integration

    SAMBA – getanzte Lebensfreude
    Die Musik beginnt. Wir fangen an sie zu spüren. Die Musik geht durch unseren Körper. Wir lächeln uns an. Erste Bewegungen zum Rhythmus aus dem Stand. Wir stehen uns gegenüber und schauen uns an, ein kurzer Blickkontakt und dann gehen wir in die Tanzbewegungen hinein. Der Samba-Rhythmus hat uns gepackt. Wir bewegen uns im Takt, und bauen verschiedene Drehbewegungen, Schrittfolgen oder auch Grundschritte aneinander. Wir bewegen uns zum Samba-Rhythmus durch den Raum. Dazwischen immer wieder ein lächelnder, fröhlicher Blickkontakt.
    Samba, Lebensfreude, die wir tanzend ausdrücken!

    Antworten

  8. Das Kartenspiel

    Umgedreht auf einem großen Holztisch lagen nebeneinander die Herz- und die Kreuzkönigin. Das Spiel war längst verebbt, mittendrin. Die Spieler hatten viel geredet und getrunken und irgendwann einfach vergessen, weiter zu spielen. Erst hatten sie ihre Karten noch eine Weile in den Händen behalten, aber einer nach dem anderen hatten sie sie auf den Tisch gelegt und sich ihrem Gespräch und natürlich auch ihren Gläsern gewidmet.
    „Immer das Selbe!“ flüsterte die Herzkönigin der Kreuzkönigin zu. „Wir haben Spaß, können mit jedem ein Schwätzchen halten, weil es immer rundum geht. Und mitten drin, lassen sie uns liegen. So sieht mer ja nie alle. Wie soll mer da nur in Kontakt bleiben?“ Sie seufzte und ließ die Schultern hängen. „Ich finds nicht so schlimm.“, sagte die Kreuzkönigin. „Eigentlich gefällt es mir sogar. So haben wir die Gelegenheit, mal richtig ausführlich miteinander zu sprechen.“ Die Herzkönigin schaute irritiert. „Wie, ausführlich? Über was denn? Wir sind ein Volk, ein Spiel. Wir erleben alle das Gleiche. Über was willst Du denn da ausführlich reden?“ Die Kreuzkönigin kratzte sich die Augenbraue. „Wir erleben doch nicht das Gleiche!“ erklärte sie.“ Jeder liegt wo anders im Stapel, jeder sieht etwas anderes. Schaust Du denn nicht aus dem Fenster, wenn der Dicke auf der Bank Dich auf der Hand hat? Da draußen passiert ständig etwas Neues.“ Die Herzkönigin überlegte. „Eigentlich schaue ich nirgendwo hin. Auf die Idee bin ich nie gekommen. Ich sehe den Menschen, der mich auf der Hand hat. Und ich sehe die Tischplatte. Ach, und eben den, der mit auf der Hand ist. Mit dem schwätz ich dann ja.“ Jetzt war die Kreuzkönigin verwundert. „Über was redet ihr denn, wenn Du nie etwas Neues siehst? Was gibt es denn da?“ Die Herzkönigin legte die Stirn in Falten und knetete ihre schlanken Finger. „Über was reden wir? Mhhh… der Pikbube hat mir gestern erzählt, dass er mein Kleid mag. Und die Herzneun sagte, sie lag die Woche zuvor fast jeden Tag vor der Kreuzsieben. Sowas eben.“ Die Kreuzkönigin dachte an den Abend zuvor, an dem sie sich über eine Stunde mit dem Karokönig darüber unterhalten hatte, wie es wohl wäre, körperliche Gefühle zu haben. Schnee auf der Haut zu spüren. Überhaupt eine Haute zu haben und nicht nur Papier. Draußen vor dem Fenster waren die weißen Flocken gefallen. So viele, dass sie sie nicht zählen konnten. Eigentlich wollten sie das auch nicht. Aber eingefangen hätten sie gerne welche. Sie erzählte der Herzkönigin von ihrem Gespräch und fragte, ob sie sich das vorstellen könnte. „Eine Flocke, ein kleiner Kristall, aus gefrorenem Wasser, der auf Deiner Hand landet und schmilzt.“ Der Herzkönigin fiel keine Antwort ein. Sie dachte angestrengt nach. Dann streckte sie vorsichtig, ganz vorsichtig, ihre Hand aus der Karte und berührte die Tischplatte.

    Antworten

  9. An der Geldscheinverbrennsucht litt ich lediglich für einen Moment.
    Kurz nach meiner Konfirmation.
    Der Fünfziger stammte von der bösen Oma und flackerte wundersanft ab.
    Unvergessen!

    Antworten

  10. Glaube und Vertrauen

    Auszug aus meinem „ Buch des Lebens“

    Der Mensch als Verursacher seiner Realität!

    ………………………………….

    Nicht nur : „ Ich denke, also bin ich“,
    sondern :
    „So wie ich denke, so bin ich“

    Also weg von der Verantwortungslosigkeit hin zur totalen Verantwortung des eigenen Seins.

    Ich bin so wie ich bin, weil ich denke,das ich bin,was ich bin!

    Um es nochmal als Beispiel zu veranschaulichen : „ Ich bin nicht untreu wie ein Zwilling, sondern weil ich denke, das alle Zwillinge untreu sind, deshalb bin ich es auch“

    Ich verursache mein Leben also komplett selber! Wenn ich denke, ich bin unattraktiv, dann werde ich es auch sein. Wenn ich denke, ich bin arm, dann werde ich das ebenfalls sein.
    Der Umkehrschluss ist, das man sein Leben so ganz leicht ändern kann!
    Ich denke, ich bin schlank,schön, reich und gesund………………………..und ich werde es sein.

    Hunderttausende,wenn nicht mehr ,stürzten sich voller Enthusiasmus auf diese neue Lehre.
    Ich nicht ausgenommen!
    Aber wie die Astrologie keine ausreichend komplexes Erklärungswerk für den Menschen ist, so funktionierte es auch damit nicht so einfach.
    Überall klebten Zettel „ Ich bin schlank“
    „ Ich bin schön“
    „ Ich bin reich“
    „ Ich bin glücklich“ u.s.w.

    Doch die meisten Menschen blieben einfach dort,wo sie auch schon vorher waren.
    Den Autoren wurde es bewußt, das es so einfach wohl doch nicht sein kann.
    Es kamen neue Bücher auf den Markt!

    Sicher ist man der Verursacher seiner Realität, aber………………………………..
    erst einmal muß man sich selber lieben, akzeptieren und das Vertrauen haben.
    (Stand das nicht alles schon in der Bibel))
    Also weiter vorgebetet ,oder affimiert,wie das heutzutage heißt.
    Dann kamen Autoren auf, die noch weiter gehen!
    Autoren, die sagten, man verursacht sich alles!
    Am beliebtesten hier „ Das Verursachen eines Parkplatzes in der überfüllten Stadt“
    Dieses verursachen stellt quasi die Anfängerübung dar.
    Wenn man einen Parkplatz braucht, verursacht man ihn sich einfach.
    Da das so einfach auch nicht funktionierte, mußten Erweiterungen dazu!
    Dazu lese man Tepperwein, Bärbel Mohr, Pierre Frankh und Louise Hay.
    Man muß sich beim UNIVERSUM. oder GOTT , oder wem auch immer dafür
    bedanken, das man es schon erhalten hat!
    Oder wie Tepperwein sagt: „ Man muß das Gewünschte so behandeln, als wäre es schon geschehen“

    Also nicht , wenn man in die Stadt fährt sagen „ he supi,das ich gleich einen Parkplatz kriege“
    So funktioniert das nicht!
    Woher soll das Universum oder Gott,oder wer auch immer ,denn wissen, wann gleich ist?
    Man muß sagen: „ Danke für meinen optimalen Parkplatz in der Stadt“

    Das „ bedanken“ und das „optimale“ sind dabei ganz wichtige Faktoren!
    Dadurch, das man sich bedankt , hat man es ja schon erhalten?
    Selten bedankt man sich für Dinge, die man erst in der Zukunft bekommt!
    Und das OPTIMALE impliziert,das es das BESTE ist,was man für sich erlangen kann.

    So funktioniert es mit allen Dingen!
    Danke für meine optimale Wohnung!
    Danke für meinen optimalen Partner!
    Danke für meinen optimalen Job!
    Etc.

    Oder einfach

    „Danke, das ich auf allen Ebenen immer das Optimale erhalte.!“

    Der aufmerksame Leser wird sich jetzt fragen, was das wieder mit meiner Freundin und dem Vertrauen zu tun hat?????
    Sehr Viel !!!!!!!!!!

    Denn ohne Ihr grenzenloses Vertrauen in das anscheinend Unmögliche, wäre ich heute nicht da,wo ich bin.

    Trotz vieler Fehlschläge blieb sie weiter der Sucher an meiner Seite.
    Dabei war ich es, die Buch um Buch dazu verschlang und doch immer mehr zweifelte.
    Denn ohne dieses Urvertrauen, ist der Mensch seinen Ängsten und Zweifeln ziemlich ausgeliefert!

    Du bist,was Du bist! sagt der Zweifel
    Du kannst Dich nicht ändern! , sagt die Angst!

    Dann fuhren wir gemeinsam mit Freundinnen auf eine Nordseeinsel zum zelten.
    In unserer Stadt war es am regnen, scheußliches Wetter.
    Alle hatten nicht allzu tolle Laune, eher im Gegenteil
    Zelten im Regen! Bah!
    Keine von uns hatte wirklich Lust darauf im strömenden Regen auf einer Nordseeinsel ein Zelt aufzubauen.
    Die Wettervoraussage im Fernsehen hatte für das ganze Wochenende Regen prophezeit!
    Das Wochenende hatten wir uns ganz anders vorgestellt!
    So waren wir auf der Fahrt dort hin eher schweigsam und übellaunig!
    Meine Freundin fand das scheußlich!
    Mit Freundinnen, die so mies drauf waren, hatte sie keine Lust zu verreisen!
    Also dachte sie nach!
    Mit ihrem Optimismus und ihrem Urvertrauen kam sie auf eine Lösung!

    „Wenn wir unser Leben verursachen, dann können wir das auch mit dem Wetter“

    Wie bitte? War sie jetzt völlig fern ab von gut und böse?
    Fing sie an zu spinnen?
    Ihre Aussage hatte nur unverständliches Kopfschütteln zur Folge.
    Obwohl ihr Gedankengang eigentlich völlig logisch war!
    Also fing sie an zu affimieren!

    „Danke für das schöne sonnige Wochenende“

    Ihre Affirmationen hatten sogar von mir nur Kopfschütteln zur Folge.
    Und es regnete weiter. Der Himmel war grau, Wind peitschte und es war richtig ungemütlich.
    Wir kamen an die Küste und an den Hafen.
    Es regnete weiter.
    Das Meer sah grau und bedrohlich aus! Die Wellen gingen recht hoch.
    Unsere Laune blieb im Keller!
    Nicht so meine beste Freundin!
    Ihr Urvertrauen sagte zu uns „ Ich habe affimiert! Wartet doch ab, ihr werdet schon sehen“

    Ja,ja rede Du nur. Deshalb bekommen wir trotzdem keine bessere Laune!!
    So stiegen wir in strömenden Regen auf die Fähre zur Insel.
    Der Regen peitschte in unser Gesicht und wir wünschten, wir wären zuhause geblieben.
    Aber meine Freundin war weiter guter Dinge.
    Sie erinnerte mich an die Tarotkarte „ Der Narr“.
    Als die Fähre anlegte, regnete es noch.Als wir unsere Zelte und Ruckäcke hinunter auf den Kai brachten aber……………………………

    wurde der Regen weniger.
    Als wir alle auf dem Kai standen, hörte der Regen auf.
    (Bekomme heute noch eine Gänsehaut, bei der Erinnerung)
    Als wir Richtung Zeltplatz los gingen, begann die Sonne zu scheinen.
    Unglaublich!
    Die Sonne schien auf einmal warm und schön!
    Bis wir am Zeltplatz ankamen (einige Kilometer), hatte die Sonne den Sandboden so weit
    getrocknet, das uns der Zeltaufbau sehr leicht fiel!

    Als wir alles aufgebaut hatten und uns eingerichtet hatte, mußten wir uns umziehen, denn es war viel zu warm geworden !
    Beim ersten Bier am Kiosk sagte meien Freundin dann :

    „ Na, habe ich Euch doch gesagt! Alles ist möglich!“

    Und das Wochenende blieb sonnig, und Deutschland lag weiter unter einem Regenmantel

    © by Beatrix Deppe
    Alle Rechte, insbesondere das Recht der Vervielfältigung und der Verbreitung sowie der Übersetzung, sind vorbehalten. Teile des
    Werkes dürfen nur in Abstimmung mit und unter Angabe des Herausgebers reproduziert oder unter Verwendung elektronischer
    Systeme gespeichert, verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden. Ein Belegexemplar ist dem Herausgeber zugänglich zu
    machen.

    Antworten

    • Schön zusammengefasst, die Theorie mit dem Wünschen. Frauen die zelten und Bier trinken – sehr interessant :)

      Antworten

      • Dankeschön Elias!!
        Sind denn Frauen , die zelten und Bier trinken so ungewöhnlich?
        Eigentlich erscheint uns das auf dem Zeltplatz immer als ein ganz normaler Vorgang ;-)

        Antworten

        • Im Prinzip nicht, aber da muss ich mich wohl erstmal dran gewöhnen :)

          Antworten

  11. Der Beginn einer Geschichte über Mary Lou und ihre Blumen.

    Mary Lou war nicht besonders begeistert als ihre Mutter ihr mitteilte, dass Sie in die Stadt ziehen würden. In zwei Wochen sollte es bereits so weit sein. Mutter packte bereits seit Wochen schon Kartons und teilte Mary gar nicht mit was bereits schon beschlossene Sache war. Aber Mary ahnte bereits dass irgendetwas vor sich ging….

    Jeden Abend bevor sie schlafen ging besuchte Sie ihre Blumen, die sie im letzten Sommer mit ihren Vater gepflanzt hatte… Die Blumen dankten Ihre Aufmerksamkeit mit prächtigen Blüten und einen herrlichen Duft der den ganzen Garten in einen regelrechten Zauber verwandelten.

    Jedes Mal wenn Mary Lou in den Garten ging und nach Ihren Blumen sah, sah Sie auch ihren Vater. Die Erinnerungen an einen Vater eines Kindes werden nie vergehen, sie sind in der Seele eines kleinen Mädchen immer gegenwärtig, besonders dann, wenn dieser Vater sein Kind all die Liebe mit auf den Weg gegeben hat…und diese Liebe lebt nun weiter in Marys Herzen und in den die er einst mit seiner geliebten Tochter im eigenen Garten gesät hatte.

    Warum bloß ging Mutter auf den Friedhof und weinte an seinem leeren Grabe? Mary konnte es nicht verstehen und sie verstand auch nicht Mutters Tränen an diesem Ort, an den alle Menschen schwarz angezogen und mit bitterer Miene und schweren Ganges sich auf merkwürdige Art und Weise versuchten mitzuteilen.

    Mary Lou mochte nicht diesen Ort, doch Mutter versuchte immer wieder Sie zu überreden mit Ihr zu gehen. Manchmal gab Mary den flehen Ihrer Mutter nach, weil Sie den Schmerz ihrer Mutter und deren Tränen wegzaubern wollte. Mary versuchte Sie mit ihren lachen und ihrer Lebensfreude anzustecken. Doch das Leid der Mutter war so groß, dass ihre Tochter sie nicht erreichen konnte.

    Das ist das größte Leid, dass unsere Kinder mit sich tragen, wenn Sie es nicht schaffen die Erwachsenen zu erreichen. Ihre Eltern dessen Tränen zu trocknen. Wenn Sie nur einmal sich öffnen würden und wirklich die Liebe zulassen würden…dann würde sich jedes Leid auflösen durch die wahre Liebe dieser Kinder.

    Dicke Tränen kullerten Mary über die Backe und als die Blumen von diesen tranken umarmte sie ihr Vater, der sie sanft nun hin und her wog und sprach mit sanfter Stimme.

    „Mein geliebtes Kind, du bist beschützt in meinen Armen. Mutters Tränen kannst du gerade nicht trocknen, sie ist in Ihren Schmerzes gefangen.
    Mein geliebtes Kind versprich mir, dass du Deine Lebensfreude, Deine innerliche göttliche Lebensfreude nicht hergibst….versprich mir, dass du alles dafür tun wirst, dass Du glücklich bist.“

    Und Mary Lou hob den Kopf, strich sich ihre Haarsträhne aus dem Gesicht und streichelte die Blume, die ihre Wange zuvor berührte liebevoll. Ihre zarte Stimme hatte aufeinmal wieder Kraft und ihr Herz hüpfte vor Aufregung, sie begann die Worte ihres Vater zu verinnerlichen. Und Sie gab Ihr Wort der Liebe zurück.

    Die Gedanken der Mutter drehten sich weiterhin um die Kisten, die noch gepackt werden sollten. Mary Lou dagegen kümmerte sich mehr noch um die Blumen, die sie eins mit ihren Vater gesät hatte. Es kam immer näher der Tag des Umzuges, Mary wurde ganz schwer ums Herz, da der Abschied des alten Zuhauses schon in Kürze bevorstand…

    Da sie keine Blume zurücklassen wollte, beschloss sie noch vor dem Umzug alle Blumen auszugraben…doch dazu kam es nicht mehr………….

    Die Nacht vor dem Umzug stürmte es sehr und Mary Lou machte sich Sorgen um ihre Blumen, sie wollte zu Ihnen, doch Mutter erlaubte es nicht, zu gefährlich war der Wind, der um das Haus fegte und noch Angsteinflößender waren die Blitze die diese Nacht erhellten.

    Plötzlich war es duster, anscheinend hatte einer der Götterblitze eine Leitung erwischt. Mary machte eine Kerze an und versicherte Ihrer Mutter, dass alles gut wäre. Manchmal wunderte sich doch die Mutter, wenn ihr eigenes Kind sie beruhigte Sollte es den nicht andersherum sein? Doch zum nachdenken war jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. Ein Donner nach dem anderen folgte und die Blitze erleuchteten hin und wieder Mutter und Tochter.

    Mary dachte an Ihre Blumen und an Ihren Vater. Plötzlich sagte ihre Mutter.
    „ Wenn Vater doch nun hier wäre.“ Und Mary antwortete ihr.
    „Vater ist doch immer bei uns.“
    Marys Lous Mutter liefen erneut die Tränen runter und Mary Lou küsste ihr dieses Mal die Tränen von ihrer rosigen Backe.
    „Mary Lou, manchmal glaube ich, er ist wirklich da.“ Sagte die Mutter in einen jetzt nicht endenden Tränenfluß.
    Mary Lou antwortete dieses mal nicht, sie umarmte Ihre Mutter und schickte ihr die gesamt Liebe, die sie aus ihren weisen Herzen geben konnte

    Tochter und Mutter waren in den Moment eins, ja beide fühlten einander und Mary Lou war so glücklich dass sie ihrer Mutter mit der Liebe überhäufte und auch Mutters Herz konnte in dieser geheimnisvollen Nacht sich für die Liebe öffnen.

    Der Sturm derweilen hatte an solcher Kraft zugenommen, dass er die Ziegel des kleinen Häuschen wegriß. Jetzt schoß der Wind durch das Haus und peitschte durch das Wohnzimmer, in den Tochter und Mutter in den Armen lagen. Blätter flogen umher und die Regentropfen tanzten wie ein kleiner Wirbelsturm im inneren des Hauses. Ein Fenster riß auf und die Fensterscheiben klirrten. Die Haustür welche zuvor geschlossen war sprang ebenfalls auf und der Wind suchte sich seinen Weg durch das Haus… Es hörte sich an, als würde eine Horde Kinder die Treppe des Hauses nach oben stampfen, die Wände erzitterten von der Kraft des Sturmes, die bereitgestellten Kisten die für den bevorstehenden Umzugs bereits sorgfältig gepackt waren wurden von den Händen des Windes wieder geöffnet. Es flogen Bücher, Bilder und andere eingepackte Gegenstände wie von Zauberhänden getragen durch das Haus. Jedes Buch fand wieder seinen ursprünglichen Platz und die Familienbilder erwachten im alten Glanz an ihren Wänden. Die Spielsachen von Mary tanzten wieder in ihr Kinderzimmer. Als auch der Inhalt des letzten Kartons an seinen ursprünglichen Platz gefunden hatte beruhigte sich auch der noch eben dagewesene Sturm.

    In dieser Nacht veränderte sich die Dinge erneut. Es war eine Magie in diesem Hause eingekehrt, ja, die Liebe war wieder nach vielen vielen Monaten der Einsamkeit der Kälte zurückgekehrt. Der Schmerz der vergangenen Zeit verblasste und das Leben im Haus erwachte.

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