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Krieg und Flüchtlinge: Wie gehe ich mit dem Leid in der Welt um?

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Konflikte in der Ukraine. Amerikanische Panzer rollen auf Güterzügen in Richtung russische Grenze. Krieg in Syrien. Flüchtlinge strömen in Massen nach Europa. Immer wieder erreichen uns schlechte Nachrichten, und vielen von uns nicht klar, wie sie damit umgehen sollen. Es kommt Wut, Empörung und Angst auf. Aber wohin damit und verändert das die Welt? Wie können wir uns verhalten, um wirklich heilsame Veränderungen in dieser Welt zu erreichen, die auch bleiben?

Zuallererst möchte ich dir sagen, dass ich dich gut verstehen kann. Sehen wir die Bilder der Nachrichten, kommt in mir auch oft ein Gefühl der Hilflosigkeit auf, der Verzweiflung und Ratlosigkeit. Ich kann das Treiben der Menschen auf diesem Planeten nicht verstehen. Ich kann es nicht verstehen! Es lässt sich auch nicht verstehen, denn die Wahrheit kennt jeder in seinem Herzen, und die ist eine ganz andere, als das, was geschieht.

Die einzige Erklärung für das anhaltende Leid auf diesem Planeten ist die fortwährende Traumatisierung und das Handeln nach dem Ego. Die Menschen bekriegen sich, anstatt sich zu heilen. Die Menschen handeln nach dem Ego, anstatt mit dem Herzen. Das ist heute so, und bitte mache dir bewusst, dass das schon immer so war, als die Menschen zu denken begonnen haben.

Nur weil die Nachrichten „voller“ und die Themen immer brisanter erscheinen, heißt das nicht, dass das was Neues wäre. Dass es das Leid gibt, ist leider eine Erscheinung unseres menschlichen Lebens auf diesem Planeten und wir müssen irgendwie damit klarkommen.

Aber ich will an dieser Stelle nicht weiter versuchen zu erklären, warum das geschieht, sondern ja darauf eingehen, was wir im Einzelnen für eine heilere Welt tun können. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, und die Lösung ist recht einfach.

1. Entscheide dich radikal für deine Werte

Das meine ich so, wie es geschrieben steht: Entscheide dich radikal für deine Werte. Deine Werte sind das, was du für richtig und wichtig hältst. In diesem Fall kann das ein friedvolles Miteinander sein, das sich nicht nur auf deine Familienmitglieder beschränkt, sondern auf alle Erdbewohner.

Veränderung geschieht von selbst, wenn jeder Mensch sein Handeln und Denken nach seinen Werten ausrichtet.

Was bedeutet das konkret? Du unterstützt in keinster Weise mehr Menschen oder Organisationen, die selbst nicht in Übereinstimmung mit deinen Werten handeln. Auf indirekte Weise können wir das nicht immer bewerkstelligen. Denn Deutschland stellt z.B. Panzer und Waffen her, um sie für den Krieg zu verkaufen, so müsste ich mein Land verlassen, um es nicht mit meinen Steuergeldern zu unterstützen.

Das macht vielleicht weniger Sinn, aber sinnvoll ist es, die direkteren Wertekonflikte zu unterbrechen. Das würde bedeuten, dass ich z.B. meinen Job kündige, wenn ich mitkriege, dass die Firma den Krieg unterstützt. Waffenfirmen gibt es einige und selbst der Zugfahrer, der die Panzer im Namen der Deutschen Eisenbahn in Richtung Kriegsgebiet fährt, kann sich fragen, ob der dies unterstützen möchte. Die Konsequenz, radikal für seine Werte einzustehen, wäre die Dienstverweigerung bei solchen Transporten – mit dem Risiko, gefeuert zu werden.

Nun schreien vielleicht einige auf und sagen, dass sie dafür doch nicht ihren Job aufs Spiel setzen würden. Und dann würde ich sagen: Ja, dann stehst du eben nicht für deine Werte ein. Genau aus diesem Grund sind wir da, wo wir jetzt sind. Deutschland, Europa und die anderen Wirtschaftsstaaten der Welt sind voll mit Menschen, die ihre Werte vergessen haben und/oder nicht für sie einstehen.

Wer Veränderungen in der Welt bewirken will,
muss klare Entscheidungen treffen.

Mein Weg ging deshalb in die Selbstständigkeit, weil ich da noch das für mich höchste Maß an Freiheit habe, dem nachzugehen, was ich für sinnvoll halte. Das heißt aber nicht, dass das der ausschließliche Weg für jeden ist. Egal wie die Situation jetzt ist, es gibt immer einen Ausweg, eine Lösung. Wenn du darauf vertraust, wirst du die Lösung auch erkennen.

Kleine Veränderungen, die wir leicht schaffen können und die sich auf eine neue Welt auswirken, ist z.B. das Wechseln der Bank, das Beziehen von Oköstrom und weiteres, was dir sicherlich schon bekannt ist.

Erkenne einfach, was in deiner Macht steckt und was nicht. Die Macht des Einzelnen ist größer als wir denken, denn wenn ein Umdenken eine gewisse Schwelle übertritt, breitet es sich rasend aus. Außerdem ist jeder Einzelne Vorbild und strahlt aus, was er im Innern trägt.

2. Handle mit dem Herzen

Auch wenn es in der Welt viel Leid gibt, so können wir hier und jetzt Gutes tun. Wir müssen also nicht in Afrika Brunnen bauen oder uns sonst wie für die Rettung der Erde „aktiv“ einsetzen. Das kannst du tun, wenn du dich dazu berufen fühlst. Ansonsten ist der Weg, die Liebe zu entfalten und und zu leben, die jetzt in dir aktiv ist.

Du bist ein strahlendes Wesen und jedes Gefühl von Achtsamkeit, Liebe, Freude und Mitgefühl geht in die Welt über. Letztlich sind wir alle miteinander verbunden. Du tust der Welt und den Menschen also einen Gefallen, wenn du wahre Freude empfindest und glücklich bist. Dem geht natürlich auch eine Selbstheilung voraus, damit überhaupt erst wieder in der Lage sind, richtig zu lieben. Das kann dann z.B. eine Therapie sein.

Bloß kein Mitleid

In Mitleid zu verharren bringt niemandem etwas. Du verstärkst immer das, worauf du deinen Fokus setzt. Willst du kein anhaltendes Leid in der Welt, dann gewöhne dir ab, „mit-zu-leiden“. Mitleid hat auch etwas egoistisches, denn du erhebst dich damit über den anderen, dem es scheinbar schlechter geht als dir.

Die Wahrheit ist, dass wir die ganze Situation des Leidenden nicht kennen. Wir sehen immer nur einen Ausschnitt aus der jetzigen Situation. Wir kennen nicht seine Vergangenheit und seine Zukunft. Es ist also schon etwas anmaßend, in das Mitleid zu gehen.

Mitgefühl ist der Weg

Viel liebevoller ist es da, in das Mitgefühl zu gehen. Das ist eine ganz andere Qualität. Du fühlst mit dem anderen Menschen, du schaffst Verbindung und du sendest ihm Hoffnung, Liebe und Besserung. An die leidenden Menschen zu denken, sie als deine Brüder und Schwestern zu sehen und für sie zu beten kann also durchaus Veränderung schaffen. Du erhebst dich dabei nicht über andere, sondern bleibst dabei im Gewahrsein des allumfassenden Lebens, das den Sinn der jetzigen Situation schon kennt.

Aus Liebe zu handeln bedeutet auch, sich für das einzusetzen, was dir hier und jetzt möglich ist. Menschen, denen du behilflich sein kannst, findest du direkt vor deiner Haustür. Das Leid ist nicht nur auf der anderen Seite der Welt, sondern auch direkt bei uns. Stelle dir dabei auch die Frage, inwieweit das psychische Leid in unserer Gesellschaft im Verhältnis zu dem körperlichen Leid (z.B. durch Hunger) in armen Regionen ist.

So kannst du ein Handeln für das Miteinander und Füreinander leben, wo auch immer du bist. Veränderungen beginnen innen und breiten sich dann immer weiter nach außen aus.

Warum sich scheinbar nichts verändert?

Weil die Menschen diese zwei obigen Punkte nicht leben. Sie sehen die Nachrichten und gehen in das Gefühl der Angst, und damit nähren sie die Angst auf diesem Planeten. Oder sie reagieren mit Hass und verstehen nicht, dass sie damit den Hass in der Welt weiter erschaffen.

Energie folgt der Aufmerksamkeit und unsere Gedanken sind schöpferisch. Das ist Segen und Fluch zugleich.

Wenn du also jemanden, eine Organisation oder ein Land verfluchst, verfluchst du im gleichen Zuge dich selbst. Die Gefühle, welche die Nachrichten der Welt in dir auslösen, sind die Gefühle, die du lebst. Der Hass gegen einen Täter ist der Hass gegen dich selbst. Aus diesem Grunde gibt es ja Kriege. Genau das haben die Kriegsführer ja noch nicht verstanden.

Wir sind verbunden mit allem und was wir jetzt denken, fühlen und machen, bestimmt unser Leben. Das, was im Außen passiert, ist nur ein Spiegel der eigenen Gefühle und Gedanken.

Verstehe das und der Frieden ist näher als du denkst.

Dinge, die ich mit 21 gerne gewusst hätte

In meinem zweiten Buch habe ich dieses Thema genauer beschrieben. Es eignet sich hervorragend dafür, wenn du tiefer einsteigen möchtest.
Alle Infos und Leseprobe anschauen

Fazit

Um die Welt zu verändern, musst du nicht vor Ort helfen. Die Veränderung beginnt bei dir und an dem Platz, wo du jetzt bist. Erst mal musst du dein Herz öffnen, bevor das Leben dir die Liebe spiegeln kann, die du ausstrahlst. Entscheide dich also jetzt für die Liebe. In allen Facetten deines Lebens und vor allem zu dir selbst.

Liebe wirklich dich selbst, sonst passiert hier gar nichts.

Deshalb ist ja die Heilung von Traumatisierungen so wichtig, denn das ist ein wichtiger Schritt, um die eigene Liebesfähigkeit weiter zu entfalten. Ein Weg dafür ist z.B. Die Arbeit mit den Gefühlen und dem Körper, wie ich es im neuen Buch beschrieben habe: Dinge, die ich mit 21 gerne gewusst hätte.

Gehe mit dem Augen der Achtsamkeit durch das Leben. Wo kannst du deine Liebe weitergeben? Verbinde dich auch mit anderen Menschen und fühle dich in sie hinein. Fühle mit ihnen aber leide nicht mit. Was braucht der andere wirklich? Und was brauchst du wirklich?

Soll es ein neues Smartphone sein oder sehnst du dich nach einer herzlichen Umarmung? Sehnst du dich danach, endlich mal wirklich gesehen zu werden?

Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt.

(Mahatma Gandhi)

Lebe das, was du dir als Veränderung für diese Welt wünschst.

Radikal mit jeder Faser deines herrlichen Körpers.

Du bist Liebe.

Ich bin Liebe.

Wir sind Liebe.

 

Gehe den Weg des Selbstverwirklichers

Nehme mit vielen anderen am Emailkurs teil und bleibe verbunden. Erkenne wer du wirklich bist, komme in deine Kraft und erschaffe ein Leben, das du wirklich liebst.

(Deine Daten werden vertraulich behandelt. Du kannst dich in jeder E-Mail wieder austragen.)

Autor:

Hallo! Ich arbeite als Lehrer für Selbstverwirklichung und unterstütze Menschen dabei, sich selbst zu finden und ihr wirklich eigenes Leben zu leben. Mein Anliegen ist es, dass du dich komplett lebst mit allem, was in dir veranlagt ist. Erfahre hier mehr über die spannende Reise der Selbsterkenntnis und werde Selbstverwirklicher. // Über mich.

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6 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich glaube das dieses Thema, daher die Überschrift dieses Blogs, wohl im Moment viele Menschen beschäftigt.
    Eine schöne Idee das zu veröffentlichen und damit zum Denken anzuregen.

    Selbst bin ich der Ansicht das Nächstenliebe und Mitgefühl allein die Welt nicht verbessern.
    Es hat schon immer Menschen gegeben die unseren Frieden stören. Wehrhaft zu sein und wachsam sind nach meiner Meinung ebenso wichtig.

    Da du in deiner Thesse davon sprichts das es richtig ist seine Vorstellungen und Ideale zu leben, interessiert mich deine Meinung. Meine Vorstellungen weichen sicher von deinen ab.

    Einige kurze Beispiele meiner Ansichten:
    Ich glaube nicht da es richtig ist die Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen und sie auf immer hier zu behalten weil es uns schadet. Hilfe ja, aber nicht vor Ort und auf Dauer. Opferhaltung gefällt mir nicht.
    Es gibt viel zu viele Menschen auf der Welt und auch in Deutschland. Diese unkontrollierte Vermehrung führt zum Untergang. Ich habe kein Mitleid mit Ihnen, sicher etwas Mitgefühl.
    Disziplin und Ordnung sind wichtig und sollten wieder gelebt werden.
    Andere Kulturen sind sehr interessant und Lehrreich jedoch mag ich keine Vermischung, daher kein MultiKulti.
    Ich gehöre einer nationalen Partei an um diese zu unterstützen um wieder ein Gleichgwicht in der Politik herszustellen. Ich arbeite freiwillig im Tierheim und nebenberuflich für den Umweltschutz. Gutmenschen (Unwort des Jahres) sind für mich blöde Schafe.

    Ein kurzer Auszug und Dinge die viele Menschen verurteilen und mich in eine politische Ecke stecken.
    Die derzeitige Situation in der Welt ist nicht schön jedoch spornt sie mich eher an etwas dagegen zu tun.

    Glaubst du das auch das ich das Recht habe mich fürdiese meine Werte zu entscheiden?
    Da ich Menschen mit anderen Ansichten nicht beschimpfe oder sogar attackiere fällt es mir schwer nachzuvollziehen warum es diese Menschen mit Menschen wie mir machen?

    Gruß Udo

    Antworten

  2. Hallo lieber Elias,

    zunächst einmal vielen Dank für Deine großartige Arbeit.

    Hier ein paar quere Gedanken zu Deinem Artikel:

    Noch immer leben und handeln die meisten Menschen aus Ihrer Angst heraus. Letztlich aus Ihrer tiefsten Angst vor dem Tod und deren mannigfaltigen Ableitungen. So kann ich beispielsweise meinen Job nicht kündigen, auch wenn er möglicherweise gegen meine Ethik und Prinzipien verstößt und ich mich eigentlich schon seit Jahren dabei unwohl fühle, weil ich Angst davor habe keinen neuen Job zu finden und somit evtl. mein zu Hause verliere, verhungern und sterben muss. ( um mal diese Kausal-Kette drastisch zu machen).

    Wir Menschen sind in vielerlei Hinsicht entwurzelt, insbesondere aber von unserem tiefen wahren Selbst. Haben wir das begonnen (wieder) in uns zu erkennen öffnen sich neue Tore und Möglichkeiten bisher unbekanntem Ausmaßes. Dann sind wir immer mehr Schöpfer und nicht mehr nur noch Rea-gier-ender und vor allem nicht mehr Opfer der Umstände etc.

    Kann man „jemanden“ verurteilen, der so in seiner Angst gefangen ist und deshalb daraus handelt? Jesus nannte es „denn sie wissen nicht was sie tun“. Ja woher sollten „sie“ es auch wissen, solange sie Ihr Selbst nur bestehend aus Ihren Gedanken und Emotionen halten und alles dafür tun, damit genau dieses Selbst nicht zerstört wird.. Aber all das erzeugt unbewusstes Handeln, was immer mehr Leid fördert, für „sie“ selbst und andere. Und mit jedem erzeugten Leid können sich Ego-Strukturen mehr und mehr auflösen. Gerade die jetzige Zeit bietet dem Ego mehr als genug „Potential“ um Angst und Ohnmacht zu erfahren und um dieses mehr und mehr zum wanken und auflösen und zum erkennen des wahren Selbst zu bringen. Mir ist es vor zwei Jahren mit dem Beginn der „Ukraine – Krise“ genauso passiert und ich bin mittlerweile sogar dankbar, dass es diese Impulse von außen gab, die mich letztlich im großen Maße vom Ego befreit haben. Ein Tür-Öffner war Eckhart Tolle, der genau im richtigen Moment da war. Sein Vortrag „Sogar die Sonne wird verglühen“ hat mir nicht nur die Augen geöffnet.

    https://www.youtube.com/watch?v=kpkQfFqECEA

    Wie ich mit der aktuellen Situation umgehe?
    Ich habe für mich beschlossen mehr und mehr bei mir selbst in meiner Mitte zu bleiben. Das gelingt mir mittlerweile schon echt gut. Nach-Richten lese und höre ich nur noch selten und wenn ich sie höre, nehme ich war, was die Worte genau in mir auslösen, ist es Wut, Angst, Ohnmacht .. mit dem Wahr-Nehmen der Gefühle können diese auch wieder gehen, zumal ich im tiefsten Inneren weiß, es hat nichts mit mir zu tun, sondern das entsprechende Gefühl ist eine konditioniere Reaktion meines Ego-Verstandes. Ich kann mir aber schon vorstellen, dass es noch den einen oder anderen massiven Einschnitt geben wird, der ordentlich am Fundament wackeln wird. Aber auch dafür fühle ich mich durch die innere Positionierung gut gewappnet.

    Aus meiner Mitte heraus kann ich in meinem direkten Umfeld genau das tun, was gerade jetzt wichtig und angebracht ist. Ein nettes Gespräch auf dem Wochenmarkt, ein lächeln in der Bahn, gemeinsames musizieren, trommeln mit Freunden, einfach SEIN!! Das sind meine Geschenke an die Welt.

    Letztlich habe ich gerade keine Ahnung wo die derzeitige Entwicklung enden wird.. wird es es an deren Ende tatsächlich einen finalen Krieg geben und sich die Menschheit ausgerottet haben oder finden vorher mehr als genug Menschen in ihre eigene (wahre) Mitte zurück und entziehen somit den immer-gleichen Ego-Drama-Spielen die Energie, erkennen sich stattdessen als Eins und leben aus dieser Erkenntnis.

    Wir werden es im Hier und Jetzt erleben.

    Martin

    Antworten

  3. Hi Elias,

    ein gut geschriebener Artikel, der viele gute Gedanken enthält. So lange die Menschen diese Botschaft aber nicht selbst verstehen bzw. am eigenen Leib erfahren, so lange wird es dauern, bis wirkliche Veränderungen im Denken und Handeln eintreten. Es muss jeder selbst erfahren, dass der platte Spruch „Wie innen, so außen.“ alles widerspiegelt, was Du geschrieben hast. Schon der Buddha hat gesagt, dass unsere Gedanken die Welt formen; wie auch viele weise Menschen nach ihm. Der Weg zur Selbstakzeptanz und Selbstliebe, der Weg nach Innen, das ist der schwere Weg den wir gehen müssen, doch es bleibt uns am Ende nichts übrig, wenn wir als Spezies auf der Erde überleben und unsere Lebensgrundlage nicht zugrunde richten wollen.
    Mich machen die Nachrichten über die Erderwärmung, den steigenden CO2-Ausstoß, wachsende Verschmutzung und das Leid durch Kriege oft sehr besorgt, doch wie Du richtig geschrieben hast, kann jeder nur da beginnen, wo er / sie steht und beginnen nach- und umzudenken und die Dinge anders machen, damit Veränderungen eine Chance haben. Ein inspirierendes Buch dazu kommt aus der Feder von Thich Nhat Hanh: Die Welt ins Herz schließen; Buddhistische Wege zu Ökologie & Frieden. Und wer damit anfangen will, kauft es sich bitte gebraucht oder beim Buchhändler um die Ecke (die vom Aussterben bedroht sind) oder leiht es sich.
    Ein großes Potential, die Dinge anders zu machen liegt außerdem in unserer Vergangenheit. Wir müssen uns nur anschauen, wie die Menschen früher lebten und jedes Schnipselchen an Lebensmitteln und anderen Materialien verwerteten und wiederverwendeten um zu erkennen, dass wir heute im unkontrollierten Überfluss leben, der uns und unsere Umwelt zerstört. In dem alten Wissen finden wir oft Rat und Hilfe. Es gilt nur, diesen Schatz auch zu heben und etwas daraus zu machen.

    So, nun hör ich auf. Ich wünsche Dir einen guten Start ins Neue Jahr und viele gute Ideen für 2016.

    Grüße!

    Antworten

  4. Hey Elias,

    ich gebe dir recht. :)

    Ich sage auch immer „Wenn es dir nicht passt, unterstütze es nicht.“ Deshalb habe ich zB. aufgehört Fleisch zu kaufen. Ich will die Leute nicht dafür bezahlen, Tieren das anzutun, was sie tun.

    Jeder sollte sich mal Gedanken darüber machen, was er eigentlich unterstützen will und was nicht und daraus seine Konsequenzen ziehen.
    Das alles funktioniert nämlich nur weil es auch gekauft/konsumiert/unterstützt wird.

    Liebe Grüße,
    Ronja.

    Antworten

  5. Hallo Elias,

    Du sprichst mir mit diesem Artikel so aus dem Herzen! Ich selbst habe mich an diesem Thema sehr abgearbeitet dieses Jahr – und bin damit noch nicht fertig.

    Du hast komplett Recht und was Du beschreibst, ist der einzig mögliche Weg, einen wirklichen Unterschied zu machen. Dennoch ist in mir immer noch so viel Wut über die Verhältnisse und die Menschen, die einfach wie Schafe in einer Welt mittrotten, die für viele andere Menschen so viel Leid und Ausbeutung bedeutet.

    Ich wünsche mir und uns noch viele weitere Menschen, die eine Botschaft wie Deine (im Gegensatz zu meiner Wut) konstruktiv in die Welt tragen und damit hoffentlich möglichst viele andere zum Nachdenken anregen können.

    Alles Gute für Dich
    Suzanne

    Antworten

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