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Interview mit Selbstverwirklicher Ludwig Schwankl

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Ludwig, wer bist du und was machst du?

Ich bin Ludwig Schwankl, Founder und Creator von www.seelenrave.de, einem spirituellen Blog für Hippies, Hipster und Naturburschen, auf dem ich sowohl der Kreativität meiner Seele als auch meinen spirituellen Impulsen Ausdruck verleihe. Die Nacktheit auf meinem Blog ist kein Plädoyer für Nudismus. Sie ist nur eine wundervolle Metapher für radikale Selbstverwirklichung. Live your naked self.

Was bedeutet Selbstverwirklichung für dich?

Für mich bedeutet Selbstverwirklichung, mein nacktes Selbst in jeder Faser zu leben. Es liebevoll anzunehmen, mit all seinem Licht und all seinem Schatten, und es so in die Welt hinauszutragen, dass es die Menschen ebenfalls an ihr wahres Selbst erinnert – fernab jeglicher Konditionierung, negativer Glaubenssätze und Selbstmanipulation.

Ich glaube, dass jeder Mensch eine Herzensmission in sich trägt. Eine Berufung, aus der er unerschöpfliche Energie beziehen kann, wenn er seine Zweifel durchbricht und sie in diese Welt hinausträgt. Eine Berufung, dessen Stärke nicht auf der Anerkennung im Außen beruht, sondern die die Seele von innen heraus mit tiefster Freude erfüllt.

Was war bisher deine größte Hürde und wie hast du sie gemeistert?

Für jemanden, der in der bayerischen Kleinstadt aufgewachsen ist, und rein berufstechnisch Dogmen vorgelebt bekommen hat, die den Selbstverwirklichungsaspekt im Beruf eher hinten anstellen, war es natürlich schwierig, aus all diesen Konditionierungen herauszutreten. Immer wieder ertappe ich mein Karriere-Ego dabei, wie es mich nach wie vor von meinem unkonventionellen Weg abbringen und mich in die alte Komfortzone zurückmanövrieren will.

Doch tief drinnen spüre ich, selbst in Zeiten des Zweifels, dass ich mich längst auf den Weg in die Seelenfreiheit begeben habe. Und mich eine Umkehr nie wieder zufriedenstellen würde.

Wie gehst du mit Angst und Zweifel um?

Viele Selbstverwirklicher glauben, dass sie nie wieder mit Ängsten und Zweifeln konfrontiert werden, wenn sie die erste Hürde genommen und begonnen haben, ihre Berufung zu leben. Das ist meiner Erfahrung nach nicht so.

Unser Ego ist äußerst raffiniert darin, den inneren Zweifler in uns immer wieder nach Bedarf zu aktivieren. Und Bedarf herrscht innerhalb der Grenzen unseres Verstandes immer dann, wenn die Komfortzone noch einmal ein Stückchen mehr verlassen wird.

Ich habe durch Meditation, Schamanismus und Energiearbeit gelernt, die Ängste und Zweifel einfach durchrauschen zu lassen, anstatt mich im Geiste an sie zu klammern und einen kontraproduktiven Mind-Fuck zu produzieren. Negative Emotionen wollen gefühlt und nicht rational überanalysiert werden, damit sie in den Frieden gehen können.

Sind Ängste und Zweifel da, stürze ich mich auf Gefühlsebene in dieses oft unangenehme eiskalte Wasser, fühle und lausche den Worten meiner Seele, was die Angst und Zweifel mir zu sagen haben. Auch wenn mein Verstand dagegen anzukämpfen versucht.

In welchem Moment hast du dich bisher am lebendigsten gefühlt?

Egal wie negativ die Gefühle manchmal auch sein mögen und mit welch großer Wucht sie einen übermannen. In der Pubertät habe ich mein Herz irgendwann verschlossen und mich von meinen Gefühlen abgekapselt.

Fühlen ist das größte Geschenk!

Über die Jahre habe ich meine große Sensitivität zurückgeholt und mit ihr alles, was dazugehört. Gefühle der Leichtigkeit und Freude genauso wie Verletzlichkeit und Angst. Wer in der Lage ist, allen Gefühlen jederzeit liebevoll die Erlaubnis zu geben, einfach da zu sein, wird sich nie wieder wie ein Roboter fühlen, sondern sich der Lebendigkeit des Menschseins hingeben – mit allem, was dazugehört.

Welche „Fehler“ wirst du kein zweites Mal machen?

Für mich gibt es keine Fehler. Nur Lerneinheiten. So abgedroschen es auch klingen mag. Und so sehr ich auf Verstandesebene im Rückblick auch vieles anders gemacht hätte. Die Fehler und die damit verbundenen Erfahrungen wollten einfach gemacht werden und haben immer und überall ihren Zweck erfüllt. Und mir wertvolle Wachstumslektionen erteilt.

Welches Zitat hat für dich eine große Bedeutung?

„Ich habe alles verloren und mich dabei selbst gefunden.“ (Rumi)

Was sind deine 5 Kurztipps für angehende Selbstverwirklicher?

  1. Überlege nicht, wie du dein Potenzial in einem sinnvollen Beruf bündeln kannst. Tu das, was du liebst und deine Berufung wird dich finden! Funktioniert. Promise.
  2. Heile deine Wunden und breche die Angstblockaden. Lass all den Ballast hinter dir, der dich davon abhält, dein wahres Selbst zu leben! Lass dich dabei von deiner Intuition zu wertvollen Unterstützern deiner Heilung führen.
  3. Sei geduldig! Auch wenn dich deine Berufung zu Höchstleistungen treiben und dich mit unermesslichem Ehrgeiz ausstatten wird. Du wirst immer wieder mit Hürden konfrontiert werden. Du wirst kleine Umwege gehen und das Tempo zurückschreiben müssen, um inne zuhalten und dich neu auszurichten.
  4. Suche dir inspirierende Mentoren! Wenn du deine Selbstverwirklichungspläne mit alten Freunden besprichst, die tagein, tagaus im Büro sitzen und diesen Berufsalltag als für sie gültige Wahrheit verinnerlicht haben, brauchst du dich nicht wundern, wenn du auf Widerstand stößt. Umgebe dich mit Vibes, die dich fördern und fordern. Und diese werden in dein Leben treten, sobald du dich dafür öffnest.
  5. Zum Thema Geld! Nur weil du nun auf der Selbstverwirklichungsschiene gelandet bist, heißt das nicht, dass du von heute auf morgen davon leben können musst. So viele Wunder ich in meinem Leben zum Thema Selbstverwirklichung auch erlebt habe, Finanziell müssen wir uns oft den Hard Facts des Alltags beugen und neben der Ausübung unseres Herzensprojekts schauen, wo wir unser Geld auftreiben können. Wenn dein Herzensziel feststeht, ist ein Brotjob in Maßen viel leichter erträglich. Und er wird über kurz oder lang sowieso deiner wahren Mission weichen.

Spielt Erleuchtung für dich eine Rolle oder würdest du sogar sagen, dass du bereits erleuchtet bist? Welche Einstellung hast du dazu?

Erleuchtung ist für mich ein Konzept, das, sobald es auf Verstandesebene zu begreifen versucht wird, sofort wieder als Waffe des Egos gegen unseren inneren Frieden verwendet wird. Sobald ich danach strebe, trete ich den Weg zurück ins Ego an. Und mein Ego gerät in Versuchung, gewisse Emotionen in die Tiefen meines Unterbewusstseins zu verdrängen, die sich für einen vermeintlich Erleuchteten nicht ziemen.

Was möchtest du uns zum Schluss noch mitteilen?

Wenn du den Pfad der Selbstverwirklichung beschreitest, wirst du viele Dinge loslassen und aus der Komfortzone heraustreten müssen. Du wirst vielleicht alte Freunde zurücklassen. Alte Denkmuster, die dir früher viel Orientierung geboten haben. Doch nichts von all dem konnte und kann dir das geben, was du kriegst, wenn du mutig den Impulsen deiner Seele folgst und deine Herzensmission lebst: eine tiefere Form von Erfüllung, die einfach ist und deine Individualität von innen heraus zum Leuchten bringt.

Danke Ludwig für das tolle Interview!

Ich fühle mich mit seinen Antworten sehr verbunden. Teilweise habe ich sehr ähnliche Erfahrungen gemacht, wie er sie beschreibt. Z.B. beim Thema Erleuchtung (Als ich dachte, ich sei Eckhart Tolle), wenn man meint, man sei da schon und damit beginnt, seine Gefühlen zu unterdrücken, die scheinbar nicht zu der Rolle eines Erleuchteten gehören.

Komm du bloß nicht auch auf diese Idee, sondern sei mit allem, was jetzt da ist. Durchfühle alles, ohne darüber nachzudenken.

In Liebe!

Viele weitere interessante Menschen im Interview findest du auf der Seite Selbstverwirklicher im Interview.

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Autor:

Hallo! Ich arbeite als Lehrer für Selbstverwirklichung und unterstütze Menschen dabei, sich selbst zu finden und ihr wirklich eigenes Leben zu leben. Mein Anliegen ist es, dass du dich komplett lebst mit allem, was in dir veranlagt ist. Erfahre hier mehr über die spannende Reise der Selbsterkenntnis und werde Selbstverwirklicher. // Über mich.

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