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Interview mit Selbstverwirklicher Joachim Hilbert

Joachim Hilbert ueber Selbstliebe

In diesem Artikel habe ich ein Interview mit Joachim Hilbert geführt. Er begann ebenfalls den Sinn in seinem Leben zu hinterfragen, als ihm der Job zu viel wurde und er an Überarbeitung litt. Was er danach auf seiner Reise des „Sich-Selbst-Bewusst-Werdens“ fand, war Achtsamkeit und Selbstliebe, die er in sein Leben integrierte. Darüber schreibt er auch in seinem Blog „Leben ohne Limit“.

Joachim, möchtest du dich zu Beginn meinen Lesern vorstellen? Wer bist du und was machst du?

Joachim Hilbert Blogger

Joachim Hilbert
Autor von
Leben ohne Limit

„Hauptberuflich“ arbeite ich als IT Berater. Das ist eine Tätigkeit, die mir lange Freude bereitet hat. Erst in den letzten Jahren spürte ich für mich, dass das alleine nicht reicht. Über meine Arbeit hinaus, sind mir Sport, Meditation und das Lesen sehr wichtig.

Vor ein paar Jahren habe ich dann mit dem Bloggen angefangen. Ich wollte schon immer gerne ein Buch schreiben. Doch damit zu beginnen, war für mich eine Nummer zu groß.

Deswegen finde ich das Bloggen optimal. Ich kann mich an kleinen Artikeln probieren und bekomme schnell Feedback von anderen Lesern. So hob ich Leben ohne Limit aus der Taufe.

Dein Blog heißt „Leben ohne Limit“. Um was geht es da genau und was war deine Urmotivation, ihn zu gründen?

Schreiben hat für mich auch etwas mit Klarheit zu tun. Vor knapp 4 Jahren fühlte ich mich ausgebrannt. Das war die Rechnung dafür, dass ich viele Jahre über meine Kräfte hinaus gegangen bin. Ich musste mich erst wieder auf das für mich Wesentliche besinnen. Was zählt in meinem Leben? Wofür möchte ich meine Energie einsetzen?

Dabei hat mir das Schreiben enorm geholfen. Und warum das Ganze nicht auch veröffentlichen? Dann haben vielleicht auch andere einen Nutzen davon. Ach ja und ich habe Freude am Gestalten. Text und Bilder irgendwie schön in Szene zu setzen, das gibt mir etwas. Ist vielleicht manchmal auch Spielerei. Aber was soll’s, Hauptsache ich habe Spaß daran.

Mit Leben ohne Limit möchte ich motivieren, den inneren Reichtum zu entdecken. Ich beobachte, dass viele von uns ihr Glück vor allem im Außen suchen. Mir passiert das natürlich auch immer wieder.

Was kam bei deiner Selbstreflexion damals heraus? Wofür möchtest du deine Energie wirklich einsetzen?

Mein Leben ist kurz und kostbar. Deswegen ist es für mich so wichtig, achtsam mit meiner Zeit und Energie umzugehen. Ich habe mich darauf besonnen, was mir im Leben besonders wichtig ist. Dementsprechend versuche ich, meinen Tag zu gestalten. Am Morgen fange ich am liebsten mit Meditieren an. Das fühlt sich zwar nicht immer gut an, doch ich habe dadurch viel an Klarheit gewonnen.

Und ich lerne, mich besser anzunehmen. Früher stellte ich sehr hohe Ansprüche an mich und ging teilweise sehr hart mit mir ins Gericht. Mit anderen wäre ich nicht so umgegangen. Sich selbst zu lieben und wertzuschätzen, finde ich ganz elementar.

Weiterhin finde ich es schön, meinen Beitrag für andere leisten zu können. Zum Beispiel indem ich zuhöre, anderen respektvoll begegne oder mit meinen Beiträgen von Leben ohne Limit.

Da sprichst du ein wichtiges Thema an. Was ich so sehe, ist, dass viele Menschen zu hart mit sich umgehen. Was brachte dir den Erfolg, um dich selbst mehr zu lieben?

Ich lerne ganz viel durch meinen Sohn. Mit ihm gehe ich liebevoll um. Wenn die Dinge nicht so laufen wie geplant, bin ich ihm nicht böse, weil ich ihn von Herzen liebe. Irgendwann fragte ich mich dann mal, ob ich mich vielleicht weniger liebe als ihn. Diese Frage war für mich ein Schlüsselerlebnis. Seitdem habe ich stets mein Bild als kleines Kind bei mir. Das mache ich dann zum Glück nicht nieder.

Und es macht ja auch wenig Sinn, anderen respektvoll zu begegnen und sich selbst bei jeder Kleinigkeit in die Pfanne zu hauen.

Da gebe ich dir vollkommen Recht. Die Erinnerung daran, was das „innere Kind“ gerne tun möchte, finde ich gut. Hast du noch weitere Ideen und Wege, wie ein Mensch zu mehr Selbstliebe finden kann?

Wir verbringen das ganze Leben mit uns. Wollen wir eine schöne Zeit verbringen oder ständig an uns herumnörgeln? Unsere Gedanken und Gefühle bergen viel Energie. Deswegen ist es für mich so wichtig, ganz genau darauf zu achten, womit ich mich beschäftige. Helfen mir diese Gedanken? Sind es vielleicht oftmals die gleichen Gedanken?

Weiterhin verfüge ich  über viel mehr Gelassenheit und Ruhe, wenn ich mich annehme. Klar, das ist leicht gesagt. Doch mit Achtsamkeit und Klarheit fing der Weg für mich an. Womit beschäftige ich mich? Macht es Sinn? Irgendwann kommen dann weitere Impulse und Einsichten.

Meditation verwechseln manche aus meiner Sicht mit Entspannung und heile Welt. Sich morgens hinzusetzen, kostet mich oftmals auch Überwindung. Ich bin müde, die Knochen tun mir weh und eigentlich müsste ich noch ganz viele andere Dinge machen …

Und die Gedanken in meinem Kopf begeistern mich auch nicht immer. „Du sollst dies machen …“, „Warum hast du nur …“, „Ich muss unbedingt …“ und so weiter und so fort. Doch es geht ja nicht darum, die eigenen Gedanken zu bewerten, sondern sie erst einmal bewusst wahrzunehmen.

Zudem kommen auch oftmals Gefühle wie Traurigkeit und Leere in mir hoch. Also das Ganze ist nicht nur Friede, Freude und Sonnenschein …

Also würdest du sagen, dass es für dich besser ist, die tägliche Meditation beizubehalten, auch wenn du mal absolut keine Lust hast?

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Ja auf jeden Fall. Der „Erfolg“ stellt sich bei mir mit der Zeit ein. Mein Leben bekommt mehr Tiefe und ich erhalte Klarheit über meine Ziele.

Das ist für Außenstehende zunächst schwer nachzuvollziehen. „Was, du setzt dich morgens hin und beobachtest deine Gedanken? Geht’s noch?“ Letztendlich braucht es ein wenig Vertrauen und Offenheit, um Meditation und Innehalten wenigstens einmal auszuprobieren. Dann darf natürlich jeder selbst prüfen, ob es für ihn passt.

Ich halte nichts davon, zu sagen: Mir hilft es ganz wunderbar, deswegen musst du es auch unbedingt machen. Gebe ich selbst ein gutes Vorbild ab, werden die anderen vielleicht neugierig und fragen: Klasse, du wirkst oftmals so entspannt. Wie machst du das?

Wie sieht deine Art des Meditierens aus bzw. wie würdest du einen absoluten Neuling anleiten?

Ich habe vor 8 Jahren Zuflucht zum tibetischen Buddhismus genommen, bin also Buddhist. Bei diesen Meditationen wird auf die Sitzhaltung geachtet und mit inneren Bildern gearbeitet. Und es steht eine besondere Philosophie dahinter. Jemand der neu ist, würde ich erst einmal mit ins buddhistische Zentrum mitnehmen. Damit er oder sie schauen kann, was da so läuft und wie die Menschen wirken. Der Antrieb muss dann von innen kommen.

Manchen öffnet es das Herz und andere schütteln den Kopf. Beides ist in Ordnung. Jeder geht seinen Weg in seinem Tempo.

Gute Idee! Du hast erwähnt ein Buch schreiben zu wollen. Hast du schon eine Idee für den Titel? Um was wird es gehen?

Ja ich habe ein paar Ideen. Manchmal sind es zu viele :-)

Ich spüre, ich brauche noch Zeit. Das Ganze muss auch wachsen. Ich möchte nicht mal schnell ein eBook auf den Markt werfen. Die Themen haben natürlich mit meinem Blog zu tun. Achtsamkeit, Selbstbewusstsein, Kommunikation, persönlicher Erfolg und Entspannung.

Manche sind da fixer als ich. Ich bewundere das. Aber was soll das Vergleichen. Ich brauche halt noch Zeit.

Welches Buch hast du zuletzt gelesen, das dich wirklich begeistert hat?

Oh, da muss ich nachdenken. Ich lese oft 2 bis 3 Bücher in der Woche. Doch „Feeling Good, Depressionen überwinden“ von David D. Burns und „Praktische Selbst-Empathie“ von Gerlinde Ruth Fritsch haben mich begeistert. Ich habe von beiden auch eine Rezension in meinem Blog geschrieben.

Ich danke dir Joachim Hilbert für das wunderbare Interview!

Zum Weiterlesen

Viele weitere interessante Menschen findest du auf der Seite „Selbstverwirklicher im Interview„.

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Autor:

Hallo! Ich arbeite als Lehrer für Selbstverwirklichung und unterstütze Menschen dabei, sich selbst zu finden und ihr wirklich eigenes Leben zu leben. Mein Anliegen ist es, dass du dich komplett lebst mit allem, was in dir veranlagt ist. Erfahre hier mehr über die spannende Reise der Selbsterkenntnis und werde Selbstverwirklicher. // Über mich.

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