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Hingabe an das Leben: Loslassen und Kontrolle abgeben


In vielen meiner Texte schreibe ich davon, dass du auf dein Bauchgefühl bzw. Herzgefühl hören sollst. Das sehe ich heute immer noch so und ich denke, an dieser Meinung wird sich im Laufe meines Lebens nichts mehr ändern. Das Herzgefühl ist der ultimative Führer deines Wesens, das dich in jeder Situation deines Lebens auf den rechten Wege führt. Auf das Herzgefühl zu hören ist für mich der wichtigste Teil, wenn es darum geht, sich an das Leben hinzugeben. Denn dann muss ich nichts mehr kontrollieren. In diesem Artikel möchte ich genauer auf dieses spannende Thema eingehen und davon erzählen, wie ich allmählich beginne, das Loslassen und Kontrolle abgeben und die Hingabe auf einer neuen, fundamentalen Ebene zu verstehen.

Warum sollte mich hingeben und loslassen?

Warum sollte ich meine Kontrolle abgeben?

Warum sollte ich mich dem Leben hingeben?

Die Antwort ist doch eigentlich ganz einfach: Weil es einfacher ist. Stell dir vor, du musst das Leben nicht mehr aktiv steuern. Du musst dir nicht mehr so viele Gedanken machen. Sie dürfen zwar da sein, aber du bist einfach mit ihnen, ohne dass du dich davon nerven, hetzen oder stressen lässt.

Gibst du dich dem Moment hin, gibt es keinen Zwang, etwas tun zu müssen.

Stell dir vor, du bist jetzt in diesem Moment einfach, ohne den Zwang zu haben, etwas tun zu müssen. Du darfst jetzt einfach nur so sein, wie du bist. Und dann hast du vielleicht einen Impuls etwas zu tun, und dann tust du es. Es gibt aber keinen Zwang mehr, kein sich selbst Unterdrücken, Hetzen und Manipulieren.

Alle Probleme, die aktuell in deinem Leben da sein mögen, stellen aus deiner Perspektive kein Problem mehr dar. Denn das, was da ist, lässt du einfach da sein, ohne etwas damit machen zu müssen; ohne es verändern oder wegschieben zu müssen, weil du loslässt und auf den Prozess vertraust, der dadurch von selbst kommt.

Gibst du dich hin, managed sich das Leben von selbst

Die Wahrheit ist, dass es nichts zu kontrollieren und festzuhalten gibt. Es ist eine Illusion des Verstandes, des illusionären Selbst, auch Ego genannt.

Das Ego baut um all die Kleinigkeiten im Leben eine Geschichte und erfreut sich daran, oder es macht dich todtraurig.

Das ist die Kehrseite, wenn das Ego die Überhand über dich hat. Das macht aber nichts. Das darf jetzt auch erst mal sein, denn es ist normal.

Tatsache ist, dass das Leben sich von selbst lebt. Wir müssen in Wahrheit nicht viel dazu tun, außer die Visionen und Eingebungen zu bemerken, die uns zufliegen. Daraus können wir Wünsche formulieren, die wir ebenfalls auch wieder loslassen und die Kontrolle abgibst.

Diese Zeichen des Lebens sind es, die den roten Faden darstellen. Wir müssen uns selbst keine Gedanken darüber machen, was wir jetzt tun sollen oder müssen. Die Lösung kommt zu dir, wenn du begonnen hast, loszulassen und die kontrolle abgibts.

Wenn du gerade nicht weißt, was du tun sollst, wunderbar! Dann entspann dich, setz dich hin und warte ab, bis der nächste Impuls des Herzens aus dir kommt.

Hingabe an das, was da ist

Mit der Hingabe bist du auf dem besten Weg zur Wahrheit. Dabei gibt es nichts zu steuern oder zu kontrollieren. Die Angst, die da ist, darf da sein bzw. jedes andere Gefühl, das gerade da ist. Hingebungsvoll lässt du einfach sein, was ist. Wenn ein Gefühl aufkommt, fühle es einfach nur. Mache nichts damit. Es muss nicht verändert werden, unterdrückt werden oder in „Liebe transformiert“ werden.

Wenn  du Gefühle zulässt, wirst du merken, dass sie ebenfalls ihr Eigenleben haben. Sie wollen einfach nur deine gefühlt werden, indem du ihnen deine Aufmerksamkeit schenkst. Dann ist das Gefühl durchfühlt und es kann wieder gehen. Wie das genau geht, beschreibe ich im Onlinekurs „Bewusster Umgang mit Gefühlen„.

Hingabe: Trust the process – Vertraue dem Prozess!

Die Dinge geschehen von selbst. Sei einfach nur dabei. Zwinge dich auch nicht, es anschauen zu müssen. Lasse die Kontrolle los. Du musst dich in Wahrheit um nichts kümmern. Dein Organismus und die innewohnende Intelligenz regeln das von selbst. Das Universum ist schlauer als du. Du darfst dich also hingeben und vertrauen.

Es gibt eine Intelligenz, die ist weiser als du. Du darfst ihr vertrauen.

Du musst deine Gefühle und Gedanken in keiner Weise steuern, zwanghaft anschauen, sondern einfach nur mit ihnen sein. Da ist ein Gefühl, dann ist da ein Gedanke, dann ist da ein Zucken, dann wird es an einer Stelle im Körper warm, die Angst wird vielleicht größer, weil sie nun da sein darf und so lange unterdrückt wurde. Du gibst den Raum dafür, denn du steuerst nichts mehr, indem du unterdrückst oder wegschaust, du vertraust und lässt geschehen.

Natürlich, da ist bestimmt auch die Angst, dass man die Gefühle nicht aushalten kann und daran zu Grunde geht. Das ist normal. Es ist eine Urangst des Menschen. Aber auch diese Angst darf da sein. Sie muss nicht verändert oder unterdrückt werden. Wenn der innere Herzensimpuls da ist, dich dafür zu öffnen, dann vertraue und öffne dich. Dein Organismus weiß selbst, was er aushält und was nicht.

Der Kopf möchte die Kontrolle haben und behalten

Weil der Verstand Angst vor all den Gefühlen hat, möchte er uns kontrollieren und rät uns meist zur Flucht. Das kenne ich nur zu gut von mir selbst. Die Flucht ist aber nicht vereinbar mit meinen inneren Wünschen, mich mehr zu fühlen und noch weiter über meinen Verstand hinaus zu erwachen.

Deshalb schaue ich mir meine Gedanke aus einer noch entfernteren Perspektive an. Denn es gibt auch Heute noch Gedanken, die mich steuern, wie z.B. „Ich muss Geld verdienen (wenn ich in dieser Gesellschaft leben möchte)“.

Jeder Gedanke, der folgenden Aufbau hat, ist kontrollierend und mit großer Sicherheit ein Produkt des Egos:

  • „Ich muss/müsste …“
  • „Ich will/brauche …“
  • „Ich soll/sollte …“

Das erste Wort solcher Sätze zeigt ja schon deutlich, wer hier spricht: Das „Ich“. Das Ich, das es in Wahrheit vielleicht gar nicht gibt. Oder bist du der Frage „Wer bin ich?“ mal auf den Grund gegangen?

Jedenfalls brauche ich dem Gedanken „Ich muss Geld verdienen“ nicht zu glauben. Es reicht, wenn ich mir den Wunsch bewusst mache, in dieser Gesellschaft problemlos überleben zu können. Dann lasse ich den Wunsch los, befreie mich davon, dass es eintreten muss, sondern vertraue.

Das ist für Kopfmenschen die größte Herausforderung. Meist ist da noch die Angst „Was, wenn es nicht klappt?“, und dann klappt es natürlich nicht. Dann geht es erst mal darum, mit dieser Angst zu sein. Also wirklich mit ihr zu sein, ohne sich in Angstgedanken zu verlieren.

  • Warum ist diese Angst da?
  • Was will sie mir sagen?
  • Was kann wirklich passieren?

Sobald ich aber beginne, meine Wünsche voller Vertrauen loszulassen, kommen die Impulse des Herzens von selbst zu mir. Es sind Eingebungen, was ich machen könnte und was mir Freude bereiten könnte. Das sind dann die nötigen Handlungen, die mir die Wünsche erfüllen. Auch wenn diese Visionen seltsam erscheinen, ist auch hier das Vertrauen notwendig, dass das womöglich ein Stück des Weges ist, der zur Lösung führt.

Solange es ein Ich gibt, ist es kein Loslassen

Das meine ich damit, dass sich das Leben im Prinzip von selbst lebt. Wir verlassen das Steuer-Cockpit und werden nur noch zum Empfänger von Botschaften, die wir ausführen, solange der Impuls aus dem Herzen kommt.

Solange deine Impulse aber mit einem Zweck verbunden sind: „Ich will es, um Anerkennung zu bekommen“, „Ich will es, um mich sicher zu fühlen“, dann funktioniert das Ganze nicht mehr. Dann gibt es immer noch ein „Ich“, dass etwas machen will, und dann auch noch für einen bestimmten Zweck. Solange es ein „Ich“ gibt, ist das nicht das Aufgeben von Kontrolle und die Hingabe an das Leben. Denn dann wird das „Ich“ deine Handlungen steuern, um das gewünschte Resultat zu erreichen.

Meditieren, indem du geschehen lässt

Ich erfahre bei dieser Form der Hingabe an das Leben auch eine ganz neue Form des Meditierens. Nein, ich muss eben nicht meinen Atem kontrollieren oder den Fokus auf Herz, Bauch oder Nieren setzen, nein!

Ich muss nichts machen!

Ich lasse einfach nur geschehen.

Ohne zu bewerten oder bewusst etwas zu machen.

Ist das nicht schön? Fühlt sich das nicht wunderbar befreiend an?

Ich gebe meine Kontrolle auf. Auch die Kontrolle über meinen Fokus. Wenn ich meine Aufmerksamkeit bewusst irgendwohin lege, weil ich z.B. meinen Bauch fühlen möchte, kontrolliere ich ja schon wieder und verfolge den Zweck des „mehr Fühlens“. Diese Kontrolle gebe ich auf.

Ich bin dann nicht mehr nur der Beobachter meines Körpers, sondern der Beobachter des Beobachters, der da den Körper beobachtet. Gleichzeitig bin ich aber auch der, der beobachtet und der, der fühlt. Ich bin einfach alles, was gerade ist.

Beobachte deine Gedanken.
Spüre deinen Körper.
Fühle deine Gefühle.

So konnte ich feststellen, dass mein Fokus sich ständig veränderte. In meiner letzten Meditation nahm ich intensiv mein Stirn-Chakra wahr, dann meinen Bauch, dann mich in meiner beobachtenden Rolle, dann ein paar Gedanken. Mein Oberkörper zuckte, sodass ich mich (von selbst) schüttelte, dann wieder das Stirn-Chakra. Und das kann beliebig so weitergehen, wie es eben kommt.

Dabei muss nichts verändert, gesteigert oder unterdrückt werden. Gefühle, die kommen, geschehen; Gedanken, die kommen, geschehen; Wahrnehmungen, die kommen, geschehen; Körperregungen, die kommen, geschehen lassen.

Das Einzige, was ich zu Anfang tat, war mich zu entspannen, angespannte Muskeln loszulassen und mich von der Selbstkontrolle zu lösen, irgendetwas tun oder erreichen zu müssen.

Es muss nichts verändert, gesteigert oder unterdrückt werden.

Ich möchte damit nicht sagen, dass all die Meditationstechniken Quatsch sind. Sie sind für den Einstieg in die Meditation wichtig, um die Wahrnehmungsfähigkeit zu fördern und zu lernen, die Rolle des Beobachters einnehmen zu können. Aber sobald du in der Lage bist, bewusst deine Gedanken und Gefühle wahrzunehmen, kannst du jede kontrollierende Meditationstechnik fallen lassen. Du darfst einfach nur sein, mit dem, was jetzt gerade in dir sein möchte.

Wie du mit dem Meditieren anfängst, erfährst du im ersten Buch oder hier: Meditation lernen.

Leben in Hingabe, indem du geschehen lässt

Genauso, wie du bei der Meditation nichts steuern musst, so musst du in Wahrheit auch nichts in deinem Leben steuern. Du kannst das annehmen, was dir das Leben schenkt, egal ob du es als schlecht oder gut bewerten würdest.

Sobald du eine Situation in irgendeiner Form bewertest, ist dein Ego im Spiel.

Das ist etwas, das ich auch lernen durfte: Jegliche Gefühle und Lebenssituationen sind erst mal so, wie sie sind. Sie sind weder schlecht noch gut. Ich kann das Gefühl der Angst oder Wut genauso empfinden, wie Freude oder Glück. Erst meine Gedanken, dass Wut z.B. schlecht sei, führen zu Leid. Die Gedanken sorgen auch dafür, dass die angestauten Gefühle niemals gehen können. Wir müssen sie erst vom Verstand her loslassen.

Die Dinge sind, wie sie sind. Sie sind weder gut noch schlecht.

Die Hingabe an das Leben und das Geschehenlassen bedeutet nicht, dass wir planlos umherirren. Nicht vergessen: Wir haben zu jeder Zeit die Stimme unseres Herzens wie auch unser Bauchgefühl.

Ich weiß, dass es am Anfang nicht immer leicht ist, dieser Führung, die aus dem Körper kommt, zu vertrauen. Vor allem nicht für solche Kopfmenschen, wie ich es auch bin. Aber nach meiner Erfahrung kann da nichts passieren.

Ich stelle mich, soweit ich es schaffe, diesen Situationen, zu denen mich mein Bauchgefühl führt, und ich wurde noch nicht enttäuscht. Meine Erfahrungen dazu habe ich in dem Artikel „Dem Leben vertrauen“ beschrieben.

Dies wollte ich dir zur Hingabe an das Leben nochmals sagen, mit allem, was das Leben für dich bereithält. Wenn wir alles annehmen, was das Leben bietet, entsteht Lebendigkeit und Abenteuer. Dann müssen wir nicht mehr flüchten, sondern können unser inneres Wachstum genießen.

Ich freue mich über deine Fragen dazu.
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Autor:

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3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Seinem Bauchgefühl zu vertrauen und einfach mal loszulassen, gerade eben unseren Verstand, ist absolut essentiell für ein erfülltes Leben. Ich kann dazu nur wärmstens empfehlen, regelmäßig bestimmte meditative Atemübungen in den Alltag einzubauen, bei denen man sich ganz auf das Ein- und Ausatmen konzentriert. Liebe Grüße

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  2. Hallo,
    ich habe den Artikel mit Neugierde und großem Interesse gelesen, muss aber leider sagen: Ich persönlich finde, das ist Quatsch! Ich bitte um Widerworte ;-)

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