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So findest du heraus, ob deine Entscheidung vom Herzen oder vom Verstand kommt

Entscheidung vom Herzen oder vom Verstand

Kennst du das, wenn irgendwas krasses, wie z.B. eine Trennung zu einem geliebten Menschen passiert, das dich ziemlich aus der Bahn wirft, und dein Kopf dich dann mit Gedanken bombardiert, die das Gegenteil von dem sind, was dein Herz will? Mir gings letztens so und ich habe mich gefragt, wie ich da Klarheit rein bringe, um zu verstehen, was will mein Kopf und was will mein Herz, und was ist schlussendlich gut für mich?

In diesem Moment (16.04.2015) sind ungefähr 3-4 Wochen vergangen, als ich mich von meiner Freundin trennte. Mich für diese Trennung zu entscheiden, fiel mit alles andere als leicht. Ich habe mir tage- und wochenlang den Kopf im wahrsten Sinne des Wortes zerbrochen. Ich liebe sie, das ist mir klar. Gleichzeitig hat sie mich verletzt. Genauer gesagt, hat sie meine Erwartungen an unsere Partnerschaft nicht erfüllt, mich enttäuscht und dadurch große Schmerzen und Zweifel in mir ausgelöst.

Dass ich gerade in dieser Distanz zu ihr bin, ist gut. Ich kann vieles reflektieren, erkennen und daraus lernen. Ich würde in so mancher Situation heute anders handeln. Das wird mir alles bewusst. Auch, dass ich mein eigenes Leben vernachlässigt und mich zu sehr an sie und die Partnerschaft gehaftet habe. Ich erkenne heute, dass das nicht ganz gesund war und das ist eine große Erkenntnis für meine Zukunft.

Die Entscheidung zur Trennung kam eindeutig von meinem Kopf. Ich bereue die Entscheidung jedoch nicht und sehe darin ein großes Geschenk für mich. Gleichzeitig ist da ein Gefühl von Liebe und Freude, wenn ich an sie denke. Aber auch von Angst und Vorsicht, weil ich ja wieder verletzt werden könnte, wenn ich mit ihr bin.

Mein Herz sagt: „Melde dich wieder bei ihr“. Mein Kopf sagt: „Vergiss sie, sie tut dir nicht gut“. In den Anfängen der Distanz war es wirklich nicht leicht für mich, mich nicht bei ihr zu melden. Aber dank meinem Kopf konnte ich das durchziehen und mich wieder auf mein Leben fokussieren: Meine Freunde, meine Hobbys und vor allem meine Mission. Mehr dazu kannst du im Tagebuch nachlesen.

Mein spirituelles Tagebuch 2014 Elias Fischer cover

In meinem Tagebuch (2014) findest du meine persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse zu diesem Thema. Du kannst es hier bestellen:
Mein Leben 2014.

Um was es jedoch auch ging, waren meine Gefühle. Ich hörte auf, die Schuld für meine schmerzhaften Gefühle bei ihr zu suchen, sondern durchlebte sie einfach verantwortungsvoll selbst. So ging ich durch zwei schwierige Wochen, in denen mich mein Verstand mit Gedanken bombadierte; wohl eine Schutzfunktion aus alten Zeiten, um mich vom Prozess des Fühlens abzuhalten.

Ich fühle mich, als sei ich jetzt da durch gegangen, mit einigen Tränen und leidvollen Momenten, jedoch auch mit vielen Erkenntnissen über mich selbst und neuer, innerer Stärke. Ich fühle mich so, als wäre ich jetzt wieder bereit für einen Kontakt zu ihr. Was erst mal nicht bedeutet, dass ich wieder eine Partnerschaft mit ihr möchte.

Ich folge dabei nur meinem Herzen, dass sich von ihr angezogen fühlt. Dabei ist es für mich wichtig, dass ich den Kontakt zu ihr nur so tief werden lasse, wie es sich für mich stimmig anfühlt. Aus dieser Situation heraus habe ich auch die 5 Punkte verfasst, ohne die ich nie wieder eine Partnerschaft führen möchte. Kommen wir nun zum eigentlichen Thema des Artikel.

3 Fragen, um die Quelle deiner Entscheidung zu erkennen

Ich habe schon mal einen Artikel darüber geschrieben, wie man auf das eigene Herz hören kann. Diesen möchte nun mit diesem Text ergänzen. Ich möchte dir hier 3 Fragen zeigen, mit denen du prüfen kannst, woher deine Entscheidung kommt: Vom Herz oder vom Verstand.

  1. Wo kannst du diese Entscheidung in deinem Körper fühlen?
  2. Entscheidest du dich so, weil du denkst, dass das so sein sollte oder weil du denkst, es sei sicherer für dich?
  3. Hat deine Entscheidung zur Folge, dass du dich weiterentwickelst?

1. Das Herz hören

Diese Fragen haben mir dabei geholfen, nochmals herauszukristallieren, woher meine Entscheidung kommt. Natürlich kann ich auch mein Herz spüren, wenn ich an sie denke, wie auch die Angst in meinem Solarplexus. Wenn du die erste Frage bei jeder Entscheidung berücksichtigst, kannst du diese Fähigkeit des Fühlens der „richtigen“ Entscheidung wieder entwickeln. Mit „richtig“ meine ich die Stimme deines Herzens. Sie ist immer da und wird nur durch das rationale und logische Sicherheitsdenken überlagert.

Meine Entscheidung der Trennung entstand klar aus dem Bedürfnis nach Sicherheit und Schmerzvermeidung. Es war auch wichtig, weil ich einiges zu Fühlen hatte. Weil im Prinzip nur die Distanz wichtig ist, hätte es auch nicht direkt eine Trennung sein müssen, sondern eine Beziehungspause.

2. Ablenkung durch Konzepte und Gedanken

Mit der zweiten Frage kannst du auch überprüfen, ob du nach irgendwelchen Konzepten oder Gedanken handelst, die du von anderen übernommen hast. Wenn dem so ist, lebst du nicht dein eigenes Leben, sondern richtest dich nach den logischen Vorstellungen anderer. Die Wahrheit deines Herzens kann so nicht gelebt werden und Wachstum kann nicht entstehen.

3. Das Herz will immer Wachstum

Das Wachstum ist auch der zentrale Aspekt der dritten Frage. Mein persönliches Wachstum ist stark mit meinem Lebenssinn verbunden. Inneres Wachstum finde ich also gut und sinnvoll. Dabei spielt meine (Ex)Freundin eine große Rolle, weil sie mich immer wieder mit neuen Umständen und Situationen herausgefordert hat, mein bisheriges Denken und Handeln zu überprüfen.

In meiner Vergangenheit habe ich so manche Entscheidung aus einem Bedürfnis der Sicherheit heraus gefällt. Dabei sehe ich auch, dass ich mir inneres Wachstum versagt habe. Wirklich gewachsen bin ich rückblickend nur, wenn mich einer unsicheren Situationen ausgesetzt habe, deren Verlauf ich nicht voraussehen und kalkulieren konnte. Eine dieser Entscheidungen war auch der Sprung in meine Selbstständigkeit. Heute kann ich mir nichts anderes vorstellen und ich habe damit genau den Lifestyle erschaffen, der sich für mein Herz bzw. meinen Bauch richtig anfühlt.

Auf das Herz hören bedeutet also oft, sich einer unsicheren Situation auszusetzen, die aber notwendigerweise mit innerem Wachstum, Vertrauen und Mut verbunden ist. Das führt letztlich zu Lebendigkeit und einem Leben voller Abenteuer. Ist das nicht auch unser aller Wunsch?

Balance zwischen Herz und Verstand

Abschließend möchte ich dazu nochmals betonen, dass die Balance zwischen Herz und Verstand wichtig ist. Beide sind als Ratgeber wichtig. Hätte ich in meiner Beziehung nicht auf meinen Verstand gehört, hätte ich durch die fehlende Distanz mein eigenes Leben weiter hintergangen und mir wertvolle Erkenntnisse und Reflexionen untersagt.

Der Verstand ist also dann sinnvoll, wenn es wirklich um den Basisschutz des eigenen Wesens geht. Ist der Basisschutz hergestellt, steht normalerweise wieder das innere Wachstum an. Erst dann kann man sich wieder mit neuen Erkenntnissen und Kompetenzen gerüstet der Herausforderung stellen. In meinem aktuellen Fall der Kontakt zur meiner (Ex)Freundin. :-)

Buch Dinge die ich mit 18 gerne gewusst hätte

In meinem ersten Buch habe ich dieses Thema genauer beschrieben. Es eignet sich hervorragend dafür, wenn du tiefer in dieses Thema einsteigen möchtest.
Alle Infos und Leseprobe anschauen

Nutze die 3 Fragen von oben also dafür, um herauszufinden, woher deine Entscheidung kommt. Wie du dich letztlich entscheidest, ist deine Sache. Es gibt dazu kein Richtig und kein Falsch. Du hast einfach nur die Wahl, ob du auf deinen Verstand hören willst und damit die Sicherheit und möglicherweise die Langeweile bekommst. Oder ob du auf dein Herz hören willst und damit dein Leben zum Abenteuer machst und stetig an wertvollen Erfahrungen wächst. Mehr zu diesem Thema findest du im Buch „Dinge, die ich mit 18 gerne gewusst hätte“.

Kennst du weitere Wege, die Stimme deines Verstandes und Herzens zu unterscheiden?
Schreibe unten gerne einen Kommentar, ich bin neugierig!

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11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Elias,
    ein toller Artikel und vor allem für mich (habe mich vor 4 Monaten getrennt) sehr, sehr nachvollziehbar.
    Es zeugt von viel Stärke, wenn man weiß, dass man jemanden noch liebt, aber geht, weil die Beziehung zu viele Schmerzen verursacht. Ging mir genauso…irgendwann gab es mehr Tage, an denen ich geweint habe, als glücklich zu sein, weil er genau wusste, wo er mich treffen konnte – aber die Liebe hilft uns meistens ziemlich lange über so etwas hinweg zu sehen. Auch dass du sagst, dass du dich zu sehr an sie und die Partnerschaft geklammert hast und andere dafür auf der Strecke geblieben sind…..dieser Satz hätte von mir sein können.
    Kleiner Tipp: Mir hat es sehr geholfen, meiner besten Freundin bzw. meinem besten Freund zu schreiben oder anzurufen, wenn ich eigentlich ihm schreiben wollte – das hat ganz gut geklappt.

    Fühl dich gedrückt,
    Monya

    Antworten

  2. Hi Elias,

    ein echt super Artikel! Ich habs auch noch nicht immer raus, meinen Kopf von meinem Herzen zu unterscheiden. Deine Fragen dazu finde ich echt klasse! Werde ich mal mehr drauf achten bzw. diese ausprobieren.

    Wichtig finde ich auch dass Herausforderungen zwar anzustreben sind, aber nicht übertrieben werden sollten. Denn dann wird aus einer Herausforderung schnell mal eine Überforderung und endet in einer scheinbaren Stagnierung der eigenen Entwicklung.

    Liebe Grüße,,
    Marco

    Antworten

  3. Hallo Elias,
    danke für die Zeilen, sie sprechen mir aus der Seele. Lange Zeit, habe ich auch mehr auf meinen Kopf ghört und mein Bauch- oder Herzgefühl ignoriert. Es hat ziemlich lange gedauert meiner Intuition zu vertrauen. Aber es hat sich gelohnt.

    Antworten

  4. Hallo Elias,

    Bauch/ Herz/ Gefühlsentscheidungen passieren meistens sehr schnell. Oft kommt dann aber der Kopf dazu und beginnt diese Gefühle wirr im Kreis zu drehen bis wir gar nicht mehr wissen was richtig und falsch ist.

    Eine tolle Möglichkeit die du auch bestimmt kennst, um mehr aufs Herz zu hören ist der Münzwurf:

    Definiere einfach für jede der beiden Möglichkeiten entweder Kopf oder Zahl. Danach wirf die Münze. Während die Münze in der Luft ist oder du sie schon gefangen hast (NICHT DRAUFSCHAUEN), kommt ein innerer Wunsch auf welcher Seite die Münze liegen bleiben soll.

    So weiß du ganz genau, was du dir eigentlich wünscht, von ganzem Herzen.

    Mach aber dann nicht den Fehler, wirklich nachzusehen wie die Münze liegen geblieben ist, denn dann beginnt das Spiel von vorne :-)

    Alles Liebe,
    Mario

    Antworten

  5. Lieber Elias,

    ich lese deinen Blog schon lange… Danke dafür!
    Auch für deine intimen Einblicke – wie etwa hier. Ich habe seit kurzen mein kleines (zunächst) nebenberufliches Herzensbusiness gestartet und beschäftige mich – wie man unschwer im Namen erkennt – insbesondere mit der Balance von Herz und Verstand.:D Das passt hier so gut rein und ich würde mich sehr freuen, wenn du mal rein spitzt…
    Herzliche Grüße
    Tina
    http://fuerherzundverstand.de/

    Antworten

  6. Hallo Elias,

    als ich mich aus diversen Gründen von meinem Mann getrennt habe, hat das auch lange weh getan. Ich habe lange nach einer Lösung gesucht, alle möglichen Ideen gehabt und wieder verworfen.
    Obwohl ich diese Trennung wollte, hat es lange weh getan.
    Mein Herz hat mir schon lange gesagt, dass es Zeit ist, zu gehen, aber ich hab erst einen Anstoß gebraucht, um auch zu gehen.
    Jetzt, etwa 6 Wochen später, bin ich endlich wieder auf meinem Weg. Ich lebe mein Leben, und es fühlt sich gut an.
    Ich bin dankbar für die Wochen, die jetzt vergangen sind. Ich habe soviel gelernt wie in den letzten Jahren zusammen nicht.
    Ich denke, dass diese Ehe für mich einfach wichtig war zum lernen.
    Danke, dass du deine Erfahrung mit uns teilst.
    Ich vertraue immer auf mein Herz, auch wenn ich es lange überhöre. Irgendwann meldet es sich so extrem, dass es gar nicht mehr anders geht.
    Ich hab mir für die Zukunft fest vorgenommen, mein Herz nicht mehr jahrelang zu ignorieren.

    Liebe Grüße
    Tanja

    Antworten

  7. Hallo Elias,
    danke, dass Du hier Deine Erfahrungen teilst! Ich versuche, bei wichtigen Entscheidungen in erster Linie auf mein Herz zu hören und den Verstand für die praktische Umsetzung der Entscheidung (Konsequenzen) einzusetzen. In Deiner Situation scheint die Lösung anders herum gewesen zu sein, obwohl ich gar nicht so sicher bin, ob Deine Entscheidung der Trennung nicht doch auch eine Entscheidung Deines Herzens war, und Dein Verstand sie gerechtfertigt und umgesetzt hat. Wie auch immer, am wichtigsten ist es glaube ich, zu einer getroffenen Entscheidung (und damit zu sich selbst) zu stehen und nicht später mit den Konsequenzen zu hadern. Ich habe vor kurzem auch einen Artikel darüber geschrieben, wie man die Stimme seines Herzens wahrnehmen kann – vielleicht interessant für Dich und Deine Leser:
    http://deine-gesundheit-und-du.de/dein-herz-spricht-mit-dir.
    Alles Gute für Dich und liebe Grüße!
    Karin

    Antworten

  8. Guten Tag Elias,

    ich kann Deine Worte so gut nachempfinden, habe xmal in meinem über 60-jährigen Leben ähnlich gefühlt, verdrängt und nicht „genau hingeschaut“. Wenn kleine Kinder da sind, ist es noch ein bisschen schwerer, eine Entscheidung zu treffen. Dabei ist die Entscheidung längst gefallen, denn wenn eine Trennung vollzogen wird, ist man/frau im Herzen oftmals schon längst ausgezogen.
    Ich bin immer wieder überrascht, wie klar Du in jungen Jahren auf Dein Leben blickst. Ich war „damals“ garantiert nicht so reif – und das hat sicherlich nichts damit zu tun, dass es heute das Internet gibt.
    Liebeskummer tut weh – meistens eine seeehr lange Zeit! Ich wünsche Dir die Handvoll Freunde, die Dir zuhören und Dich trösten können.

    Gertrud

    Antworten

    • Danke Gertrud, ich bin auch schon lange wieder „auf den Beinen“ :)

      Antworten

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