
Wer flieht,
ist nicht stark genug,
einen bestimmten Menschen auszuhalten.
Das ist auch gut so,
weil das eigene Wesen sonst
an diesem Konflikt zerbrechen würde.
Auf lange Sicht ist es ratsam,
an sich zu arbeiten und eine innere Stärke aufzubauen,
um bestimme Menschen aushalten zu können.
Zu diesen “bestimmten Menschen” gehören nicht nur
die Eltern, Partner, Freunde, Nachbarn oder Kollegen,
sondern auch man selbst – die eigene Person.
Der Entwicklungsgrad der inneren Stärke misst sich daran,
inwieweit man sich selbst und andere akzeptieren und lieben kann,
egal was auch geschehen ist.
Innerlich stark ist der,
der sich von nichts und niemanden aus der Ruhe bringen lässt,
auch nicht von sich selbst.
Innerlich stark ist der,
der es nicht nötig hat, ständig Recht zu behalten,
der zu seinen Schwächen steht und Fehler zugeben kann.
Der bei Konflikten nicht mit Streit,
sondern mit Ruhe, Verständnis und Liebe
antworten kann.
Wahrlich innerlich stark ist der,
der in jeder Situation ein Vertreter und Vermittler der Liebe ist,
die von Herzen kommt.
Foto: klammerfranz / photocase.com




“Der Entwicklungsgrad der inneren Stärke misst sich daran,
inwieweit man sich selbst und andere akzeptieren und lieben kann,
egal was auch geschehen ist.” – Ich denke, das ist ein bischen unrealistisch, oder? Sicher ist auch Vergebung wichtig für inneren Frieden und Stärke- aber sollte man wikrlich ALLES vergeben können /akzeptieren???
Ansonsten find ich die Gedanken hier sehr schön
Ob man “Alles” vergibt oder nicht, ist jedermans eigene Entscheidung. Es kann sein, dass man noch ungelöste Konflikte mit sich herumträgt, wenn man gewisse Dinge nicht vergibt. Es kann im eigenen Interesse liegen, (vollständigen) Frieden mit der Vergangenheit zu schließen, um (vollständigen) Frieden im Innern zu erhalten. Manchmal scheint das unmöglich und man schwört sich etwas oder eine Person bis an Lebensende zu verfluchen, aber Bewusstseinsveränderungen geschehen mit einer neuen Erkenntnis auch oft “über Nacht”, und die Welt erscheint in einem neuen Licht.