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Gefühle entwickeln: Wie du lernst, dich selbst wieder zu fühlen


Ohne Gefühle ist das Leben ziemlich langweilig. Deshalb möchte ich dir in diesem Artikel einfache, aber wirklich effektive Wege zeigen, wie du wieder Gefühle entwickeln kannst. So wirst du mit der Zeit in der Lage sein, in den verschiedenen Situationen des Lebens wieder Gefühle zu empfinden. Das sorgt für die nötige Lebendigkeit, die wir für ein erfülltes Leben brauchen, das wir auch als sinnvoll empfinden. Ich möchte dir jetzt die 5 ersten Schritte zeigen, wie du Gefühle entwickeln und aufbauen kannst.

Meine Geschichte

Früher war ich ziemlich abgetrennt von meinen Gefühlen. Mein Leben empfand ich als ziemlich langweilig und irgendwie unbedeutsam. Mit der Zeit wurde mir auch bewusst, warum das so war: Ich hatte keine Gefühle mehr.

Weil ich bestimmte Gefühle nicht fühlen wollte, hatte ich mein Herz verschlossen und war so unfähig, überhaupt auch nur ein Gefühl zu fühlen. Somit konnte ich auch keine Freude und Liebe mehr fühlen.

Ich beschloss, meinem Umgang mit Gefühlen zu verändern und forschte, wie ich meine Gefühle wieder entwickeln und aufbauen konnte. Ich stieß auf viele wichtige Dinge, die dafür eine Grundvoraussetzung sind, und Übungen, mit denen man ganz gezielt den Weg zu den eigenen Gefühlen wieder freimachen kann.

1. Gefühle annehmen: Sich für das Fühlen öffnen

Zuallererst ist es wichtig, dass du dich generell für deine Gefühle öffnest und sie zulässt. Wenn du jetzt meinst, dass du keine Gefühle mehr hast, stimmt das nicht ganz. Es kommt dir nur so vor. Wir sind Menschen und wir haben Gefühle, das ist ganz normal. Wenn man meint, man kann nichts mehr fühlen, liegt das nur daran, dass man seine Gefühle permanent blockiert.

Der erste Schritt liegt also darin zu erforschen, auf welche Weise du deine Gefühle unterdrückst und warum das so ist. Mach dir klar, dass da z.B. eine Angst vor den Gefühlen ist. Und schon sind wir beim ersten Gefühl: der Angst vor der Angst. Allein dieses subtile Gefühl ist bereits ein echtes Gefühl an der Oberfläche, das uns nur davor beschützen will, mit der tieferen Angst in Kontakt zu kommen.

Das ist jedoch nur ein Beispiel, wie du deine innere Wahrnehmung der Gefühle trainieren kannst. Das wirklich Wichtige dabei ist jedoch, dass du dich überhaupt für deine Gefühle öffnest: Bist du bereit, alles zu fühlen, was da ist?

Das bedeutet, dass du nicht nur die Freude empfindest, sondern eben z.B. auch Wut, Trauer, Angst und Scham, also alle fünf Basisemotionen. Bist du bereit dafür?

Wenn du wirklich wieder fühlen willst, dann führt hier kein Weg vorbei. Du musst dich also erst dafür entscheiden, auch diese Gefühle fühlen zu wollen. So entwickelst du mit der Zeit alle Gefühle, die gerade unterdrückt werden.

2. Gefühle entwickeln: Verbinde dich mit deinem Körper

Die Brücke zu deinen Gefühlen ist der Körper. Deshalb ist es ebenfalls wichtig, die Verbindung zu deinem Körper zu stärken. Machst du täglich Sport? Wenn nicht, dann sollte das nun der Fall sein. Dabei benötigst du keine großen Vorbereitungen. Du brauchst einfach nur passende Joggingschuhe und das Entwickeln deiner Gefühle kann beginnen.

Das liegt daran, dass der Körper auch eine Art „Organ“ ist, um Gefühle zu fühlen. Wir müssen also den Körper lebendig halten und ihm Energie in Form von Sauerstoff geben. Das fördert das Fühlen. Durch die Bewegung werden ebenfalls angestaute Gefühle im Körper gelöst, die wir dann in einer achtsamen Selbstwahrnehmung nach dem Sport fühlen können.

Mache dir bewusst:

Je mehr du gerade von deinen Gefühlen getrennt bist, desto intensiver musst du beim Sport an deine Schmerzgrenze gehen. Ich sage nicht, dass du deine Grenzen überschreiten sollst, aber du musst an deine Grenzen der Belastbarkeit und Ausdauer gehen, um dich wirklich wieder spüren zu können.

Nach dem Sport empfehle ich dir, Zeit für dich zu nehmen und dich selbst einfach nur wahrzunehmen. Wie geht es dir dabei? Dann bleibst du einfach bei dem Gefühl, das da ist und schenkst ihm deine Aufmerksamkeit.

3. Gefühle entwickeln: „Wie geht es mir jetzt?“

Die wichtigste Frage in deinem Leben, wenn du Gefühle entwickeln willst, ist: „Wie geht es mir jetzt?“ Diese Frage wirst du dir aufschreiben und dich täglich so oft es geht daran erinnern.

Wenn wir vom Fühlen getrennt sind, müssen wir es erst wieder lernen. Das bedeutet, dass wir so oft es geht anhalten und in uns selbst hineinfühlen, wie unsere innere Stimmung ist.

Wenn der Kopf an ist und viele Gedanken da sind, ist das natürlich schwer, deswegen empfehle ich dir langfristig auch, Meditation zu lernen. Damit kannst du dich länger auf eine Sache, z.B. dein Gefühl konzentrieren.

Auch wenn es schwer sein mag herauszufinden, wie es dir geht, bleibe dran und gebe nicht auf. Ich weiß selbst, dass da am Anfang vielleicht gar nichts ist, was wir wahrnehmen können. Dann bleibe bei dem Nichts und nehme auch das an. Diese Selbstannahme kann dich z.B. berühren, was wiederum ein Gefühl ist.

4. Beziehe Stellung, um ein Gefühl zu entwickeln

Gefühle entstehen oft, indem wir auf die Umwelt oder eine Situation reagieren. Wenn dir also alles egal ist, kannst du keine Gefühle haben. Du musst eine Meinung haben. So beginnst du damit, Dinge als richtig oder falsch zu interpretieren. Beziehe wirklich Stellung und mache dir eine Meinung dazu.

  • Du bist zu Hause und hörst nervige Musik von nebenan, wie ist die für dich?
  • Du schaust in einen Spiegel, welche Gefühle kommen dabei auf?
  • Dass es heute schon seit 22 Tagen regnet, was macht das mit dir?
  • Ein anderer Mann tanzt mit deiner Freundin, was löst das in dir aus?
  • Dein Freund kommt schon wieder zu spät, wie stehst du dazu?
  • Du sitzt im Park, die Sonne scheint und die Vögel zwitschern, wie findest du das?

Um Gefühle zu entwickeln, musst du auf die Geschehnisse in der Welt reagieren. Und das ist auch völlig normal und menschlich. Egal wo du bist und was du tust, bringe in Erfahrung, wie du das findest: gut oder schlecht? Das bedeutet nicht, dass du deine Gefühle zeigen musst, aber es ist wichtig, für dich Stellung zu beziehen.

Aus tieferer spiritueller Sicht gibt es natürlich kein „Richtig“ und kein „Falsch“. Aber das ist für diesen Weg zu den Gefühlen erst mal irrelevant.

5. Gefühle bewusst machen: Schreibe ein Gefühlstagebuch

Eine letzte einfache Übung, um den Kontakt zu den Gefühlen auszubauen, ist das Gefühlstagebuch. Lege dafür ein separates kleines Tagebuch an, das du mit Stift immer bei dir führst. Nun gibt es dafür zwei Aufgaben:

  1. Immer wenn du ein Gefühl wahrnimmst, notiere es mit der Situation. Beschreibe dein Gefühl dabei so treffend wie nur möglich.
  2. Betrachte zu Tagesende nochmals den gesamten Tag, Situation für Situation. Fühle ganz genau hin, ob du noch ein Gefühl vergessen hast, das du noch nicht in dein Tagebuch notiert hast.

Der Sinn dieser Übung ist das Bewusstmachen deiner Gefühle. Du musst am Anfang des Weges erst mal eine Sensibilität für deine Gefühle entwickeln und erfahren, wo bereits Gefühle in dir sind, die du nur noch nicht wahrnimmst.

Videokurs für den bewussten Umgang mit Gefühlen

Möchtest du die Themen aus diesem Artikel wirklich in der Praxis umsetzen und deine Gefühle besser verstehen, sie zum Leben erwecken, sie tiefer erleben und dich davon lösen, sehe dir meinen dazu Videokurs an:

Weitere Übungen, um Gefühle zu entwickeln

Wenn du mit diesen ersten Schritten schon Erfolge gesammelt hast, gibt es natürlich noch mehr Übungen, um noch tiefer in die Gefühlswelt hineinzugleiten. Wenn du es bevorzugst zu lesen, findest du passende Übungen im Buch „Dinge, die ich mit 21 gerne gewusst hätte“. Ein zentrales Thema ist dabei die Lösung von Körperblockaden, um den Körper erst mal „durchlässig“ für Gefühle zu machen.

Zudem empfehle ich dir auch den „Videokurs über den bewussten Umgang mit den Gefühlen“. Dort erkläre ich auch genauestens und tiefer, wie du den Kontakt zu deinen Gefühlen herstellst und entwickelst. Er eignet sich für Menschen, die wirklich ein großes Interesse an ihren Gefühlen haben und ein vorgefertigtes Lernprogramm durchlaufen wollen.

Wenn du noch Fragen hast, sind diese gerne willkommen.

Auch wenn du deine eigenen Erfahrungen mitteilen willst.

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