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Fuck Hollywood: Wie eine Traumvorstellung von Partnerschaft meine Lebendigkeit blockiert(e)

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Oh, Mann. Ja, Mann! Dieser Artikel geht in erster Linie raus an alle Männer, die ihre Männlichkeit in Schacht halten, um einer Idealvorstellung von Partnerschaft und Liebe zu entsprechen. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Ich weiß nicht genau, woher meine Vorstellungen von Partnerschaft kommen, aber sie sind da und sie sorgten dafür, dass ich in meiner Entwicklung stecken geblieben war.

Da sind Gedanken, wie: „Wir müssen ein Team sein“, „Wir müssen alles zusammen machen“ oder „Sie darf mich nicht verletzen“. Das sind alles Gedanken, die letztlich ein verzogenes Bild des wahren Lebens erscheinen lassen. Sie sorgen dafür, dass ich einer Vorstellung hinterherlaufe, wie ein Esel der Karotte. Ich dachte ich sei da durch. Ich laufe heute vielen Dingen nicht mehr hinterher. Aber in Sachen Partnerschaft und „Liebe“, gibt es da wohl noch was. Das habe ich jetzt Gott sei Dank erkannt.

Wertvolle Distanz

Ich bin gerade in ein einer Distanzphase meiner Partnerschaft. Sie entsprach nicht meinen Vorstellungen, die ich derzeit von Treue, dem sexuellem Liebesleben und den Umgang mit sich selbst habe. Aus dem Respekt zu ihr möchte ich hier keine Details nennen. Einzelheiten kannst du in meinem Tagebuch nachlesen.

Jedenfalls hat sie meine Grenzen überschritten und so habe ich mich distanziert. Erst gefühlsmäßig, dann physisch. Wir haben seit einigen Wochen keinen Kontakt mehr, und das ist richtig gut.

Ich wiederhole: Diese Distanz ist richtig gut!

Ich konnte dadurch alles viel besser reflektieren, ohne dazu geneigt zu sein, mich von ihren weiblichen Energien wieder einwickeln zu lassen. Das war richtig schwer für mich, dieser Anziehung zu widerstehen, aber jetzt könnte ich mir keinen besseren Weg vorstellen, als den, den ich gegangen bin.

In meiner Reflexion konnte ich auch sehen, wie sehr ich mich von ihr abhängig machte. Ich verbrachte viel Zeit mit ihr, rückblickend betrachtet zu viel! Wir kuschelten viel, rückblickend betrachtet zu viel! Und ich machte meine Entscheidungen von ihr abhängig, rückblickend betrachtet waren das zu viele!

Mein spirituelles Tagebuch 2014 Elias Fischer cover

In meinem Tagebuch (2014) findest du meine persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse zu diesem Thema. Du kannst es hier bestellen:
Mein Leben 2014.

Ich habe in der ganzen Partnerschaft vergessen, wer ich wirklich bin, was meine Aufgabe ist und dass ich gefälligst meinen eigenen Job zu machen habe. Wie z.B. diesen tollen Text hier zu schreiben. Aber in erster Linie geht es um mich und meine Selbstentfaltung. Dazu war die Verwicklung mit der Frau auch ganz gut, denn rückblickend kann ich daraus vieles lernen, was ich in Zukunft anders machen möchte.

Fuck Hollywood

Am liebsten verabschiede ich mich direkt von der Hollywood-Vorstellung, wie eine Partnerschaft auszusehen hat:

Das zusammengeschweißte Team, das in inniger Liebe das komplette Leben zusammen gestaltet.

FUCK IT!

Das gilt auch für alle Konzepte von Seelenverwandtschaft und ähnlichem. Mag sein, dass es das gibt, aber wenn du nur noch daran denkst, wie du endlich deine „Dualseele“ findest und an dich bindest, kann etwas nicht stimmen.

Ich weiß nicht genau, woher ich diese Gedanken habe, aber es muss wohl von Hollywood kommen, denn Filme habe ich in meinem Leben viele geschaut. Rückblickend kann ich also froh sein, dass meine Freundin sich so verhalten hat, wie sie es getan hat, und dass es mich verletzt hat, denn rückblickend betrachtet, war ich in einer Illusion gefangen, in der ich schwerwiegender Weise auch vergaß, mein eigenes Ding zu machen.

Ich sehe, dass ich mich aus Faulheit, mich meiner eigenen Weiterentwicklung zu stellen, lieber in den Schoß der Frau flüchtete. Das war meine Komfortzone. Und wenn man einen Partner hat, der das genau so macht, dann bleiben beide in ihrer Komfortzone, um ein Leben zu führen, das nicht mehr zu 100% lebendig ist. Es wird zur Routine und die gemeinsamen Erlebnisse wiederholen sich: Filmabende, Spaziergänge, gemeinsam Kochen, Kuscheln und Sex haben, oder was auch immer.

Dem war ich auch verfallen, mit dem Resultat, dass ich der Frau unterlegen war und sie die Führung übernommen hat, was mich wiederum angekotzt hat. Aber wütend rumschreien und beschuldigen hilft halt auch nicht, um die eigene Männlichkeit aufzubauen, was die Quelle des Problems beseitigen würde. Es gehören immer zwei dazu. Wenn ich mich verwickeln lasse, lasse ich die Verwicklung zu.

Was ich in Zukunft machen werde?

Ich werde genauestens auf diese Momente achten, in den ich ein laues Gefühl in meinem Bauch habe, dass hier gerade etwas schief läuft. Ich muss mit allem, was in dieser Situation gerade geschieht, voll einverstanden sein.

Egal, ob sie mit einem anderen Mann tanzt, mich anschreit oder mich belehren will. Und wenn ich damit nicht einverstanden bin, gilt es zu reagieren. Das Nicht-Reagieren war in meiner Vergangenheit einer der größten Fehler, die ich gemacht habe. Dazu gehört auch das Einlenken, das ich aus Angst, sie zu verlieren, gemacht habe.

Eine der einfachsten und universell-einsetzbaren Reaktionen, die ich kenne, ist das Hosenrunterlassen. Dabei schildere ich einfach, was ich wahrnehme und was es mit mir macht. „Ich sehe, dass du diesem Mann sehr nah bist. Das macht mich wütend, denn ich habe Angst, dich zu verlieren.“.

That’s it.

Alle weiteren Entscheidungen und Handlungen kannst du mit folgender Frage selbst entdecken:

Wie würde der selbstbewusste und souveräne Mann handeln, der in mir steckt?“

Als meine Freundin vor einigen Wochen meine Grenzen derart überschritten hat, dass es mir zu viel wurde und sie auch nicht bereit war, sich das anzusehen, habe ich Schluss gemacht. Das war der Tag, an dem sie aus ihrem 3-wöchigen Urlaub zurück kam: braun gebrannt, schlank und einfach attraktiv. Sie hat mich angezogen und ich hätte am liebsten Sex mit ihr gehabt. Im gleichen Moment wusste ich aber auch, dass ich das gerade seelisch nicht ertragen würde, denn meine Wunden waren noch nicht geheilt und meine Abhängigkeit nicht gelöst.

Souveränität bedeutet für mich in diesem Moment, dass ich mir treu bleibe, mit dem, was wirklich und langfristig gut für mich ist. Deshalb habe ich auf mich gehört, und nicht auf die sexuelle Anziehung zu ihr, die in diesem Moment sehr stark war. Dafür bin ich stolz auf mich.

Das Hollywood-Zweier-Ding

Was mir in meiner aktuellen Phase der Distanz zu ihr klar wird, ist, dass diese Vorstellung von dem Hollywood-Zweier-Ding in mir sehr präsent war und ist. Gerade löst es sich immer weiter auf, weil ich mir dessen bewusst werde. Ich beginne zu verstehen, wie sehr es mich in meiner Lebendigkeit und Männlichkeit einschränkt. Denn wie gesagt, ich habe mich zu sehr auf die Eine fixiert, mein eigenes Leben vernachlässigt und vergessen, dass es auf diesem Planeten noch so viele andere Frauen gibt.

Zudem denke ich, dass die Frauen im Allgemeinen niemals im Mittelpunkt eines Mannes stehen sollten, wie auch immer die Beziehung zur Frau oder den Frauen sein mag. Ich habe das gemacht und bin eingeschlafen und habe gelitten. Ich fühle, im Zentrum des Mannes sollte seine Mission sein, eben sein eigenes Leben. Die Frauen können dabei das Leben eines Mannes nur noch noch schöner machen, als es eh schon ist.

Also, Fuck Hollywood.

Es muss bei mir nicht alles so sein, wie andere es vorleben oder zeigen. Und es ist eben nicht immer alles nur Harmonie und aus Watte. Entscheidend ist eigentlich nur, was ich in diesem Moment fühle und wie ich damit umgehe. Ich habe meine Grenzen und sie müssen nicht immer so sein, wie sie jetzt sind. Sie dürfen sich dann erweitern, wenn ich mich gut damit fühle; wenn ich mich bereit dafür fühle, dem Schmerz zu begegnen, der damit vielleicht ausgelöst werden kann. Schicht für Schicht kann ich mich so in Richtung Freiheit ent-wickeln.

Dinge, die ich mit 21 gerne gewusst hätte

In meinem zweiten Buch habe ich dieses Thema genauer beschrieben. Es eignet sich hervorragend dafür, wenn du tiefer einsteigen möchtest.
Alle Infos und Leseprobe anschauen

Solange ich mich nicht stark genug fühle, diesem Schmerz zu begegnen, muss ich zu Gunsten der Partnerschaft nichts aufrecht erhalten, was nicht wirklich der Heilung entspricht und letztlich vielleicht sogar destruktiv wirkt.

Gerade fällt es mir leicht, so was zu sagen, weil ich mich wie ein Single fühle. Ich bin aber gespannt auf den Moment, an dem wieder eine Frau mein Herz erobern wird. Dann wird sich zeigen, wie viel ich von dem, was ich hier schreibe, auch wirklich in der Tat umsetzen kann. Zu mir selbst zu stehen ist eine Aufgabe für mich, an der ich gerne wachsen will!

Was löst der Artikel für Gedanken und Gefühle in dir aus?
Ich freue mich über deinen Kommentar unten.

Foto: emoji / photocase.de

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11 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Elias,

    vielen Dank das du deine Erfahrung und auch die damit verbundenen Emotionen in diesem Artikel nieder geschrieben hast. Es ist fast so als würde ich meine eigene Geschichte hier lesen.

    Ich bin seit etwa 4 Wochen wieder Singel und komme aus einer 6,5 jährigen Beziehung. Das gefühl wenn man aus der von dir beschriebenen „Illusion“ plötzlich durch die Trennung aufwacht und realisiert das man sein eigenes Leben und seinen eigenen Freundeskreis fast komplett aufgegeben hat ist echt hart. Diese Erfahrung ist wirklich schmertzhaft aber andererseits auch sinnvoll für die persönliche Entwicklung. Vielleicht auch der erste Grundstein für das Fundament das uns die gewissen „Bad Boy“ Allüren verschafft auf die so viele Frauen stehen ;-)

    Naja jedenfalls wollte ich dir für diesen Artikel danken.

    Liebe Grüße

    Sascha

    Antworten

  2. Hi Elias,

    danke für diesen Artikel! Du hast ungefähr beschrieben, was ich auch erlebe. Diese Verstrickung, die ich mit mir machen lasse, weil ich meine Rolle als Mann – oder einfach nur mich selbst – nicht finden kann. Für mich ist das ein zentrales Thema meines Lebens … unabhängig von der Frau, mit der ich es gerade mal wieder erlebe.
    Hier mal ein Beispiel weiblicher Dominanz, wie ich sie erlebe: https://www.youtube.com/watch?v=ekazxiZhUpI
    Das vertrakte daran ist, dass mir das Gehen (mein letztes Mittel) als Feigheit und mangelnde Fähigkeit mich Einzulassen ausgelegt wird. Und da fühlt sich der Kämpfer in mir angesprochen und bleibt, weil der Kämpfer niemals aufgibt – er kämpft bis zu seinem Tod. Dieser Tod wäre dann das völlige Aufgeben des Mann-Seins, des Etwas-Wollens von irgendeiner Frau, die Aufgabe der sexuellen Lust … aber das ist keine Erleuchtung, das ist tiefe Depression, Stillstand, innerer Tod eben. Deswegen frage ich mich oft, ob dieser Kampf überhaupt noch einen Sinn hat … nach dem x-ten Mal … mit der x-ten Frau … Oder ob es an der Zeit ist dieses Schlachtfeld für immer zu verlassen … d.h. sich radikal unabhängig zu machen vom weiblichen Drama …

    Liebe Grüße von deinem neuen Abonennten ;)

    Antworten

    • Hey Erik, Danke für deinen Beitrag. Praktizierst du schon GfK? Über die Bedürfnisse sprechen und offenlegen, was beide Seite eigentlich wollen, kann viel verändern. Allerdings müssen sich beide dafür im Klaren darüber sein, was sie wollen, oder zumindest die Motivation haben, es rauszufinden. Und genau diese Motivation wie man die Dinge heran geht, ist für mich entscheidend, ob die Partnerschaft Früchte trägt oder nicht. Es sind also einfache Skills in Sachen Kommunikation, Umgangsformen wie Respekt, Anerkennung und Gesehen-werden, die darüber entscheiden, ob es konstruktiv ist, oder einfach nur Zeitverschwendung. Lebe vor, was du dir wünschst, dann wirst du auch die passende Frau anziehen :-) Das alles ist auch ein Kernthema in meinem zweiten Buch: http://www.lebeblog.de/21 — ich freu mich schon drauf. lg Elias

      Antworten

      • Gewaltfreie Kommunikation praktiziere ich in Streitsituationen so gut es mir eben gelingt, während die Emotionen hochkochen. Ich hatte nur immer wieder den Eindruck, dass Umgangsformen nichts nützen, wenn auf der inhaltlichen Ebene die Kompromisslosigkeit herrscht. Und einfach ist die Kompromisslosigkeit für den Stärkeren – z.B. für den materiell Stärkeren. Der kann ganz ruhig von seinen Gefühlen sprechen und der Andere wird umso aggressiver je ruhiger der Erste wird. Der Schwächere wird gehen müssen, was man ihm wieder negativ auslegen kann, weil er’s aufgegeben hat. Ich finde solche Techniken wie GfK helfen im wahren Leben manchmal einfach nix. Da der Reiche, der ruhig GfK praktiziert, da der Arme, der aggressiv wird und wegrennen muss, weil er einfach nichts mehr zu bieten hat. Das kann man nicht nur auf Geld beziehen, sondern z.B. auch auf die Auswahl an weiteren potentiellen Partnern.

        Antworten

        • Ich weiß gerade gar nicht, was das Thema Geld mit Kommunikation zu tun hat. Eventuell bist du dabei schon mitten in einer Geschichte deines Beziehungsthemas. Dein Wort hat immer den gleichen Wert, egal wie eure Kontostände sind, bzw sollten das beide so sehen :)

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  3. Hallo Elias,

    ich lese Deinen Artikel und lese darin viel Schmerz und auch ein bisschen um Dich hauen;-) ist ok so.
    Dass das mit dem Hollywood Schmus nicht klappt hat jedoch nichts mit der Frau an sich zu tun. Diese ganze Manipulation durch Filme und ähnlichem hat genau dazu geführt, den Mann aus seinem Mann sein zu entmachten und auch die Frau in ihrem Frau sein zu entmachten. Vielleicht kannst Du erkennen, dass beide betrogen wurden.
    Die Abhängigkeit war nie ein Aspekt der Liebe, wer die Liebe betrachtet und kennt, weiß dass sie völlig frei ist und ständig neu.
    Dazu kommt noch, dass Männer und Frauen komplett anders sind, was auch gut ist so und die Anziehung ausmacht.
    Ich würde Dir gerne mal einen Artikel senden über das männliche und das weibliche in dem super erklärt wird, dass wenn beide geachtet werden, eine Beziehung mehr und mehr an Reife zunimmt und beide daran auch und besonders im spirituellen Sinn wachsen können.
    Ich hoffe, dass ich den Artikel noch finde, denn dort wurde es besonders gut und verständlich formuliert.
    Als Frau kann ich Dir sagen, dass es auch schwer ist, einen Mann zu finden, der nicht dieses vertrakte Rollen-Macht-Ohnmacht Spielchen spielen will.
    Also, die Frau ist primär nicht das Problem des Mannes, genauso wenig wie andersrum. Unsere innere Haltung uns selbst gegenüber, unsere Authentizität, unsere Selbstliebe und unser Respekt sind der Schlüssel für eine funktionierende Beziehung, wo Liebe und Freiheit möglich sind.
    Ich hoffe ich bin Dir nicht zu nahe getreten, finde jedoch, dass das ein wichtiges Thema für jeden von uns ist.
    Die Teilung und Trennung führt uns immer weiter weg von unserem wahren Sein.

    liebe Grüße

    Sabine

    Antworten

    • Hi Sabine, ich finde das hast du schön beschrieben. Ich bin dir auch dankbar, dass du mir ebenso die weibliche Perspektive aufgezeigt hast. Und nein, du bist mir noch laaange zu nahe betreten :-) lg Elias

      Antworten

  4. Hallo Elias…

    Distanz ist immer auch ein wichtiger Part in einer Beziehung, woher soll sonst die Anziehung kommen?
    Was ich schade finde ist, dass Du einen kompletten Schlußstrich unter die Beziehung gemacht hast.
    Wie Du selbst schriebst, hast Du Dich verwickeln LASSEN.

    Ich finde es toll, dass Du nicht der Frau die Verantwortung zuschiebst, sondern bei Dir schaust.
    Traurig wiederum scheint mir, dass Du Deine Reflexionen nicht mit ihr geteilt hast und ihr gemeinsam die Chance genutzt habt an der momentanen Situation zu wachsen.

    Ich war 20 Jahre alleinerziehend und habe auch so lange gelitten, bis ich Schlußstriche gezogen habe. Seit 3 Jahren bin ich jetzt verheiratet, wir haben noch zwei gemeinsame Kinder und in meiner Vorstellung ist es so, dass wir bis an unser Lebensende zusammen bleiben. Aber von Hollywood ist hier nix zu sehen *lach*

    Wir sind eine Familie und da passt das mit dem „da sind ja noch so viele andere“ nicht so. Da würden auch die Kinder nicht mitspielen :)

    Wir haben viele Reibereien, die alle ihren Ursprung in der eigenen Kindheit haben (Verlassensängste, das Gefühl nicht gesehen zu werden, nicht wert geschätzt zu sein, etc.). Aber wir haben DIESES wenigstens klar und bei uns läuft es so, dass wir uns sagen können: „Hey das fühlt sich für mich gerade so und so an und das macht mich traurig, wütend, hilflos oder whatever“
    Es war aber ein weiter Weg bis dorthin und so manches Gebrüll und Verletzung liegt hinter uns.

    Wir sind uns aber gewahr, dass wir aneinander wachsen und das ist für mich das Wichtigste. Wachstum, so zur Sonne hin, ich denk Du weißt, was ich meine.

    Den EINEN oder die EINE Richtige(n) gibt es m. E. nach nicht, es gibt nur die richtige Einstellung und Intention die Dinge anzugehen. Und die Liebe, die sollte größer sein, als die sexuelle Affinität …

    Ich bin glücklich diese gefunden zu haben und freue mich auf weitere viele Jahre mit meinem Mann, unseren Kindern und der Welt da draußen…

    Alles Liebe für Dich

    N!c

    Antworten

    • Hi Nic, dieser Schlussstrich war wichtig, um eine absolute Klarheit zwischen uns zu bringen. Auch nach einem Schlusstrich, einer Auszeit, kann wieder etwas Neues entstehen. Ein anderer Teil in mir, mein Ego, wünschte sich dabei auch, dass dir mir „hinter her rennt“, also genau die Machtmechanismen, die ich im Außen benenne. Somit wieder ein Spiegel für mein Selbst.

      Meine Reflexionen habe ich alle mit ihr geteilt, nur habe ich mich damit nicht gehört und gesehen gefühlt, sondern kam mir so vor, als würde ich gegen eine Mauer rennen.

      Mit allem in der Beziehung da sein zu können, finde ich einen der wichtigsten Grundpfeiler. Ich freue mich, dass du das gefunden hast und teile deine anderen Gedanken.

      Dir auch alles Liebe!

      Antworten

  5. Lieber Elias,

    danke für deine Offenheit. Du hast recht, Abhängigkeit ist der Alptraum für eine Beziehung. Sobald sich einer von dem anderen abhängig macht, wird er uninteressant, es sei denn beide sind abhängig voneinander, dann fällt es nicht so auf. Das ist auf beiden Seiten gleich. Für dich wäre eine Frau, die sich und ihr glücklich sein von dir abhängig macht sicherlich auch nicht interessant. Deshalb ist für mich die Basis einer Beziehung, dass jeder in sich glücklich ist und den anderen eigentlich gar nicht „braucht“. Das geht ganz einfach, wenn man mit sich selbst in Liebe ist, das hat für mich nichts mit Durchsetzen der Männlichkeit zu tun. Man kann dann einfach in Liebe und Freiheit das Zusammensein genießen, ohne Verletzungen und Dramen und dann auch wieder sein eigenes Ding machen. Also bei sich selbst bleiben und daran arbeiten, unabhängig vom anderen, selbst in Liebe zu sein, das ist für mich die Basis.

    alles Liebe.

    Antworten

  6. Genau dasselbe kann ich auch als Frau sagen! Ich kann jede Deiner Aussagen für mich unterschreiben :-) Wir Frauen rennen auch dem Idealbild hinterher ohne auf uns selber zu achten! Wir haben es nicht anders gelernt! Ich freue mich, mit meiner Arbeit dazu beizutragen, die Menschen „wachzuküssen“ :-)

    Liebe Grüße

    Beate

    Antworten

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