Suche
Suche Menü

Wegweiser aus dem Hamsterrad: 11 Schritte zu deiner persönlichen Freiheit

der weg aus dem hamsterrad und raus zur freiheit

Das Hamsterrad ist so eine Sache. Eigentlich gibt es uns alles, was wir brauchen. Es sorgt für uns. Es gibt uns Sicherheit. Wir gehören dazu, sind eine Gemeinschaft. Weil wir gemeinsam darin laufen oder wissen, dass jeder sein Eigenes hat, das nicht viel besser als das eigene ist. Somit ist alles schon gut im Hamsterrad. Bei mir war es das nicht. Bei mir stellte sich Unruhe ein und die Frage nach dem Sinn: Was soll ich nur machen? Mir gefiel der Gedanke etwas zu tun, weil ich es tun will, erfolgreich zu sein, mit dem was ich liebe und Arbeit nie wieder als Arbeit zu empfinden. (Ein Gastbeitrag von Markus Cerenak)

Meine 9-5 Jobs waren nichts für mich. Und obwohl einer meiner wichtigsten Werte „Sicherheit“ ist, war der Sprung aus dem Hamsterrad das Beste, was mir passieren konnte. Denn, wenn du draußen bist, wird dir erst klar, wie absurd es drinnen so ist. Aber wie machst du diesen Sprung aus deinem beruflichen Hamsterrad, wenn du das willst? Hier also meine Exit-Strategie:

1. Motiv feststellen

Warum willst du raus? Fühlst du dich unwohl im System? Langweilt dich dein Job oder hasst du ihn gar? Stellst du dir die Sinnfrage und weißt nicht, warum du das tust, außer für das Geld? Hörst du so etwas wie eine innere Stimme, einen Ruf zum Abenteuer? Dann mache dir dein Motiv dahinter klar und überlege dir dann sofort was das Beste wäre stattdessen. Willst du etwas tun, das für dich oder andere echte Bedeutung hat? Was ist deine Leidenschaft, was würdest du den ganzen Tag machen können, ohne es als Arbeit zu empfinden? Hast du geklärt und auch aufgeschrieben, dann gehe über zum nächsten Schritt.

2. Status quo definieren

Reichtum

Was Reiche ihren Kinder beibringen
Buch bestellen

Mache dir klar, was dein finanzieller Status ist und kläre das Thema „Existenzangst“. Unsere Zweifel diesbezüglich ergeben sich nicht durch Fakten, sondern durch Mutmaßungen. Wenn du deine Finanzen nicht im Griff hast, du nicht weißt, was deine Fixkosten sind, dir etwaige Schulden nicht ganz klar sind, du dich nicht mit Altersvorsorgen beschäftigt hast oder kein finanzielles Ruhekissen bereitgestellt hast, gibt es in deinem Kopf zu diesem Thema eine große Fragezeichen-Wolke. Mein Rat: Nimm dir Zeit und erstelle einen Finanz-Status Quo. Was sind meine Schulden? Was brauche ich momentan zum Leben? Worauf kann ich verzichten? Treibe nicht viel Aufwand mit Excel-Tabellen oder Ähnlichem. Die Kontoauszüge der letzten Monate und ein Blatt Papier reichen.

3. Die Must Have-Liste

Als Nächstes überlegst du dir, worauf du auf keinen Fall verzichten möchtest. Was gehört zu deinem Lebensstandard quasi als „Nice to have“ dazu? Alle die kleinen, netten Dinge, die gar nicht sein müssen, aber irgendwie doch, weil du sonst merklich Spaß im Leben und Lebensqualität verlierst. Sei ehrlich zu dir und stehe zu etwaigen Besitztümern, Luxusgütern oder teuren Unvernünftigkeiten. Wenn es zu dir gehört, ist das ok. Mache dir klar, worauf du nicht verzichten möchtest und was du dafür tun kannst, es nicht zu müssen.

4. Die Verbündeten

Noch bevor du konkrete Schritte setzt, umgib dich mit Verbündeten. Sprich mit Menschen, die sich bereits von der normalen Festanstellung losgesagt haben. Tausche dich aus in Foren, auf Facebook, bei Gründer-Treffen etc. Du musst mit Menschen umgeben sein, die dich moralisch unterstützen, den gleichen Weg gehen oder gegangen sind und dich motivieren. Es wird noch genug geben, die dich bremsen wollen. Vergiss nie: „Für Kritiker werden keinen Statuen errichtet“.

5. Der Plan

mehr zeit geld und leben

Mehr Leben: Die 4 Stunden Woche
Buch bestellen

Was ist deine Leidenschaft? Leidenschaft ist der Schlüssel zu allem. Leidenschaft lässt Begeisterung aufkommen, dich über dich selbst hinauswachsen. Sie macht dich herausragend, erfolgreich und du wirst deine Arbeit nie wieder als solche empfinden. An einer Sache, die dich mit Leidenschaft erfüllt, wirst du arbeiten, bauen, feilen, gestalten, verbessern und jeden Tag einen Schritt weiter machen. Erfolg stellt sich dadurch fast von selbst ein. Überlege dir aber schon sehr früh, wie du deine Leidenschaft zu Geld machen kannst. Öffne deinen Geist und schau über den Tellerrand. Die Möglichkeiten sind riesig. In meinen Blogartikeln „12 Mythen, die dich von deiner Leidenschaft abhalten“ oder „Wie du mit deiner Leidenschaft Geld verdienen kannst“ gebe ich paar Tipps.

6. Nebenberufliche Basis

Beginne in deiner Freizeit. Du tust ohnehin etwas, dass dich begeistert, also setze die ersten Schritte neben dem Job. Nimm dir anfänglich am Wochenende jeweils 2-3 Stunden Zeit und mache kleine aber konkrete Schritte. Egal ob du recherchierst, Konzepte schreibst, Kunden aus deinem privaten Umfeld akquirierst oder ein Produkt entwickelst. Gewöhne dich daran etwas zu tun, das dir Geld bringen kann, ohne dass es dir jemand aufträgt oder du es eben tun „musst“.

7. Zeitplan

Bestimme einen Zeitplan für den Ausstieg. Markiere es im Kalender, zähle die Tage, überlege dir aber konkrete Zwischenschritte, was bis wann erreicht sein muss, damit der Zeitplan eingehalten werden kann. Vermutlich wirst du beim Erstellen auf ein paar Dinge kommen, die du noch zu wenig bedacht hast. Überfordere dich nicht mir deinem eigenen Plan. Stress gibt’s schon in deinem normalen Job, den brauchst du dir nicht auch noch selbst machen. Schreibe den Plan nieder und halte dich dann daran.

8. Befreiung in Raten

Beginne gegenüber deinem Chef das Thema aufs Tableau zu bringen. Erläutere, dass du einen Tag lang zu Hause arbeiten möchtest. Überlege dir genau, was dein Chef davon haben kann. Bringe nur Argumente, warum es für IHN ein Vorteil ist und nicht für dich. Verhandle nicht für dich, sondern für die Firma. Ich verspreche dir, es wird funktionieren, wenn es nicht um deine Interessen, sondern um die seinen oder um die des Unternehmens geht.

Klingt verdammt einfach. Ist es entsetzlicherweise auch. Hast du den ersten Schritt gemacht und bist nun „teilbefreit“ wirst du merken, dass sich die Einstellung zur „Arbeit“ bereits verändert hat. Alleine die Tatsache, dass du entscheiden kannst, wann, wo und wie du deiner Arbeit nachkommst ohne von Kollegen schiefe Blicke zu ernten, verändert die Sache grundlegend. Du wirst bemerken, dass im „normalen Alltag“ viel Zeit durch Störungen verloren geht.

Buch Dinge die ich mit 18 gerne gewusst hätte

In meinem ersten Buch habe ich dieses Thema genauer beschrieben. Es eignet sich hervorragend dafür, wenn du tiefer in dieses Thema einsteigen möchtest.
Alle Infos und Leseprobe anschauen

Das Prinzip des „Multitaskings“ ist nämlich ein großer Irrtum. Arbeitest du nur einen Tag fokussiert von zu Hause, wirst du mehr wollen. Mehr von dieser Art zu arbeiten, mehr von deiner neuen Freiheit. Somit ist das Ziel, dir noch einen Tag abzuzwicken und so noch mehr Abstand zum Hamsterrad zu bekommen, um somit noch mehr zeit für die Realisierung deiner Leidenschaft. Mein Entschluss fiel, als ich zwei Tage Home Office etabliert hatte. Für mich war klar: „Ich gehe nicht wieder zurück“. Mich hat erstaunt, wie effizient, effektiv und fokussiert ich arbeiten konnte im Vergleich zum Hamsterrad. Und zwar ohne dass ich mich mit Zeitmanagement oder Strategien zur Effizienz etc. beschäftigt hätte. Es passierte einfach. Der nächste Schritt ist klar:

9. Das Überschreiten der Schwelle

Dazu brauche ich nicht viel sagen. Tu es einfach. Wir bedauern am Ende des Lebens nur die Dinge, die wir nicht gemacht haben. Wenn dein Zeitplan dir sagt „Es ist soweit“ und du alle Zwischenschritte gemacht hast, dann gibt es kein Zögern und kein zaudern mehr.

10. Der Sicherheitsanker

Hier solltest du zumindest im Kopf einen Plan B haben. Was könnte ich (eine Zeit lang) tun, um die Anfangsphase zu überbrücken? Womit kann ich Geld verdienen, wenn es wirklich sein muss und nicht anders geht? Verstehe mich nicht falsch, du sollst nicht von einem Hamsterrad ins andere. Der Sicherheitsanker ist nur quasi ein „Überbrückungskredit“ und du wirst ihn auch nicht in Anspruch nehmen müssen. Du brauchst einfach nur zu wissen, dass es ihn gibt.

11. Die ersten 3 Monate

Die Kunst anders zu leben

Buchtipp: Die Kunst anders zu leben
Buch bestellen

Nach den ersten 3 Monaten weißt du ganz sicher, ob das Leben außerhalb des Hamsterrades etwas für dich ist. Du hast dich eingefühlt und die neue Art zu leben, zu arbeiten, zu existieren zu einem neuen Verhalten gemacht. Du weißt mit absoluter Sicherheit, dass das Hamsterrad jederzeit da wäre, aber du es noch viel sicherer nicht mehr von innen sehen wirst.

Das war ein sehr grober Überblick, der sich einfach liest, aber ich darf bei ganz vielen Menschen in meinem Umfeld die Erfahrung machen, dass es tatsächlich einfach ist. Es geht um Leidenschaft, es geht um Mut. Ich habe über 15 Jahre im Hamsterrad verbracht und nichts auf der Welt bringt mich wieder dorthin zurück.

Mit meiner Webseite »MarkusCerenak.com – Lass es dir gut gehen« unterstütze ich Menschen dabei, das berufliche und private Hamsterrad zu verlassen und mit ihrer Leidenschaft erfolgreich zu sein. Mein soeben erschienenes kostenloses eBook „Lass es dir gut gehen – Das Tao einer Lebensweise“ liefert auf über 50 Seiten Ideen und Strategien gegen das Hamsterrad.

Lass es dir gut gehen.

Markus

P.S.: Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Ehrlichkeit das Leben einfach macht.

Über den Autor

Markus CerenakMarkus Cerenak ist 39, war Marketing-Leiter, Chefredakteur, Product- und Event-Manager, Werbetexter, DJ, Barkeeper, Flirttrainer, Opernkritiker u. v. m. Irgendwann stellte er sich die Frage nach dem Sinn und es wurde klar, dass er etwas tun will, das für ihn und für andere Menschen bedeutsam ist. Er lies das normale Arbeitsleben hinter sich und absolvierte in den USA die NLP-Trainer-Ausbildung bei Dr. Richard Bandler (Co-Erfinder des NLP). Er ist als klassischer Multipotential heute als Kommunikations-, Motivations- und Mentaltrainer sowie systemischer Coach, Social Media Consultant, Online Marketer und Entrepreneur tätig, wobei er die Bezeichnung „Digitaler Vagabund“ bevorzugt.

Was bedeutet für dich „persönliche Freiheit“ und wie kannst du dein „Hamsterrad“ verlassen?

Zum Weiterlesen

Foto: sagansen / photocase.com

Verwirkliche Dich Selbst

Wenn deine Sehnsucht nach wahrer Erfüllung groß genug ist, bist du bereit für den nächsten Schritt. Nehme hier mit vielen anderen am kostenlosen Email-Kurs teil und erhalte deine Antworten. Erkenne wer du wirklich bist, komme in deine Kraft und lebe ein Leben, das du wirklich liebst.

(Deine Daten werden vertraulich behandelt. Du kannst dich in jeder E-Mail wieder austragen.)

Autor:

Hallo! Ich arbeite als Begleiter für Selbstverwirklichung und unterstütze Menschen dabei, sich selbst zu finden und ihr wirklich eigenes Leben zu leben. Mein Anliegen ist es, dass du dich komplett lebst mit allem, was in dir veranlagt ist. Erfahre hier mehr über die spannende Reise der Selbsterkenntnis und werde Selbstverwirklicher. // Über mich. Dein Elias Fischer

Wie gefällt dir der Artikel?

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (3,33 von 5)
Loading...

18 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Wenn ich Geld brauche, bin ich nicht ausgestiegen, ich habe nur das Rad gewechselt..

    Antworten

  2. Klasse Artikel. Es gehört Mut dazu, seinen Träumen nachzugehen aber die Reise lohnt sich. Geduld und gute Vorbereitung sind da enorm wichtig.

    Antworten

  3. Ich hab schon einige Bücher zu dem Thema gelesen und verfalle auch immer wieder in dieses gefühl „du-musst-jetzt-endlich-raus“ und fange dann an mir die tollsten Sachen vorzustellen, aber das loslassen hab ich bisher leider nie geschafft. Oben wird geschrieben das man es erstmal mit einem Home Office Tag versuchen soll, aber was ist bei leuten wie mir, wo sowas nicht möglich ist? Ich bin Masseurin in einer Reha, ich kann meine Patienten nicht zu mir nach Hause bestellen und um sofort alles los zu lassen fehlt mir der Mut, denn mein Beruf ist am aussterben, also wenn ich es riskiere und das worst case eintrifft und ich doch zurück muss ins Hamsterrad, dann gibt es so gut wie keine 40 Stunden Stellen mehr in der Stadt und von 20 Stunden kann man in diesem Beruf nicht leben.
    Ich will nicht mehr im Hamsterrad leben, doch um mich langsam zurück zu ziehen fehlen mir die Möglichkeiten oder bin ich einfach nur blind und sehe sie nicht?

    LG

    Denise

    Antworten

    • Hey Denise, wie wärs mit einer Praxisgemeinschaft? Verbinde dich mit Gleichgesinnten.

      Antworten

  4. Danke ihr Lieben. Das Buch „Dinge, die ich mit 18 gerne gewusst hätte“ von Elias, hat eva gewonnen. :)

    Antworten

    • Hallo Elias, hallo Valerie,
      Vielen Dank! Ich freue mich sehr, dieses Buch gewonnen zu haben…
      Beste Grüße, Eva

      Antworten

  5. „Persönliche Freiheit“ bedeutet für mich frei von Angst zu sein. Angst macht uns unglaublich „unfrei“… sie kann in manchen Situationen gut sein, da sie uns vielleicht auch vor Gefahren bewahrt, aber ich habe sie in meinem behüteten Leben eher als etwas Lähmendes und mich Einschnürendes empfunden… Angst vor falschen Entscheidungen, Angst vor der Zukunft, Angst vor Verlust… eigentlich hat für mich Angst immer etwas mit Zukunft zu tun, damit, dass ich eben nicht weiß was kommt. Ich versuche es als Freiheit zu sehen, dass ich nicht weiß was die Zukunft noch für mich bereit hält. Es wäre doch auch langweilig, wenn man schon alles wüßte, was einen noch erwartet, denn oft sind die schönsten Erlebnisse doch die, mit denen man nicht gerechnet hat. Und es wäre auch wiederum sehr beängstigend, wenn man die nicht so schönen Dinge im Leben, die eben auch dazu gehören, schon vorab wüßte…

    Vor 7 Monaten habe ich meine Arbeit an den Nagel gehängt und mich auf eine Reise begeben. Das war mein Schritt aus dem „Hamsterrad“… ich bin noch auf unterwegs, habe noch keine Entscheidung getroffen, wie es weiter gehen soll. Das macht mir manchmal Sorgen und Angst (ja, da ist sie wieder) … ich bin darauf konditioniert worden, einen Plan zu haben. Ist es mit 36 zu spät, um die Richtung zu wechseln, habe ich noch Zeit…? Ich versuche nun, mir Zeit zu geben. Das ist nicht immer einfach, aber ich nehme mir die FREIHEIT, dies JETZT zu tun.

    „Das Gras wächst nicht schneller, indem man daran zieht.“ Afrikanisches Sprichwort

    Grüße aus Grenada, Eva

    Antworten

    • Hey Eva, hört sich so an, als wärst du voll auf dem richtigen Weg! Mein Opa hat immer gesagt: „Es ist niemals zu spät und selten zu früh!“ :)

      Antworten

      • Danke! Das werde ich mir merken… Opas haben häufig gute Ratschläge ;-)

        Antworten

  6. Für mich ist Freibeit seine Leben selbstbestimmt führen zu können und unabhängig von der Meinung andere zu agieren.

    Antworten

  7. Ja genau, das ist mein Buch! Und es ist alles daran selbst gemacht :-)
    Schön, dass du es gefunden hast!

    Antworten

  8. Für mich bedeutet persönliche Freiheit das zu tun was ich machen möchte und was mich erfüllt. Ich bin momentan auf einem guten Weg dahin, habe mich dieses Jahr selbständig gemacht, jetzt darf ich noch sehen, dass ich nicht alles selbst und ständig mache. :-)

    Antworten

  9. Freiheit ist, wie sag´s ich’s bloß,
    was ist denn mit uns Menschen los.
    Denn tief im Herzen lebt sie schon,
    sagte die Mutter einst zum Sohn.

    Doch ist es bei uns Menschen üblich,
    dass zu viel suchen macht betrüblich.
    Denn weil wir lieber glauben wollen,
    dass uns die andren geben sollen,
    was uns vermeintlich glücklich macht,
    damit die Seele wieder herzlich lacht.

    Doch kann erst kommen, wenn wir’s senden,
    es tät der Kreislauf niemals enden.
    Sucht nicht in Außen was schon drinnen,
    es reicht sich darauf zu besinnen.

    Was einem wichtig ist im Leben,
    dann kann das Leben alles geben.
    Es gibt uns das was wir dann brauchen,
    auch wenn die Köpfe manchmal rauchen.

    Findet euch selbst, geht euch entgegen,
    dann wird die Seele sich schon regen.
    Man sieht die Welt in neuem Licht,
    das nun mit Altem kräftig bricht.

    Es kommt die Zeit, nimm sie doch an,
    in der sich vieles wandeln kann.
    Finde dein Inneres, lass es gehen,
    dann kannst du neue Wege sehen.

    Ganz wichtig zu erkennen ist,
    dass du allein zu wandeln bist.
    Verzeih dir selbst, nimm dich nun an,
    dann auch der Rest der Welt es kann.
    (Nicole Leibl)

    Wovon lebt man und wofür lebt man?
    Diese Frage stellte ich mir auch einmal, es war an einem Punkt im Leben, wo es kein vor und kein zurück gibt. Scheinbar, denn plötzlich lies ich alles los, und es änderten sich die Bedeutungen des Lebens. Ich wollte frei sein, meine Seele fliegen und mein Herz lieben. Plötzlich bröckelte die Fassade ab und ich stand da, ohne Angst vor dem was sein könnte. Es war ja schon die Hölle, also schlimmer ging es nicht. Ich hätte mein Leben ohne mit der Wimper zu zucken beenden wollen, wenn da nicht ein einziger Grund gewesen wäre, der mich am Leben hielt – Mein kleiner Sohn. Doch so konnte es nicht mehr gehen. Das Hamsterrad, besser gesagt der Käfig drohte mich zu erdrücken. Und was machen Tiere, wenn sie in die Enge getrieben werden, auch wenn es noch so ausweglos erscheint? Sie mobilisieren ungeahnte Kräfte und wie durch ein Wunder schaffen sie es aus der Falle heraus. Ich wusste auch, dass sich etwas ändern sollte und so begab ich mich auf meinen inneren Weg. Ich lernte mich und mein Innerstes kennen und lieben. So war der Grundstein gesetzt, um den Käfig für immer zu verlassen. Es fühlte sich mit jedem Schritt leichter und besser an. Es war nichts anderes zu tun, als die althergebrachten Verhaltensmuster neu zu programmieren, und die Welt wieder durch meine eigenen Augen, meinen Blickwinkel zu betrachten. Frei sein, das zu tun, was der Seele gut tut – was ihr Freude bereitet und wo die Leidenschaft wie ein Osterfeuer entfacht wird.
    Meine persönliche Freiheit, heißt für mich:
    – mir die Zeit zu schenken, die ich für meine „kleinen Dinge“ benötige.
    – es mir leicht zumachen und es meiner Gesamtheit gut gehen zu lassen.
    – mich für mich zu entscheiden.
    – mich an den kleinen, wie großen Dingen des Lebens zu erfreuen.
    – einfach ICH zu sein, mit allem was mich ausmacht.

    und auch Romane als Antworten zu verfassen, da ich es einfach liebe zu schreiben. Es fließen zu lassen, wenn es aufs Papier möchte. Oder aber Zeit mit meinem Sohn zu verbringen und jeden Moment genießen.
    Das ist mein Ausstieg aus dem Hamsterrad, denn ich mache mir die Welt, wiedewiedewie sie mir gefällt.
    Es ist die Einstellung die man ändern kann.
    Ich gehe noch weiterhin 22std zur Arbeit. Doch ich entscheide, was ich daraus mache.
    So wie ich mich entscheide, was ich aus meiner Freizeit mache, wie ich sie genieße und was ich erschaffe.

    Ziele die von einer Leidenschaft getrieben sind, haben eine enorme Kraft. Sie ermöglichen das schier Unmögliche. Und ein jeder kann schaffen, was er auch von ganzem Herzen erreichen möchte, davon bin ich überzeugt. Und als mir gesagt wurde, „Dein Buch wird nie ein Verlag drucken, und es wird auch keinen interessieren.“ Dann kam erst recht der Wunsch es für alle anderen zugänglich zu machen, die sich in der selben Lage befinden. Und was soll ich sagen, es wurde gedruckt, und es haben sich schon sehr viele Seelen gefunden, die ich auf ihrem Weg begleiten durfte. Dieses Gefühl, so wie die beeindruckenden Momente, die dadurch entstehen sollten, waren das alles wert.

    Ich wünsche jedem einzelnen viele dieser besonderen Momente, denn sie erfüllen die Seele. Denn wenn die Seele fliegen kann, dann ist sie frei!

    Viele liebe Grüße Nicole

    Antworten

      • Ja genau, das ist mein Buch! Und es ist alles daran selbst gemacht :-)
        Schön, dass du es gefunden hast!

        Antworten

  10. Für mich ist „persönliche Freiheit“ eine Entscheidung und ein sehr hohes Gut. Unveräußerlich. Etwas, das ich mir auch nicht nehmen lasse. Ich nehme sie mir! :)
    Wie ich mein Hamsterrad verlasse? Indem ich Schritt für Schritt vorgehe, mich langsam annähere, kleinere Projekte und Etappen angehe. Ich fange an, kleine Träume zu leben und wachse immer mehr in meine persönliche Freiheit und meine Vorstellung von Glück hinein.

    LG, Frau Momo

    Antworten

    • Klingt gut, so könnte man’s machen. Ich denke, ich werde ähnlich vorgehen…

      Antworten

  11. Meine persönliche Freiheit definiere ich beim Parkour laufen, einfach meinen Weg laufen und hindernisse mit freude sehn. Außprobieren ob das Trainig gereicht hat bestimmte hürden zu überwinden oder ob ich noch an Techniken oder Kraft trainieren muss. Wie ich mein Hamsterrad verlasse erarbeite ich mir gerade Stück für Stück, zwar bischen langsamer dafür mit viel Hingabe =)

    Vielen Dank für die Blogs und die täglichen Artikel die ich jedesmal mit freude lese und mir Inspiritation hole!

    Grüße

    Sascha

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.